Infoveranstaltung: Wie aus Flüchtlingen Fachkräfte werden

v.l.: (v.l.): Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, Tobias Bäcker, Vorstand der Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte, Katja Kortmann, stellvertretende Direktorin des Hotels Esplanade, Dortmund, Jürgen Bringsken, Geschäftsleiter des Handelshofs Hamm, Michael Ifland, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung, Andreas Merx, IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung, München, Constantin Bräunig, Projektreferent des NETZWERKs „Unternehmen integrieren Flüchtlinge. © Rüdiger Barz/IHK zu Dortmund
Infor­mierten in Dort­mund:, v.l.: Wulf-Chri­stian Ehrich, stell­ver­tre­tender IHK-Haupt­ge­schäfts­führer, Tobias Bäcker, Vor­stand der Bür­ger­stif­tung Rohr­mei­sterei Schwerte, Katja Kort­mann, stell­ver­tre­tende Direk­torin des Hotels Espla­nade, Dort­mund, Jürgen Bringsken, Geschäfts­leiter des Han­dels­hofs Hamm, Michael Ifland, IHK-Geschäfts­führer Beruf­liche Bil­dung, Andreas Merx, IQ Fach­stelle Inter­kul­tu­relle Kom­pe­tenz­ent­wick­lung, Mün­chen, Con­stantin Bräunig, Pro­jekt­re­fe­rent des NETZ­WERKs „Unter­nehmen inte­grieren Flücht­linge.
(Foto: Rüdiger Barz/​IHK zu Dort­mund)

Wie aus Flücht­lingen Fach­kräfte werden, dies ver­deut­lichte die Ver­an­stal­tung der Indu­strie- und Han­dels­kammer (IHK) zu Dort­mund am Mitt­woch (26. Oktober) in DFort­mund. Rund 90 Unter­neh­mens­ver­treter waren zu Gast. Gleich zu Beginn machte der stell­ver­tre­tende IHK-Haupt­ge­schäfts­führer Wulf-Chri­stian Ehrich deut­lich, dass es in den Städten Dort­mund, Hamm und im Kreis Unna schon zahl­reiche Bei­spiele guter Arbeits­markt­in­te­gra­tion gebe. Aber es sei auch noch Luft nach oben.

So zeigt eine aktu­elle IHK-Umfrage unter gut 100 Unter­nehmen, dass sich acht von zehn Betrieben vor­stellen können, einem geflüch­teten Men­schen eine Chance zu geben. Ehrich stellte klar, dass Deutsch­kennt­nisse für die Unter­nehmen mit die wich­tigste Vor­aus­set­zung für einen Schritt in den Beruf sind. „Es muss daher früh­zeitig mit einer bedarfs­ge­rechten Sprach­för­de­rung begonnen werden, die syste­ma­tisch und durch­gängig ist.“

Deutschkenntnisse wichtigste Voraussetzung

Über die wirt­schaft­li­chen Vor­teile durch Arbeits­markt­in­te­gra­tion infor­mierte Andreas Merx, wis­sen­schaft­li­cher Refe­rent der IQ Fach­stelle Inter­kul­tu­relle Kom­pe­tenz­ent­wick­lung in Mün­chen. „Kul­tu­relle Viel­falt macht sich für die Unter­nehmen bezahlt, denn dadurch werden die Pro­duk­ti­vität und die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit gestei­gert“, so Merx. Er ver­wies dabei auf ver­schie­dene Unter­su­chungen, die zeigen, dass 69 Pro­zent der Unter­nehmen, die auf kul­tu­relle Viel­falt in ihrer Beleg­schaft setzen, neue oder ver­bes­serte Pro­dukte ein­führen. Bei Mit­be­wer­bern, bei denen das Thema in der Per­so­nal­po­litik kaum eine Rolle spielt, sind es nur 48 Pro­zent.

Ein­blicke in den betrieb­li­chen Alltag gaben in einer Talk­runde regio­nale Unter­neh­mens­ver­treter, die bereits Flücht­linge aus­bilden bzw. beschäf­tigen. Dazu zählten Katja Kort­mann, stell­ver­tre­tende Direk­torin des Hotels Espla­nade in Dort­mund, Jürgen Bringsken, Geschäfts­leiter des Han­dels­hofs Hamm, und Tobias Bäcker, Vor­stand der Bür­ger­stif­tung Rohr­mei­sterei Schwerte.

Die Ver­an­stal­tung fand in Koope­ra­tion mit dem bun­des­weiten Netz­werk „Unter­nehmen inte­grieren Flücht­linge“ statt. Es ist eine Initia­tive des Deut­schen Indu­strie- und Han­dels­kam­mer­tages (DIHK), geför­dert durch das Bun­des­wirt­schafts­mi­ni­ste­rium. Das Netz­werk unter­stützt Unter­nehmen bei der Arbeits­markt­in­te­gra­tion und gibt unter anderem Infor­ma­tionen zu Rechts­fragen, Inte­gra­ti­ons­in­itia­tiven und ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment sowie Praxis-Tipps und unter­stützt beim Erfah­rungs­aus­tausch und Koope­ra­tionen. Das Netz­werk ist offen für Unter­nehmen aller Bran­chen und Grö­ßen­klassen. Die Mit­glied­schaft ist kostenlos. Nähere Infor­ma­tionen unter www.dortmund.ihk24.de/fluechtlinge.

IHK

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