Vorbild für die HSC-Veranstwortlichen ist das Sportforum des TV Jahn Rheine. (Foto: privat)

HSC sieht Sportforum öffentlich diskreditiert: Vorstand erwartet Klarstellung von Politik und Verwaltung

Vorbild für die HSC-Veranstwortlichen ist das Sportforum des TV Jahn Rheine. (Foto: privat)
Erklärtes Vorbild für die HSC-Verantwortlichen ist das Sportforum des TV Jahn Rheine. (Foto: privat)

Der Planungs- und Bauausschusses (30.3.) hat das Projekt Sportforum nach Ansicht des HSC schwer beschädigt. Der HSC-Vorstand sieht das von ihm geplante Sportforum öffentlich diskreditiert und erwartet deshalb eine Klarstellung von Politik und Verwaltung.

Das geht aus einer Stellungnahme des HSC-Vorstandes von heute (8. April) hervor. Darin weist der HSC-Vorstand darauf hin, dass es am Montag (28.3.) ein Gespräch („Montagsrunde“) mit Vertretern aller Fraktionen gegeben habe, das dem Zweck diente, „die örtliche Politik auf den aktuellen Sachstand zu bringen und um ,Rückenwind‘ für das Leuchtturm-Projekt ,Forum für Gesundheit – Bewegung – Prävention‘ zu werben“.  Dieser Schritt des HSC „war der Verwaltungsspitze bereits vor Monaten avisiert worden und damit bekannt“.

Großes Interesse der Politik an Investor

In dem Gespräch sei „insbesondere das Thema ,Trägerschaft‘ mit der erstmals vorgestellten möglichen Einbeziehung eines Investors und dem HSC als Generalmieter (…) eingehend beleuchtet“ worden, heißt es in der Stellungnahme des HSC weiter. „Der Gedanke, einen Investor einzubeziehen, stieß auf großes Interesse und wurde positiv gewürdigt. Dabei wurde aus der Politik angeregt, gemeinsam mit dem HSC potentielle Investoren zu suchen und evtl. in einem offenen Verfahren auszuwählen. Insgesamt fand die Konzeption breite Zustimmung.“

Daraufhin habe der HSC seine zeitlichen Vorstellungen vom weiteren Fortgang des Projektes unterbreitet. „Danach sollten in einem nächsten Schritt weitere Kontakte zur Gemeindeverwaltung aufgenommen werden, um anschließend die parlamentarischen Gremien im Juni 2022 mit dem Vorhaben zu erreichen.“

Allerdings sei dann „aus der politischen Mitte“ vorgeschlagen worden, nicht bis Juni zu warten, sondern für den Bau- und Planungsausschuss am 30. März „eine Ausschussbefassung mit Tischvorlage zur Prüfung und Diskussion des ,Mehrpunkteplanes‘ zu initiieren bzw. beantragen“.

Fraktionsvertreter schlugen Vorgehen vor

Der HSC habe diesen Vorschlag der Politik aufgegriffen und in einem Schreiben an die Bürgermeisterin und den Ausschussvorsitzenden umgesetzt, das der Verwaltung am Dienstag (29.3.) zugestellt worden sei. Außerdem hätten alle Teilnehmer der Montagsrunde am Mittwochmittag (30.3.)  das Schreiben erhalten.

Dass allerdings die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses mit einer Ausnahme nicht von den Teilnehmern der Montagsrunde über das Projekt, die Vorstellungen des HSC und den Ablauf des Info-Abends informiert wurden, „hat uns mehr als überrascht und ausgesprochen unangenehm berührt“, so der HSC-Vorstand. „Das gilt ebenso für die Tatsache, dass die drei Ratsmitglieder, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, sich in der Ausschusssitzung nicht zu Wort meldeten, um den positiven Geist der Abendrunde darzustellen und die politische Initiative in Richtung Bauausschusssitzung darzulegen.“

Befremden über Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch

Der HSC-Vorstand sei selbstverständlich fest davon überzeugt gewesen, dass die Ausschussmitglieder durch ihre Fraktionskollegen „qualifiziert unterrichtet“ worden seien. „Diese Haltung und die daraus resultierende öffentliche Darstellung haben dem Großvorhaben aus der Sicht des HSC erheblich geschadet. Der HSC erwartet deshalb eine Klarstellung des Sachverhalts von Verwaltung und Politik im Sinne der Absprachen der Info-Veranstaltung vom 28.3., um den entstandenen Vertrauensverlust und die öffentlichen Irritationen durch den Verlauf der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses auszuräumen.“

Schließlich geht der HSC-Vorstand auch konkret auf die „Einlassungen von Herrn Nettlenbusch, dem Leiter des Planungsamtes“ ein.  Zwar hat kein HSC-Vertreter an der Planungs- und Bauausschuss-Sitzung persönlich teilgenommen. Dennoch hätten den HSC-Vorstand dazu „mehrere Meinungen erreicht“, die von „indiskutabler Unsachlichkeit“ bis zu „diskriminierende Äußerung und Haltung einer Weltreligion gegenüber, zumal der HSC auch zahlreiche Muslime zu seinen Vereinsmitgliedern zählt“ reichten. „Wir werden uns inhaltlich nicht zu dem Verhalten des Gemeindemitarbeiters äußern, möchten aber ausdrücklich unser Befremden darüber zum Ausdruck bringen“, schließt die Stellungnahme des HSC-Vorstandes. Lesen Sie auch den Kommentar zum Bericht.

HSC, Sportforum


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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