In der AWO-Kita Wühlmäuse an der Friedhofstraße können aktuell nicht mehr alle Kinder betreut werden: Fünf Fachkräfte sind erkrankt ausgefallen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Hoher Krankenstand: Ausnahmezustand in der AWO-Kita Wühlmäuse

In der AWO-Kita Wühlmäuse an der Friedhofstraße können aktuell nicht mehr alle Kinder betreut werden: Fünf Fachkräfte sind erkrankt ausgefallen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
In der AWO-Kita Wühlmäuse an der Friedhofstraße können aktuell nicht mehr alle Kinder betreut werden: Fünf Fachkräfte sind erkrankt ausgefallen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Eigentlich hätte heute (2. November) in der AWO-Kita Wühlmäuse, dem bisher letzten Projektträger, der symbolische Staffelstab für das Projekt „Gemeinde ohne Rassismus – Gemeinde mit Courage“ an die VHS-Gruppe „Spurensuche NS-Opfer“ weitergereicht werden sollen. Doch dass diese offizielle Übergabe ausfallen musste, ist noch das kleinste Problem der Einrichtung: Beim Träger AWO Ruhr-Lippe-Ems ist man froh, dass die Kita Wühlmäuse überhaupt noch geöffnet werden kann.  

„Wir haben große Probleme, weil insgesamt fünf Mitarbeiterinnen in der Einrichtung erkrankt ausgefallen sind“, bestätigt Sebastian Laaser, Sprecher der AWO Ruhr-Lippe-Ems in Kamen. „Deshalb mussten wir am vergangen Freitag bereits ganz schließen.“  Der hohe Krankheitsstand geht dabei keineswegs, wie man vermuten könnte, auf das Corona-Virus zurück. Lediglich eine der Mitarbeiterinnen musste sich aufgrund eines Kontaktes im privaten Umfeld vorsorglich in Quarantäne begeben, wie Sebastian Laaser bestätigt. Drei weitere Fachkräfte sind in der Vorwoche kurzfristig ausgefallen. Hinzu kommt noch eine schon längerfristig erkrankte Mitarbeiterin.

Nur noch zwei Fachkräfte für 55 Kinder

Für die verbliebenen zwei Fachkräfte der Einrichtung an der Friedhofstraße sei es nicht möglich, die bis zu 55 Kinder allein zu betreuen. „In Abstimmung mit dem Landesjugendamt und natürlich den Eltern müssen wir deshalb in dieser Woche die Zahl der zu betreuenden Kinder auf maximal 33 reduzieren“, erklärt Sebastian Laaser. „Wir bedauern das sehr, aber leider geht es nicht anders.“

Die beiden anderen Einrichtungen der AWO in der Gemeinde können auch nicht helfen, wie Laaser meint: Die Kita Sonnenschein befindet sich gerade mitten im Umzug. Verschärfend kommt auch noch die Corona-Situation hinzu, in der die Kita gehalten sind, die Kinder in festen Gruppen zu betreuen. Wie lange dieser Ausnahmezustand bei den Wühlmäusen noch anhalten wird, kann der AWO-Sprecher nicht sagen: „Wir bemühen uns aber, eine Lösung wenigstens für die dringendsten Fälle zu finden“, verspricht Sebastian Laaser.  

AWO-Kita Wühlmäuse


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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