Der Beweis: In Bangkok hat Volker Schütte wirklich am Steuer eines Tuk-Tuk-Busses gesessen. Auch auf der noch fast leeren Liste füpr den Bürgerbus in Holzwickede hat sich der Hengser Ortsvorsteher eingetragen. (Foto: privat)

Hengser Ortsvorsteher schwärmt von Urlaubsbekanntschaft: „Tuk-Tuk“ besser als gar kein Bürgerbus

Der Beweis: In Bangkok hat Volker Schütte wirklich am Steuer eines Tuk-Tuk-Busses gesessen. Auch auf der noch fast leeren Liste füpr den Bürgerbus in Holzwickede hat sich der Hengser Ortsvorsteher eingetragen. (Foto: privat)

Volker Schütte, der Ortsvorsteher von Hengsen, ist ein großer Fan des Bürgerbusses: Die Idee, die Anbindung der beiden Ortsteile Hengsen und Opherdicke an die Ortsmitte durch einen Bürgerbus zu verbessern, begrüßt er genauso wie der Ortsvorsteher von Opherdicke, Frank Markowski. Darum kann es kaum verwundern, dass Schütte, der kurz vor der Pandemie in Asien unterwegs war, von einem ganz besonderen Beförderungsmittel dort sofort begeistert war: dem Tuk-Tuk-Bus.

„So eine Großraumrikscha wäre auch für unsere Gemeinde ideal“, schwärmt er. „Besonders in den etwas wärmeren Monate dürfte so ein Tuk-Tuk-Bus auf dem Haarstrang, im Ruhrtal sowie im Herzen unserer Emscherquellgemeinde zu einem absoluten Eye-Catcher werden. So ein Tuk-Tuk ist sehr wendig, aufgrund ihrer Ausmaße auch für die schmalen Straßen unserer beiden Bergdörfer bestens geeignet und wird sogar mit einem Elektromotor angeboten, der auch auf der steilen Mühlenstraße in Opherdicke nicht schlapp machen wird.“

Ernster Hintergrund: Wenig Interesse an Bürgerbus

Natürlich weiß Volker Schütte, dass solche Gedankenspiel wenig realistisch sind. Doch er ist überzeugt: „So ein Tuk-Tuk-Bus, der acht Fahrgäste aufnehmen kann, würde speziell bei den Rundfahrten durch das knapp 23 km² große Gemeindegebiet, mit möglichen Haltepunkten etwa am Haus Opherdicke, am Hengser Kreisel, an der Emscherquelle, am Marktplatz, an der Schönen Flöte sowie im Eco Port, sehr schnell ausgebucht sein.“

Allerdings haben solche Gedankenspiele des Hengser Ortsvorstehers, die eigentlich auch Stoff für einen guten Aprilscherz böten, auch einen ernsten Hintergrund: Denn in Holzwickede gibt es bekanntlich tatsächlich seitens der Politik und Gemeindeverwaltung schon länger intensive Bemühungen, einen ehrenamtlichen Bürgerbusverein zu gründen. Ins Rollen ist der Bus allerdings noch nicht gekommen – auch mangels einer ausreichenden Zahl von Fahrerinnen und Fahrer.

In der Nachbarstadt Fröndenberg rollt ein Bürgerbus dagegen schon seit 1998 über die Straßen der Ruhrstadt und schließt speziell in den dünn besiedelten Bereichen die Lücken im Nahverkehrsnetz.

Zu wenig Fahrer, zu viele Auflagen

Warum es Holzwickede nicht so gut funktioniert, darüber rätselt auch Volker Schütte. Er ist übrigens einer der sich auf der ansonsten leeren Liste der Bürgerbusfahrer in Holzwickede eingetragen hat. „Natürlich haben sich bisher viel zu wenig Fahrerinnen und Fahrer gemeldet“, meint Schütte. Einen ordentlichen Dämpfer hat das bürgerschaftliche Engagement aber auch dadurch bekommen, dass der Bürgerbus nicht so verkehren darf, wie sich viele Bürger das vielleicht am Anfang vorgestellt haben. Und auch der Fahrpreis könnte nur mit Hilfe von Sponsoren günstiger gestaltet werden als die normalen VKU-Preise.

Kein Wunder also, dass Volker Schütte nach seiner Fahrt mit dem farbenfrohen Flitzer durch Bangkok regelrecht ins Schwärmen geraten ist und auch in der Emschergemeinde am liebsten einen Tuk-Tuk-Bus einsetzen würde – ganz besonders am 1. April.   

Bürgerbus


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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