Gemeinsam Durchstarten im Kreis Unna: Mehr Teilhabe für junge Geflüchtete

Vor­schau im neuen Tab

Das Kom­mu­nales Inte­gra­ti­ons­zen­trum (KI) ist die geschäfts­füh­rende Stelle, die die Arbeit in dem Pro­jekt koor­di­niert.

Jungen Geflüch­teten mit Dul­dung oder Auf­ent­halts­ge­stat­tung im Alter von 18 bis 27 Jahren mehr Teil­habe am gesell­schaft­li­chen Leben, an Qua­li­fi­zie­rung, Aus­bil­dung und Arbeits­markt zu ermög­li­chen – das ist das Ziel des Pro­jekts „Gemeinsam Durch­starten im Kreis Unna“. Zuletzt hat der Kreis im Juni 2020 die Teil­ha­be­ma­nager vor­ge­stellt – ein Bau­stein des Pro­jekts. Jetzt hat der Kreistag die Ver­gabe vier wei­terer Bau­steine bestä­tigt. 

Das Kom­mu­nale Inte­gra­ti­ons­zen­trum Kreis Unna (KI) ist die geschäfts­füh­rende Stelle, die die Arbeit im Pro­jekt koor­di­niert. Umge­setzt werden die ein­zelnen Bau­steine von Wohl­fahrts­ver­bänden und Bil­dungs­trä­gern vor Ort. Ver­geben wurde die Arbeit an den Bau­steinen 1 bis 4. Diese Bau­steine ver­folgen alle ein Ziel: Der Ziel­gruppe bes­sere Qua­li­fi­zie­rungs­mög­lich­keiten zu geben. Gelingen soll das mit den Bau­steinen „Coa­ching“, „Berufs­be­glei­tender Qua­li­fi­zie­rung /​Sprach­för­de­rung“, „Nach­träg­li­cher Erwerb Haupt­schul­ab­schluss“ sowie „Schul‑, aus­bil­dungs- und berufs­vor­be­rei­tende Kurse“:

Coaching

Die Trainer – auch Coa­ches genannt – beraten und unter­stützen beim Thema Berufs­ori­en­tie­rung und Arbeits­markt­in­te­gra­tion, sie helfen Qua­li­fi­zie­rungs- und Aus­bil­dungs­ab­brüche zu ver­hin­dern. Und sie „empowern“ – das heißt, sie zeigen Fähig­keiten und Res­sourcen der Teil­nehmer auf. Den Zuschlag für das Coa­ching haben das Mul­ti­kul­tu­relle Forum e. V. für die nörd­li­chen und mitt­leren Kreis­kom­munen sowie In Via Unna e. V. für die süd­li­chen Kreis­kom­munen erhalten.

Berufsbegleitende Qualifizierung /​Sprachförderung

Der Bau­stein richtet sich an Gedul­dete und Gestat­tete, die sich bereits in Arbeit, Aus­bil­dung oder einem Prak­tikum befinden. Wenn Arbeit­geber zusätz­li­chen Lern­be­darf zum Bei­spiel in Bezug auf Sprache, EDV-Kennt­nisse oder andere Inhalte fest­stellen, können arbeits­platznah Qua­li­fi­zie­rungen umge­setzt werden. Den Zuschlag hat das Mul­ti­kul­tu­relle Forum e. V. erhalten.

Nachträglicher Erwerb Hauptschulabschluss

Der Haupt­schul­ab­schluss ist in der Regel der erste Schritt zur Aus­bil­dung. Das Wei­ter­bil­dungs­kolleg Unna und die Werk­statt im Kreis Unna GmbH wurden aus­ge­wählt, ent­spre­chende Kurse für junge Gedul­dete und Gestat­tete durch­zu­führen.

Schul‑, ausbildungs- und berufsvorbereitende Kurse

Sprach­för­de­rung mit der Vor­be­rei­tung auf Aus­bil­dung und Arbeits­markt ver­binden – das wird in Bau­stein vier umge­setzt. Das Mul­ti­kul­tu­relle Forum e. V. öffnet Jugend­in­te­gra­ti­ons­kurse des Bun­des­mi­ni­ste­riums für Migra­tion und Flücht­linge für die Ziel­gruppe. Die Werk­statt im Kreis Unna GmbH bietet aus­bil­dungs- und berufs­vor­be­rei­tende Kurse an. Hier können sich die jungen Geflüch­teten prak­tisch in ver­schie­denen Gewerken aus­pro­bieren. Zur Umset­zung der Bau­steine 1 bis 4 standen rund 1,13 Mil­lionen Euro bereit. 80 Pro­zent der Kosten werden über Zuwen­dungen des Landes NRW gedeckt (rund 922.000 Euro), 20 Pro­zent steuert der Kreis bei. PK | PKU


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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