Die Raupe des Eichen-Prozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) - (Foto: Accipiter by Wikipedia CC-SA 3.0)

Gemeinde informiert über Eichen-Prozessionsspinner in Holzwickede

Die Raupe des Eichen-Prozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) - (Foto: Accipiter by Wikipedia CC-SA 3.0)
Die Raupe des Eichen-Prozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) – (Foto: Accipiter by Wikipedia CC-SA 3.0)

Der Eichen-Prozessionsspinner ist ein Nachtfalter, welcher sich bevorzugt in warmtrockenen Regionen aufhält und Eichenbestände für die Eiablage im Spätsommer bevorzugt. Milde Frühjahrsmonate und trockene Wetterlagen begünstigen die Verbreitung des Nachtfalters, der im Raupenstadium Allergien auslösen kann. Aufgrund der Klimaveränderungen breitet sich der Eichen-Prozessionsspinner immer stärker in Deutschland aus – auch in der Gemeinde Holzwickede.

Im Gemeindegebiet sind Anfang Juni erstmals Raupen und Nester des Eichen-Prozessionsspinners gemeldet worden. Die Gemeindeverwaltung geht allen gemeldeten Verdachtsfällen nach, insbesondere an öffentlichen Plätzen mit viel Publikumsverkehr sowie im Bereich von Schulen und Kindergärten wird der Befall mit besonderem Augenmerk bekämpft.

Worin besteht die Gefahr? Die Raupen schlüpfen bis Anfang Mai und durchlaufen bis zur Verpuppung Ende Juni/Anfang Juli sechs Entwicklungsstadien. Gefährlich sind die mikroskopisch kleinen sogenannten „Brennhaaren“, diese werden ab dem 3. Larvenstadium (ab Ende Mai) zum Schutz vor Fressfeinden ausgebildet. Sie enthalten ein Nesselgift (Thaumetopoein), welches bei Hautkontakt oder beim Einatmen zum Teil heftige allergische Reaktionen auslösen kann. Auch nach dem Schlüpfen der Falter im August können die Brennhaare, welche in den Nestern zurückbleiben, weiterhin gefährlich sein.

Bisher bekannte Standorte

So sehen die an einem Baum klebenden Nester der Eichen-Prozessionsspinnerraupen aus. (Foto: Gemeinde Holzwickede)
Das an einem Baum klebende Nest der Eichen-Prozessionsspinnerraupen. (Foto: Gemeinde Holzwickede)

Die nachstehenden Standorte sind der Gemeindeverwaltung bekannt, die befallenen Bäume sind entsprechend markiert:

  • 5. Juni 2019: eine Eiche auf dem Schulhof des Schulzentrums Opherdicker Straße. Befall beseitigt.
  • 19. Juni 2019: mehrere Eichen entlang der Straße Oelpfad (Abschnitt zwischen Wasserstraße und B1). Fachfirma beauftragt.
  • 24./ 26. Juni 2019: zwei Eichen in der Friedhofstraße. Fachfirma beauftragt.
  • 25. Juni 2019: eine Eiche auf dem Parkplatz der Rausinger Halle. Fachfirma beauftragt.
  • 26. Juni 2019: eine Eiche auf dem Schulgelände der Paul-Gerhardt-Schule. Fachfirma beauftragt.
  • 27. Juni 2019: zwei Eichen an der Haarstrang- Sportanlage in Opherdicke. Fachfirma beauftragt.

Empfohlende Vorsichtsmaßnahmen

Vorsorglich weist die Gemeindeverwaltung auf die nachstehenden Vorsichtsmaßnahmen hingewiesen:

  • Vermeidung befallener Gebiete und ggf. abgesperrter Bereiche.
  • Sofern der Aufenthalt in befallenen Gebieten unabdingbar ist sollten alle Körperflächen (Nacken, Hals, Arme und Beine) durch Kleidung bedeckt werden.
  • Jeglichen Kontakt mit Raupen und Gespinst vermeiden.
  • Nach dem Kontakt mit giftigen Raupenhaaren sofortiger Kleiderwechsel, Duschbad und Haarwäsche.
  • Kleidung bei 60 °C mit viel Wasser waschen, um das Nesselgift der Raupenhaare zu vernichten/auszuspülen.
  • Verzicht auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen an befallenen Bäumen.
  • Bekämpfung nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen.
  • Bei Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden einen Arzt aufsuchen und auf den Raupenkontakt hinweisen.

Die Symptome können durch Medikamente gelindert werden. Bürger, die auf öffentlichen Wegen und Plätzen in der Gemeinde Eichen-Prozessionsspinnerraupen feststellen, sollten den Befall beim Holzwickeder Ordnungsamt unter Tel. 91 52 07 oder per Email an t.doennges@holzwickede.de melden.

Eichen-Prozessionsspinner

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