Der Bereich Abwasserbeseitigung ist hauptsächlich verantwortlich für die Kostensteigerungen im Gebührenhaushalt. (Foto: stux - CC0 Creative Commons)

Gebühren 2020 weitgehend stabil: Zweite Miete steigt nur moderat für Haushalte

Der Bereich Abwasserbeseitigung ist hauptsächlich verantwortlich für die Kostensteigerungen im Gebührenhaushalt. (Foto: stux - CC0 Creative Commons)
Der Bereich Abwas­ser­be­sei­ti­gung ist haupt­säch­lich ver­ant­wort­lich für die Kosten­stei­ge­rungen im Gebüh­ren­haus­halt. (Foto: stux – CC0 Crea­tive Com­mons)

Die wich­tig­sten Gebühren für die Holzwickeder Haus­halte, die soge­nannte „Zweite Miete“, bleiben im näch­sten Jahr weit­ge­hend stabil. Mit einer jähr­li­chen Mehr­be­la­stung von 38,06 Euro (= +3,97 Pro­zent) fällt die finan­zi­elle Mehr­be­la­stung für einen Vier-Per­sonen-Muster­haus­halt noch relativ moderat aus. Die neuen Gebüh­ren­sat­zungen standen am Don­ners­tag­abend (5.12.) auch im Haupt- und Finanz­aus­schuss auf der Tages­ord­nung. Beschlossen werden sie in einer Woche im Gemein­derat zusammen mit dem Haus­halt 2020.

Der Gesetz­geber schreib vor, dass die Gebüh­ren­haus­halte sind kosten­deckend zu kal­ku­lieren. Ein­nahmen (Gewinne) darf die Gemeinde in den Gebüh­ren­haus­halten nicht erzielen. Kosten (Ver­luste) müssen umge­legt werden. Steigen die Gebühren, geht das also stets auf Kosten­stei­ge­rungen zurück.

Wie Peter Knapp (Fach­be­reich Finanzen) und der stell­ver­tre­tender Käm­merer Andreas Hein­rich vor der Sit­zung erläu­terten, gehen die Preis­stei­ge­rung in den Gebüh­ren­haus­halten allein auf die Abwas­ser­be­sei­ti­gung zurück. Bei der Abfall­be­sei­ti­gung und der Stra­ßen­rei­ni­gung bleiben die Gebühren unver­än­dert oder sinken sogar.

Abwasserbeseitigung

Die Gebühr für die Abwas­ser­be­sei­ti­gung berechnet sich a) aus der ver­sie­gelten Fläche in qm (Nie­der­schlags­ge­bühr) sowie b) dem Frisch­was­ser­ver­brauch in cbm (Schmutz­was­ser­ge­bühr)

Im neuen Jahr wird die Nie­der­schlags­ge­bühr auf 1,30 Euro/​qm steigen (alt: 1,25 Euro/​qm). Die Schmutz­was­ser­ge­bühr steigt auf 3,24 Euro/​cbm (alt: 3,01 Euro/​cbm). Das ent­spricht einer Ver­än­de­rung bei der Nie­der­schlags­ge­bühr von +4 Pro­zent und bei der Schmutz­was­ser­ge­bühr von +7,64 Pro­zent.

Neben höheren Sach­ko­sten und gestie­genen Ver­bands­um­lagen (EGLV) ist diese Kosten­stei­ge­rung über­wie­gend haus­ge­macht, wie Peter Knapp erläu­terte: „Wir haben in der Ver­gan­gen­heit Gut­haben ange­sam­melt, um Sanie­rungen durch­zu­führen, die dann aber nicht erfolgt sind. Das hatte zur Folge, dass die Abwas­ser­ge­bühren in der Ver­gan­gen­heit recht niedrig aus­ge­fallen sind.“ Doch jetzt, wo das finan­zi­elle Pol­ster auf­ge­zehrt ist, und wieder mehr in die Abwas­ser­be­sei­ti­gung inve­stiert werden muss, ist die Kosten­stei­ge­rung nicht mehr auf­zu­fangen und muss wei­ter­ge­geben werden.

Abfallbeseitigung

Die Rest­müll­ge­bühren bleiben gänz­lich unver­än­dert im neuen Jahr. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Bei der Abfall­be­sei­ti­gung bleiben die Gebühren für die grauen Rest­müll­tonnen gänz­lich unver­än­dert. Zwar gab es hier eine leichte Kosten­stei­ge­rung, so Peter Knapp, „die wir aber kom­pen­sieren konnten“. Die Gebühren für die der Bio­tonnen können sogar gesenkt werden (-1,58 Pro­zent). „Ganz ein­fach, weil wir mehr grüne Tonnen draußen haben als im Vor­jahr“, so Knapp.

Straßenreinigung

Hier konnten die Gebühren in Anlie­ger­straßen eben­falls auf 1,61 Euro/​m gesenkt werden. Für Haupt­er­schlie­ßungs­straßen werden 1,43 Euro/​m fällig, an Haupt­ver­kehrs­straßen 1,26 Euro/​m und in Straßen, die nur den Win­ter­dienst in SAn­spruch nehmen. 0,29 Euro/​m.

Hier macht sich unsere gute neue Kehr­ma­schine bezahlt“, begründet Knapp die Sen­kung. Die neue Maschine sei weniger repa­ra­tur­an­fällig und effek­tiver.

Kosten Musterhaushalt

Für den Vier-Per­sonen-Muster­haus­halt stellt sich die Bela­stung nach den neuen Gebühren wie folgt dar:

(Quelle: Gemeinde Holzwickede Fb III Finanzen)
(Quelle: Gemeinde Holzwickede Fb III Finanzen)

Weitere Gebühren

Die Markt­ge­bühren bleiben unver­än­dert. Auch im neuen Jahr werden die Markt­händler mit einer Stand­ge­bühr von 1,10 Euro/​qm, min­de­stens aber mit 2,20 Euro zur Kasse gebeten.

Auch die Gebühren für die Ent­sor­gung der Grund­stücks­ent­wäs­se­rungs­an­lagen (Fäka­li­en­ge­bühr) in den Außen­be­zirken sinkt ab Januar auf 38 Euro/​cbm. Die Anlagen in den Außen­be­zirken werden zwar immer weniger. Durch einen Wechsel des Ent­sor­gers konnten aber die Kosten um rd. 850 Euro gesenkt werden.

Gebührenhaushalte


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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