Die Namensgebung der traditionsreichen Nordschule wird derzeit öffentlich heiß diskutiert. Friedhelm Klemp, Ratsherr der Grünen, sieht allerdings andere Gründe als den Nam,en für die geringen Anmeldezahlen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Friedhelm Klemp: Name der Nordschule nicht für Anmeldezahlen verantwortlich

Die Namensgebung der traditionsreichen Nordschule wird derzeit öffentlich heiß diskutiert. Friedhelm Klemp, Ratsherr der Grünen, sieht allerdings andere Gründe als den Nam,en für die geringen Anmeldezahlen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Namensgebung der traditionsreichen Nordschule wird derzeit öffentlich heiß diskutiert. Friedhelm Klemp, Ratsherr der Grünen, sieht allerdings andere Gründe als den Nam,en für die geringen Anmeldezahlen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Der Vorschlag der Veraltungsspitze, die 131 Jahre alte Nordschule umzubenennen, wird weiter öffentlich kontrovers diskutiert. In dieser Diskussion meldet sich jetzt auch Friedhelm Klemp, langjähriges Ratsmitglied der Grünen, zu Wort. Er sieht andere Gründe als den Namen der Schule für die geringen Annmeldezahlen.

Zunächst stellt Friedhelm Klemp klar, dass über die Namensgebung für die traditionsreiche Grundschule der Schulträger, also die Gemeindeverwaltung, in Abstimmung mit der Politik entscheidet. „Entscheidende Meinungsträger sind für mich aber die Schulpflegschaft, die Schulkonferenz und das Kollegium der Schule, die ja auch alle den Namen mittragen und ihn leben und umsetzen müssen.“

Zweite Kita im Norden fehlt

Friedhelm Klemp (Die Grünen). (Foto: privat)
Friedhelm Klemp (Die Grünen). (Foto: privat)

Ohne sich für oder gegen einen neuen Namen für die Nordschule auszusprechen, erinnert Friedhelm Klemp daran, dass der Grund für die Überlegungen, der Nordschule einen neuen Namen zu geben, die geringen Anmeldezahlen dort sind. Allerdings sei nicht der Namen der Schule entscheidend für die geringen Anmeldezahlen.

Vielmehr gebe es andere Gründe dafür, betont Klemp und benennt diese Faktoren auch: „Es fehlt eine zweite feste Kindertagesstätte im Norden der Gemeinde.“ Eine zweite Kita würde eine ständige Zusammenarbeit mit der Nordschule und auch dem Treffpunkt Villa gewährleisten. „Gleichzeitig würde so eine stärkere Identifizierung der Eltern mit dem nördlichen Ortsteil entstehen, die dann auch einen stärkeren Bezug zur Schule aufbauen könnten“, glaubt Friedhelm Klemp.

Ein „weiterer wichtiger Faktor“ ist für Klemp: „Im Gegensatz zu den anderen drei Grundschulen hatte die Nordschule keine Kontinuität in der Schulleitung. Nach der Pensionierung von Sigrid Rissiek als Schulleiterin war die Stelle lange unbesetzt und ist in der Zwischenzeit auch schon dreimal neu besetzt worden.“

Keine Kontinuität in der Schulleitung

Klemp, der bis zu seiner Pensionierung 36 Jahre lang als Schulsozialarbeiter an der Gesamtschule Fröndenberg tätig war, weiß aus Erfahrung: „Jede Schulleitung hat eine pädagogische Philosophie und, was ganz wichtig ist: Sie muss eine Repräsentanz und Verbundenheit mit dem Ort der Schule aufbauen.“ Dafür habe die neue Schulleiterin der Nordschule, Claudia Paulo, „eigentlich wenig Zeit gehabt“.  Dieser Unterschied sei im Vergleich zu den anderen Grundschulen schon auffällig, so Klemp weiter. „Denn die pädagogische Arbeit des Kollegiums an der Nordschule ist, wie auch an den anderen Schulen, sehr bemerkenswert.“

Hauptschule positives Beispiel für Namensgebung

Dass eine Namensgebung aber auch Sinn machen kann, wenn sie aktiv mit der Person der Paton oder des Paten gelebt werden kann, zeigt nach Ansicht von Klemp das Beispiel der Josef-Reding-Schule. „Ich persönlich habe mich damals für eine Gesamtschule eingesetzt“, erinnert er. „In der heißen Diskussionsphase konnte die Hauptschule dann den Schriftsteller Josef Reding für sich als Paten gewinnen. Das hat zu einer großen Aufmerksamkeit geführt.“  Der Dortmunder Schriftsteller Josef Reding hat sich allerdings auch sehr mit der Holzwickeder Hauptschule identifiziert und sei in all den Jahren „ein großer Gewinn für die Schule und als Repräsentant auch für die Gemeinde“ gewesen.

„Eine lebende Persönlichkeit mit pädagogischer oder sozialer Zielrichtung könnte sicher auch ein Gewinn für die Nordschule und unsere Gemeinde sein“, glaubt deshalb Friedhelm Klemp und rät. „Warten wir mal die Namensvorschläge ab.“

Namensgebung, Nordschule


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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