Freundeskreis-Vorsitzender Jochen Hake, hier bei der Eröffnung des 66. Bundeskongresses der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften (VDFG), ist am Wochenende zum neuen Präsidenten des Bundesverbandes gewählt worden. (Foto: privat)

Freundeskreis-Vorsitzender Jochen Hake neuer Präsident des Bundesverbandes Deutsch-Französischer Gesellschaften

Freundeskreis-Vorsitzender Jochen Hake, hier bei der Eröffnung des 66. Bundeskongresses der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften (VDFG), ist am Wochenende zum neuen Präsidenten des Bundesverbandes gewählt worden. (Foto: privat)
Freundeskreis-Vorsitzender Jochen Hake, hier bei der Eröffnung des 66. Bundeskongresses der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften (VDFG), ist am Wochenende zum neuen Präsidenten des Bundesverbandes gewählt worden. (Foto: privat)

Die Emschergemeinde war am vergangenen Wochenende auf dem im benachbarten Dortmund stattgefundenen 66. Jahreskongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften (VDFG) nicht nur stark vertreten. Holzwickede stellt seit Freitag (21.10.) im Freundeskreis-Vorsitzenden Jochen Hake auch den neuen Präsidenten des Bundesverbandes, der knapp 150 Mitgliedsgesellschaften unter einem Dach vereint. Hake wurde auf der Mitgliederversammlung am Freitag einstimmig zum Nachfolger von Dr. Margarete Mehdorn (Kiel) gewählt, die nicht wieder kandidierte.

Der Verband, der rund 18.000 Mitglieder im gesamten Bundesgebiet repräsentiert, versteht sich als Mittler und Schnittstelle im Bereich der deutsch-französischen Zivilgesellschaft zu Multiplikatoren, Entscheidungsträgern und Vertretern aus Diplomatie und Politik – und eben auch als wichtige Plattform für den Erfahrungsaustausch. Letzterer setzte sich dann auf dem Kongress mit dem interessanten Titel „Europa im Kopf und im Herzen – was uns verbindet, was uns trennt“ fort.

150 Kongressteilnehmer waren zusammengekommen, um diesen Fragen nachzugehen. Eine spannende Podiumsdiskussion, u.a. mit den Schriftstellern Michal Hvorecky und Olivier Guez, ging den Arbeitskreisen voraus, die sich mit Fragen beschäftigten, wie man das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl in der Zivilgesellschaft stärken kann oder wie Beiträge zu Völkerverständigung und Frieden in 2022 aussehen könnten.

Holzwickede stark vertreten auf Bundeskongress

Holzwickede war mit sieben Teilnehmern (Bild) beim 66. Jahreskongress der VDFG stark vertreten. (Foto: privat)
Holzwickede war mit sieben Teilnehmern (Bild) beim 66. Jahreskongress der VDFG stark vertreten. (Foto: privat)

Holzwickede hatte dabei Gelegenheit, in einem auf die Praxis ausgerichteten Arbeitskreis das gemeinsam mit Louviers betriebene Projekt zur gemeinsamen Erinnerungskultur vorstellen zu können. Dazu war Projektleiter Klaus-Dieter Diekmann und Freundeskreis-Vize zusammen mit Nina und Sarah Schmits eingeladen, von den bisherigen Erfahrungen zu berichten. Dies stieß auf breiteres Interesse bei den Besuchern des Workshops. Insgesamt war Holzwickede sowieso zahlenmäßig mit sieben Kongressteilnehmern gut vertreten – die räumliche Nähe hatte sicher ihren Anteil daran.

Ein besonderer Höhepunkt war in diesem Jahr die Verleihung des Elsie-Kühn-Leitz-Preises – benannt in Erinnerung an die Gründerin des Bundesverbandes im Jahr 1957. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis war 2022 der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, die erst nach dem Vertrag von Aachen (2019) neu gegründet worden ist, aber bereits respektable Erfolge im Zusammenwirken beider Parlamente zwischen Berlin und Paris erreichen konnte.

Elsie-Kühn-Leitz-Preis verliehen

Ein Höhepunkt des Kongresses war die Verleihung des Elsie-Kühn-Leitz-Preises am Sonntag. (Foto: privat)
Ein Höhepunkt des Kongresses war die Verleihung des Elsie-Kühn-Leitz-Preises am Sonntag. (Foto: privat)

Aber auch die beiden ersten Co-Vorsitzenden Dr. Christophe Arend aus Frankreich und Andreas Jung (MdB, Berlin) waren wegen ihrer besonderen Verdienste in den Preis einbezogen. Die Preisverleihung fand Sonntagmorgen in einem feierlichen Festakt im Orchesterzentrum NRW in Anwesenheit von Chantal Kopf (MdB, Berlin) und Brigitte Klinkert (Abgeordnete Paris, Ministerin a.D.) in Dortmunds City statt.

Ein deutliches Zeichen ging sowohl von diesem Festakt als auch vom Kongress selbst aus: Europa ist ohne den deutsch-französischen Motor undenkbar, ein einiges Europa ist in den jetzigen Krisensituationen unverzichtbar und alle sind aufgerufen, auf sämtlichen Ebenen, vor allem an der bürgerschaftlichen Basis dafür weiter zu arbeiten.

Geprägt war dieses deutsch-französische Wochenende in Dortmund zusätzlich durch den Besuch einer Delegation aus der Partnerstadt Amiens zum 60. Geburtstag des Bestehens der Partnerschaft. Die Gäste aus Amiens nahmen an der Eröffnung des Kongresses ebenso teil wie Jochen Hake als neuer VDFG-Präsident beim Festakt der Stadt Dortmund aus diesem besonderen Anlass.

Freundeskreis, Jochen Hake

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