Flugreisende aus Risikoländern können sich am morgen (25. Juli) in einem Corona-Testzentrum im Dortmunder Flughafen testen lassen. ((Foto: Dortmund Airport)

Flughafen Dortmund bekommt eigenes Corona-Testzentrum

Flugreisende aus Risikoländern können sich am morgen (25. Juli) in einem Corona-Testzentrum im Dortmunder Flughafen testen lassen. ((Foto: Dortmund Airport)
Flug­rei­sende aus Risi­ko­län­dern können sich am morgen (25. Juli) in einem Corona-Test­zen­trum im Dort­munder Flug­hafen testen lassen. ((Foto: Dort­mund Air­port)

Flug­rei­sende aus Risi­ko­ge­bieten können sich am Flug­hafen Dort­mund kostenlos testen lassen. Das NRW-Gesund­heits­mi­ni­ste­rium richtet in Zusam­men­ar­beit mit den Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gungen Nord­rhein und West­falen-Lippe ein Corona-Test­zen­trum im Dort­munder Flug­hafen ein. Auch an den Flug­häfen Düs­sel­dorf und Münster/​Osnabrück werden Test­zen­tren ein­ge­richtet.

Wie das Mini­ste­rium heute (24. Juli) weiter mit­teilt, erhalten Flug­rei­sende aus den vom Robert Koch-Institut ver­öf­fent­lichten Risi­ko­ge­bieten in den Test­zen­tren die Mög­lich­keit, sich kostenlos testen zu lassen. Die Test­zen­tren an den Flug­häfen Düs­sel­dorf und Dort­mund nehmen bereits am mor­gigen Samstag (25. Juli) ihre Arbeit auf. Der Start des Test­zen­trums am Flug­hafen Münster/​Osnabrück ist für kom­menden Dienstag (28.Juli) geplant. Am Flug­hafen Köln/​Bonn plant die Lan­des­re­gie­rung, das bis­lang von der Stadt Köln und der Johan­niter Unfall­hilfe betrie­bene Test­zen­trum ein­zu­binden.

Die Test­zen­tren werden an allen nord­rhein-west­fä­li­schen Flug­häfen mit
regu­lären Flug­ver­bin­dungen aus Risi­ko­ge­bieten ein­ge­richtet. Das ist ein
wei­terer wich­tiger Bau­stein, um die Wei­ter­ver­brei­tung des Coro­na­virus
ein­zu­dämmen – gerade in der Urlaubs­zeit“, erklärt Gesund­heits­mi­ni­ster Karl-Josef Lau­mann. „Ich danke allen Betei­ligten, die das so zügig, unbü­ro­kra­tisch und prag­ma­tisch ermög­licht haben – ins­be­son­dere den Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gungen und den Betrei­bern
der Flug­häfen.“

Ergebnis in der Regel nach drei Tagen online abrufbar

Dr. med. Frank Berg­mann, Vor­stands­vor­sit­zender der Kas­sen­ärzt­li­chen
Ver­ei­ni­gung Nord­rhein, sagt: „Gerne unter­stützen wir das NRW-Gesund­heits­mi­ni­ste­rium in Düs­sel­dorf bei dem Vor­haben, Rei­se­rück­keh­rern aus Risi­ko­ge­bieten direkt am Flug­hafen einen Coro­na­test anzu­bieten. Wir haben binnen weniger Tage in enger Abstim­mung mit dem
Mini­ste­rium und mit großer Unter­stüt­zung des Flug­ha­fens Düs­sel­dorf
die Vor­aus­set­zungen für Testungen in großer Zahl geschaffen. Zwei bis
drei Ärz­tinnen und Ärzte werden hier unter Ein­hal­tung der not­wen­digen
Schutz­maß­nahmen die Rei­senden par­allel abstrei­chen können. Die Proben gehen vier Mal am Tag direkt ins Labor. Die Rei­senden können in
der Regel inner­halb von drei Tagen online checken, wie der Test aus­ge­fallen ist.“

Mit der unmit­tel­baren Corona-Testung von Rei­se­rück­keh­rern aus Risi­ko­ge­bieten an den Flug­häfen tragen wir einen ent­schei­denden Teil zur
wei­teren Ein­däm­mung des Coro­na­virus in Deutsch­land bei. Gleich­zeitig
ermög­li­chen wir den Rei­se­rück­keh­rern – bei einem nega­tiven Test­ergebnis – eine häus­liche Qua­ran­täne erheb­lich zu ver­kürzen“, sagt Dr.
Volker Schrage, stell­ver­tre­tender Vor­stands­vor­sit­zender der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung West­falen-Lippe. „Dank der guten und unkom­pli­zierten Zusam­men­ar­beit mit den Flug­häfen in West­falen-Lippe ist uns ein schneller Aufbau der Test­zen­tren gelungen!“

Honorarärzte und Fachpersonal vor Ort

Die Test­zen­tren an den Flug­häfen Düs­sel­dorf, Dort­mund und Münster/​Osnabrück werden von den Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gungen orga­ni­siert. Hono­rar­ärz­tinnen und Hono­rar­ärzte sowie ent­spre­chendes medi­zi­ni­sches Fach­per­sonal führen dabei die Tests durch. Am Flug­hafen
Köln/​Bonn erfolgt die Orga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung der Tests zunächst wei­terhin durch die Johan­niter Unfall­hilfe. An allen vier Flug­häfen
werden zudem Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­lien des Mini­ste­riums für Arbeit, Gesund­heit und Soziales zur Ein­reise in Corona-Zeiten ver­teilt, die in vier
ver­schie­denen Spra­chen (Deutsch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Tür­kisch) erhält­lich sind (https://www.mags.nrw/coronavirus).

Gesund­heits­mi­ni­ster Lau­mann macht zudem noch­mals deut­lich, dass
alle Bür­ge­rinnen und Bürger die Vor­gaben der Coro­na­ein­rei­se­ver­ord­nung ein­halten müssen: „Die Rege­lungen sind für alle gesetz­lich ver­pflich­tend. Und jeder, der in ein Risi­ko­ge­biet reist, muss wissen, was er da tut. Ich erwarte daher von jedem, der in ein Risi­ko­ge­biet reist, dass er sich nach seiner Rück­kehr in Qua­ran­täne begibt oder ein nega­tives Test­ergebnis vor­weisen kann, das nicht älter als 48 Stunden ist. Mit den Test­zen­tren an den Flug­häfen schaffen wir hier auf Kosten der Soli­dar­ge­mein­schaft ein zusätz­li­ches Angebot. Wir alle müssen uns an die Regeln halten, damit wir gemeinsam das Virus so gut es geht bekämpfen können.“

HINTERGRUND:
An den Flug­häfen Düs­sel­dorf, Köln/​Bonn, Dort­mund und Münster/​Osnabrück landen nach aktu­ellem Kennt­nis­stand wöchent­lich mehr als 160 Flug­zeuge mit vor­aus­sicht­lich mehr als 15.000 Pas­sa­gieren aus Gebieten, die der­zeit vom RKI als Risi­ko­ge­biet aus­ge­wiesen sind. Die Liste der Gebiete wird vom RKI fort­lau­fend aktua­li­siert. Laut den Vor­gaben der nord­rhein-west­fä­li­schen Coro­na­ein­rei­se­ver­ord­nung sind Per­sonen, die aus dem Aus­land ein­reisen und sich inner­halb der letzten 14 Tage vor der Ein­reise in einem Risi­ko­ge­biet auf­ge­halten haben, ver­pflichtet, sich in Qua­ran­täne zu begeben und das zustän­dige Gesund­heitsamt zu infor­mieren. Von der Ver­pflich­tung aus­ge­nommen sind u. a. Per­sonen, die ein aktu­elles nega­tives Test­ergebnis vor­weisen können. Ver­stöße gegen diese Vor­schriften können als Ord­nungs­wid­rig­keiten im Sinne des Infek­ti­ons­schutz­ge­setzes geahndet und mit einer Geld­buße von bis zu 25.000 Euro belegt werden.

Corona-Testzentrum, Flughafen

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