Der KulurBürgerBus Kreis fährt ab 23. Januar aus der Ruhrstadt zur Veransaltungen im Haus Opherdicke. Für Kulturfreunde aus Unna, Schwerte und Dortmund fährt der Taxi-Bus T51 der VKU. (Foto: Hans-Ulrich Neuendorf)

Es wird ernst: Entscheidung über Gründung des Bürgerbusvereins

Beim Bürgerbus-System wird es nun ernst: Für die geplante Errichtung eines Bürgerbusses auf dem Holzwickeder Gemeindegebiet plant die Gemeindeverwaltung eine weitere Informationsveranstaltung. Ziel dieses erneuten Treffens soll es sein, eine abschließende Entscheidung über eine mögliche Gründung eines Bürgerbusvereines zu treffen. Die Veranstaltung findet Donnerstag, 4. November, um 17 Uhr im Forum des Schulzentrums statt.

Veranstaltung im Forum

Inhaltlich wird es seitens der Verwaltung einen kurzen Überblick über den aktuellen Planungsstand geben. Weiterhin werden die bis zum jetzigen Zeitpunkt interessierten möglichen Gründungsteilnehmer anwesend sein und über das weitere Verfahren beraten.

Gerne sind weitere Interessierte eingeladen, teilzunehmen und sich über eine mögliche Mitwirkung in
dem geplanten Verein zu informieren. Personen, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen können und noch nicht als Interessent aufgenommen wurden, können sich unter Tel. 02303 02301 9 152 01 melden.

Die Veranstaltung übermorgen findet nach den geltende Regeln der Coronaschutzverordnung statt (3G-Regel). Es wird gebeten, bei Einlass den Nachweis als geimpft, genesen oder getestet vorzulegen.

  • Termin: Donnerstag, 4. November, 17 Uhr, Forum Schulzentrum, Opherdicker Str. 44

(Anm.: In ihrer Pressemitteilung hatte die Gemeinde zunächst eine falsche Telefonnummer angegeben. Wir haben die Telefonnummer im Text korrigiert).

Bürgerbusverein, Informationsveranstaltung

Comments (5)

  • „Frage nicht, was die Stadt für dich tun kann; frage was du für die Stadt tun kannst“ – Das ist ein treffender Satz. Jedoch bin ich der Überzeugung, dass der ÖPNV eine hoheitliche Aufgabe sein sollte. Das Ehrenamt funktioniert nur solange es auch Ehrenamtler gibt. Derzeit ist die Vereinskultur nicht gerade in seiner Hochphase, viele Vereine suchen händeringend Aktive.

    Ich hoffe, dass sich meine Zweifel nicht in, sagen wir mal 5 Jahren, bestätigen werden.

  • Sehe es ähnlich. Einerseits ehrt es jeden, der sich ehrenamtlich engagieren wird und will. Auf der anderen Seite kann sich die Gemeinde, beziehungsweise der Kreis Unna mit der VKU, dann noch entspannter zurücklehnen.

    Guter ÖPNV kostet nun mal für den Träger. Und wenn man die Leute in den Bus bekommen möchte – und somit weg vom Auto – nützt es nichts, wenn hier nur einmal je Stunde ein Bus fährt und auch nur innerhalb der Woche tagsüber. Abend oder am Wochenende, wenn man privat was machen möchte, ist man total unspontan, weil man dem Bus hinterher telefonieren muss. Wenn man dann noch Pech hat, ist der Bus bereits ausgebucht. Auch schon erlebt.

    Wie gesagt: Habe großen Respekt vor dem Bürgerbus, wenn er kommt. Aber finde auch, dass das eigentlich von öffentlicher Seite angepackt werden sollte. Der Kreis Unna erzählt einem was vom sogenannten „Klimanotstand“, will aber für besseren ÖPNV keinen Cent mehr ausgeben – zumindest nicht in Holzwickede.

    Ebenfalls empfinde ich es als sehr schade, dass Holzwickede nicht Synergien mit der Nähe zur Großstadt Dortmund nutzt. Wieso ist man nicht mit einer Haltestelle am Netz vom Dortmunder Nachtexpress mit angeschlossen? Nein, stattdessen hält der Bus in Sölde oder Wickede kurz vor der Gemeindegrenze.

    • Nur zur Klarstellung: Finanzieren muss die Verbesserung des ÖPNV in Holzwickede in erster Linie die Gemeinde Holzwickede, nicht der Kreis Unna. Es liegt also nicht am Kreis Unna, wenn der ÖPNV in Holzwickede so ist, wie er ist. Der Zustand des ÖPNV in Holzwickede ist jedoch nicht allein eine finanzielle Frage, wie der jüngst gescheiterte Versuch, einen neue Buslinie im Norden einzuführen, gezeigt hat. Ein ÖPNV-Angebot muss auch angenommen, d.h. von mehr als einigen wenigen genutzt werden.

      • Das ist das berühmte Henne-Ei-Problem.

        Jahrelang hat man sich an an schlechten ÖPNV gewohnt und sein Leben daran ausgerichtet, sprich: man ist auf’s Auto umgestiegen. Die Verkehrswende ist nicht allein dadurch gemacht, ein paar Busse mehr zur Verfügung zu stellen, man muss lenkend eingreifen. Warum sollte jemand vom Auto in den Bus umsteigen, wenn er es so einfach hat, von Punkt A nach Punkt B zu gelangen, ohne noch einen Fußweg von und zur Haltestelle machen zu müssen?

        Ich weiß, das will kaum jemand hören, ich bin laut Vielen ein Öko-Träumer und Fahrrad-Nazi. Aber um den ÖPNV attraktiver zu machen, muss der motorisierte Individualverkehr etwas an seiner Attraktivität einbüßen. Weniger und kostenpflichtige Parkplätze sind da ein Instrument. Von den zu hohen Fahrpreisen des ÖPNV in NRW ganz zu schweigen. Zu letzterem wurde übrigens eine ADAC-Studie veröffentlicht, wonach wir einen besonders teuren ÖPNV haben.

        Das Ganze ist vergleichbar mit Obst und Gemüse im Supermarkt: wer kauft schon schiefe Karotten oder angedötschte Äpfel, wenn gleich nebenan tadellose Gegenstücke zum gleichen Preis liegen?

  • „too good to go“ Artikel kaufe ich durchaus. Aber wenn ich von Howi bis Kleistrasse 45min Bus fahren soll (je nach Uhrzeit eingequetscht stehend zwischen Schülern) und dann noch 4€ (ich weiß es auf den Cent nicht mehr) pro Fahrt zahlen soll…. Dann nehme ich mein Auto. Ich erkenne den Wunsch hinter dem Bürgerbus. Aber ob der dauerhaft angenommen wird bezweifle ich stark. Denn, wie o. G haben sich viele doch für das Auto entschieden. Die Idee der Mitfahrerbänke war ja auch ein Versuch….. Viele wussten nichtmal wofür die waren. Und wenn ich angehalten habe bekam ich zu 90% die Aussage „ich sitze hier nur“. Der Bürgerbus müsste beworben werden. Aushängen zb in den Senioreneinrichtungen. An den Kirchen etc. Sonst weiß wieder nmd wie es funktioniert und es wird tot geboren.

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