So wurde die Idee geboren: Schulleiter Magnus Krämer (l.) mit seinen Nachwuchsverkäufer und einer Kundin auf dem Marktplatz im Jahr 2017. Aus dem geliehenen Bauwagen verkauften die Kinder Honig aus der schuleigenen Imkerei. Nun möchte die Paul-Gerhardt-Schule einen eigenen Bauwagen anschaffen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Erweitertes Schulkonzept an der Paul-Gerhardt-Schule: Bauwagen soll Kindern ganz neuen Erlebnisraum bieten

So wurde die Idee geboren: Schulleiter Magnus Krämer (l.) mit seinen Nachwuchsverkäufer und einer Kundin auf dem Marktplatz im Jahr 2017. Aus dem geliehenen Bauwagen verkauften die Kinder Honig aus der schuleigenen Imkerei. Nun möchte die Paul-Gerhardt-Schule einen eigenen Bauwagen anschaffen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
So wurde die Idee geboren: Schulleiter Magnus Krämer (l.) mit seinen Nachwuchsverkäufer und einer Kundin auf dem Marktplatz im Jahr 2017. Aus dem geliehenen Bauwagen verkauften die Kinder Honig aus der schuleigenen Imkerei. Nun möchte die Paul-Gerhardt-Schule einen eigenen Bauwagen anschaffen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die Paul-Gerhardt-Schule (PGS) in Hengsen möchte ihr Schulkonzept durch die Anschaffung eines Bauwagens erweitern: Ein bislang ungenutzter Teil des Schulgeländes soll auf diese Weise neu erschlossen und mit dem Bauwagen ein neuer Lern- und Erlebnisraum hinzugewonnen werden. Zudem würde die Hengser Grundschule durch den Bauwagen mobiler. Die Kinder und ihre Lehrerinnen und Lehrer könnte so noch besser an Veranstaltungen und Aktionen im Gemeindegbiet teilnehmen und sich in der Gemeinde vernetzen. Zur Anschaffung des Bauwagens wurde nun eine besondere Spendenaktion ins Leben gerufen.

Mit der Idee, einen Bauwagen für schulische Zwecke zu nutzen, trägt sich das Kollegium um Magnus Krämer schon seit einigen Jahren. Angefixt wurde der Schulleiter durch die Holzwickederin Petra Rommerskirchen, die der Paul-Gerhardt-Schule im Jahr 2017 einen alten Bauwagen zur Verfügung gestellt hatte, aus dem die Kinder Honig aus der eigenen Schulimkerei verkaufen konnten (Emscherblog berichtete).

Idee schon 2017 geboren

Allerdings war der Bauwagen nur geliehen und Petra Rommerskirchen hat der Gemeinde inzwischen den Rücken gekehrt.  Wegen der wunderbaren Möglichkeiten, die so ein Bauwagen den Kindern und der ganzen Schulfamilie bieten kann, wurde die Idee, so einen Bauwagen anzuschaffen, nie ganz aufgegeben. „Seit einem Dreivierteljahr“, wurde laut Schulleiter Magnus Krämer dann immer ernsthafter verfolgt. „Wir hatten zunächst die Idee, einen Bauwagen über unseren Förderverein anzuschaffen“, so Krämer. Doch der Besuch bei einem der raren Händler dieser stilvollen Bauwagen in Dortmund stellte sich schnell heraus: „Ein Bauwagen, wie wir ihn benötigen, ist teuer. Unter 20.000 Euro ist da nichts zu machen“, so Krämer.

Damit ist klar: Der Förderverein allein könnte die Anschaffung nicht stemmen. „Die Summe ist viel zu hoch für den Förderverein – ganz zu schweigen von den laufenden Unterhaltungskosten, die auch noch dazu kämen. Schließlich können wir nicht alle Mittel des Fördervereins nur für dieses eine Projekt aufzehren“, ist dem Schulleiter klar.

Kinderlachen e.V. als Partner mit im Boot

Doch wer Markus Krämer kennt, weiß, dass der findige Schulleiter nie um eine kreative Idee verlegen ist. So auch in diesem Fall: Da die Paul-Gerhardt-Schule auch in der Vergangenheit schon mit dem Verein Kinderlachen e.V. kooperierte, der von dem Holzwickeder Marc Peine mitgegründet wurde, teilen sich Kinderlachen e.V. und die Paul-Gerhardt-Schule die Kosten nun für einen Bauwagen. Eine echte Win-win-Situation, wie sich Magnus Krämer freut: „Kinderlachen übernimmt auch die Versicherung und bietet uns ein Rund-um-sorglos-Paket. Dafür kann Kinderlachen den Wagen auch für eigene Zwecke nutzen. Der Bauwagen soll aber dauernd hier bei uns an der Schule stehen.“ Angeschafft werden soll nun ein „Schnellläufer“, so das heißt ein Bauwagen, der angehängt mit bis zu 80 km/h gezogen werden darf. „Damit kommt man ganz voran“, meint Krämer. „Der Treckerclub wird uns den Wagen ziehen, wenn wir damit irgendwo teilnehmen wollen, etwa am Weihnachtsmarkt, beim Quellfest oder einem Sportfest.“ Dafür ist die Paul-Gerhardt-Schule offizielles Mitglied der Schlüter und Schlepperfreunde geworden, verrät der Schulleiter.

Spendensammlung über Crowdfunding

Doch umsonst ist das Projekt natürlich immer noch nicht zu realisieren für den Förderverein. Benötigt werden etwa 15- bis 20.000 Euro. Deshalb hat die Schule ein Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) gestartet. Unterstützt wird die Spendensammlung von der Volksbank, die jede Spende verdoppelt – allerdings nur bis maximal 20 Euro. Deshalb wünscht sich Magnus Krämer möglichst viele 10-Euro-Spenden. „Natürlich hätten wir auch nichts dagegen, wenn jemand die ganze Summe spenden würde“, meint der Schulleiter verschmitzt. „Aber wenn jemand 50 Euro spenden will, würde die Volksbank maximal 20 Euro dazulegen und es kämen 70 Euro für uns zusammen. Bei fünf Einzelspenden  a‘ zehn Euro würde die Volksbank dagegen 50 Euro dazulegen und wir erhielten so insgesamt 100 Euro für das Projekt.“

Eigentlich wäre das Beispiel auch eine gute Rechenaufgabe für den Mathe-Unterricht der Grundschüler…

Immerhin 20 Prozent der Spendensumme ist bisher schon eingenommen worden. Wer sich näher über das Bauwagen-Projekt informieren möchte, kann dies auf der Internetseite der PGS  oder einem eigens für das Projekt erstellten Padlet tun, das unter diesem Link erreichbar ist. Wer sich dagegen näher über das Crowdfunding informieren und sich sogar beteiligen will, erreicht das Spendenportal der Volksbank unter diesem Link.

Bauwagen, Crowdfunding, Paul-Gerhardt-Schule


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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