Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners (Foto) beschäftigen die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder. Erste Vorkommen sind bereits bekannt. (Foto: Pixabay)

Erster Befall durch Raupen des Eichenprozessionsspinner in Holzwickede gemeldet

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners (Foto) beschäftigen die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder. Erste Vorkommen sind bereits bekannt. (Foto: Pixabay)
Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners beschäftigen die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder. Erste Vorkommen sind der Verwaltung bereits gemeldet worden.. (Foto: Pixabay)

In der vergangenen Woche ist der erste Befall durch Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) in Holzwickede an die Verwaltung gemeldet worden. Aus diesem Anlass informiert die Gemeinde Holzwickede noch einmal über mögliche Gefahren durch die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen Nachfalter, der sich bevorzugt in warmtrockenen Regionen aufhält. Seine Raupen schlüpfen bis Anfang Mai.

Dann beginnt die Prozession unzähliger Raupen im „Familienverband“ bis das letzte Larvenstadium erreicht ist und die Verpuppung etwa Ende Juni in den Gespinstnestern stattfindet. Gegen ihre natürlichen Feinde schützen sich die Raupen mit unzähligen, feinen Brennhaaren, die eine Gesundheitsgefahr für den Menschen darstellen können.

Klimaveränderung führt zu Ausbreitung nach Norden

Bedrohliches Nestgespinnst (roter Pfeil) an einer der befallenen Eichen am Schwarzer Weg in Hengsen. (Foto: privat)
Bedrohliches Nestgespinnst (roter Pfeil) an einer der befallenen Eichen am Schwarzer Weg in Hengsen. (Foto: privat)

Aufgrund der Klimaveränderungen breitet sich der Eichenprozessionsspinner immer stärker in Deutschland aus. Im Gemeindegebiet wurden Anfang Juni 2019 erstmals Raupen und Nester des Eichenprozessionsspinners gesichtet. Nachdem im ersten Jahr insgesamt 14 Standorte betroffen waren, hat sich der Befall im darauffolgenden Jahr 2020 bereits auf 28 verdoppelt. 2021 wurden dagegen 21 Standorte mit EPS-Raupen gemeldet.

Die Gemeindeverwaltung geht allen Verdachtsfällen nach. Insbesondere an öffentlichen Plätzen mit viel
Publikumsverkehr und längerer Aufenthaltsdauer sowie im Bereich von Schulen und Kindergärten wird der Befall mit besonderem Augenmerk bekämpft. An anderen Stellen werden die betroffenen Bereiche markiert und durch entsprechende Warnhinweise auf den Befall aufmerksam gemacht. Auf der Internetseite der Gemeinde werden zudem alle gemeldeten Standorte sowie der Bearbeitungsstand aufgeführt.

Worin besteht die Gefahr?

Gefährlich sind die mikroskopisch kleinen sogenannten „Brennhaaren“, diese werden ab dem dritten Larvenstadium (ab Ende Mai) zum Schutz vor Fressfeinden ausgebildet. Sie enthalten ein Nesselgift (Thaumetopoein), welches bei Hautkontakt oder beim Einatmen zum Teil heftige allergische Reaktionen auslösen kann. Auch nach dem Schlüpfen der Falter im August können die Brennhaare, welche in den Nestern zurückbleiben, weiterhin gefährlich sein.

Vorsichtsmaßnahmen

Die Gemeinde macht auf folgende Vorsichtsmaßnahmen aufmerksam:

  • Befallene Gebiete ggf. abgesperrte Bereiche meiden
  • Falls das nicht möglich ist: Alle Körperflächen (Nacken, Hals, Arme, Beine) durch Kleidung bedeckt halten
  • Jeglichen Kontakt mit Raupen und Gespinst vermeiden
  • Nach dem Kontakt mit giftigen Raupenhaaren sofortiger Kleiderwechsel, Duschbad und Haarwäsche
  • Kleidung bei 60⁰ mit viel Wasser waschen, um das Nesselgift der Raupenhaare auszuspülen
  • Verzicht auf Holzernte oder Pflegemaßnahmen der betroffenen Bäume
  • Bekämpfung nur durch Fachleute mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen
  • Bei Auftreten stärkerer gesundheitlicher Probleme einen Arzt aufsuchen und auf den Raupenkontakt hinweisen. Die Symptome können durch Medikamente gelindert werden

Bürger, die einen befall mit Eichenprozessionsspinner-Raupen in Holzwickede feststellen, sollten das mit Ortsangabe und ggf. Foto der Gemeindeverwaltung per E-Mail an eps@holzwickede.de oder telefonisch unter 91 54 14 (Tanja Flormann – Umwelt) oder 91 51 86 (Andrea Brune – Ordnungsamt) melden.

Eichenprozessionsspinner

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