Die Verlegung fünf weiterer Stolpersteine in Holzwickede findet im Februar 2019 statt: Stolperstein für den Holzwickeder Friedrich Ellerkmann. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Erinnerung an NS-Opfer: Weitere fünf Stolperstein werden im Oktober verlegt

Der Künstler Gunter Demnig wird am 9. Oktober weitere fünf Stolpersteine verlegen: Stolpersteinverlegung in der Sachsenstraße 5 zur Erinnerung an das NS-Opfer Heinrich Brune. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Der Künstler Gunter Demnig wird am 9. Oktober wei­tere fünf Stol­per­steine ver­legen: Stol­per­stein­ver­le­gung in der Sach­sen­straße 5 zur Erin­ne­rung an das NS-Opfer Hein­rich Brune. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

In der Gemeinde Holzwickede werden wieder Stol­per­steine zur Erin­ne­rung an lokale NS-Opfer ver­legt. Wie die VHS-Gruppe „Spu­ren­suche NS-Opfer Holzwickede“ mit­teilt, ist die nächste Ver­le­gung für Freitag (9. Oktober) ab 13.30 Uhr ter­mi­niert.

Wie bei den zurück­lie­genden beiden Ter­minen sollen auch im Oktober wieder fünf Ein­zel­steine ver­legt werden. Sie sollen an die KZ-Häft­linge Karl Weil (Les­sing­straße 4), Kaspar Lügger (Dürer­straße 18), Josef Kiel (Landweg 8) und Wil­helm Nissel ((Im Osten­dorf 3) sowie an den in den Tod getrie­benen Hein­rich Dulle (Mas­sener Straße 23) erin­nern.

Recher­chiert hat die VHS-Gruppe die Daten noch wei­terer Opfer, so dass im Prinzip die Ver­le­gung von mehr als fünf Stol­per­steinen mög­lich gewesen wäre, wie ihr Spre­cher Wil­helm Hoch­gräber erklärt. „Das hat der Künstler Gunter Demnig wegen des Tages­pro­gramms aber abge­lehnt.“

Begleitprogramm noch offen

Zusätz­lich ist es auch wieder ein Begleit­pro­gramm bei den ein­zelnen Stol­per­stein­ver­le­gungen geplant sowie anschlie­ßend ein Treffen von Ange­hö­rigen und inter­es­sierten Bür­gern. Vor­ge­sehen ist auch wieder eine Betei­li­gung von Mit­glie­dern der Aydaco-AG des Clara-Schu­mann-Gym­na­siums. In wel­chem Umfang wird sich aller­dings erst nach den Ferien ent­scheiden.

Die Ver­le­gung und die anschlie­ßenden Treffen finden selbst­ver­ständ­lich vor­be­halt­lich und im Rahmen der gel­tenden Corona-Schutz­ver­ord­nung statt, d.h. Mas­ken­pflicht und Ein­halten der Abstands­re­ge­lungen. Abge­sagt worden ist inzwi­schen eine zen­trale Gedenk­ver­an­stal­tung.

Schließ­lich ist der VHS-Gruppe dank gründ­li­cher Recherche ein pein­li­cher Fehler erspart geblieben: Denn für Alma Steinweg war eben­falls schon ein Stol­per­stein geplant. Aller­dings han­delt es sich bei der im Gedenk­buch des Bun­des­ar­chivs genannten ermor­deten Jüdin aus Holzwickede nicht um die Tochter des Maler­mei­sters Selig Steinweg (heute: Haupt­straße 44), son­dern eine Tochter des namens­glei­chen Han­dels­mannes Selig Steinweg.

Ersatztermin der Gedenkfeier für Bombenopfer steht fest

Durch Recher­chen von Ulrich Reit­inger konnte dieser nahe lie­gende Irrtum auf­ge­klärt werden. „Glück­li­cher­weise wurde für Alma Steinweg bisher kein Stol­per­stein ver­legt, da dieser an der Haupt­straße 44 an der fal­schen Stelle gelegen hätte“, so Wil­helm Hoch­gräber.

Da die Anschrift des Han­dels­mannes Selig Steinweg bisher nicht bekannt ist, kann für Alma Steinweg noch kein Stein ver­legt werden.

Fest steht inzwi­schen auch der Ersatz­termin näch­stes Jahr für die in diesem Jahr aus­ge­fal­lene Gedenk­ver­an­stal­tung für die Opfer der Bom­bar­die­rung Holzwickedes. Die Gedenk­ver­an­stal­tung wird nun­mehr anläss­lich des 76. Jah­res­tages am 21. 28. März 2021 statt­finden, vor­be­halt­lich der Ent­wick­lung der Corona-Pan­demie.

  • Termin: Freitag, 9. Oktober, ab 13.30 Uhr, ab Les­singstr. 4 ff.

NS-Opfer, Stolpersteine, VHS-Gruppe


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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