Erfolgsbilanz der Urlaubsgurus beeindruckt NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart

NRW-Wirtschafts-ä und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart stattet der UNIQ GmbH im Eco Port einen Besuch ab und informierten sich dort u.a. über das erfolgreiche Reiseschnäppchenportal Urlaubsguru. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)über

NRW-Wirt­schafts- und Digi­tal­mi­ni­ster Prof. Dr. Andre­as Pink­wart (4.v.l.) stat­tet der UNIQ GmbH im Eco Port einen Besuch ab und infor­miert sich dort u.a. über das erfolg­rei­che Rei­se­schnäpp­chen­por­tal
Urlaubs­gu­ru. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Die UNIQ GmbH ist mit dem Rei­se­schnäpp­chen­por­tal Urlaubs­gu­ru und wei­te­ren erfolg­rei­chen Inter­net­por­ta­len ja inzwi­schen so etwas wie das Vor­zei­ge-Start Up im Land gewor­den. Kein Wun­der also, dass auch der neue NRW-Wirt­schafts- und Digi­tal­mi­ni­ster Prof. Dr. Andre­as Pink­wart den Urlaubs­gu­rus heu­te im Holzwicke­der Eco Port einen Besuch abstat­te­te. Und Mini­ster Pink­wart zeig­te sich beein­druckt von der Erfolgs­ge­schich­te der bei­den Grün­der, Dani­el Krahn und Dani­el Marx, die wei­ter wach­sen wol­len und auf der Suche nach einem neu­en Stand­ort sind.

Willkommensgeschenk für den Minister: UNIQ-Gründer Daniel Marx (l.) und Daniel Krahn mit NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Will­kom­mens­ge­schenk für den Mini­ster: UNIQ-Grün­der Dani­el Marx (l.) und Dani­el Krahn mit NRW-Mini­ster Prof. Dr. Andre­as Pink­wart. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Im Som­mer 2012 wur­de die Idee zum Rei­se­schnäpp­chen­por­tal Urlaubs­gu­ru von den bei­den Dani­els in ihrer Hei­mat­stadt Unna gebo­ren. Mit nur 6,90 Euro Start­ka­pi­tal began­nen die bei­den ihr Pro­jekt.   „Zunächst haben wir noch gar nicht dar­an gedacht, Geld mit die­sem Blog zu ver­die­nen“, wie sie heu­te beim Mini­ster­be­such erklä­ren:  „Wir sind mit dem Pro­jekt gestar­tet, um den Leu­ten Zeit und Geld zu spa­ren.“ Erst drei oder vier Mona­te spä­ter, so Dani­el Krahn, sei­en sie dann auf das soge­nann­te Affi­lia­te-Mar­ke­ting auf­merk­sam gewor­den und damit die Mög­lich­keit, durch „Emp­feh­lungs­mar­ke­ting“ auch Geld zu ver­die­nen. „Unse­re erste Ein­nah­me waren dann 45 Euro, von denen wir gleich zehn Euro in die Wer­bung gesteckt haben“, erin­nert sich Dani­el Krahn.

Nach nur fünf Jah­ren beschäf­ti­gen die bei­den Grün­der der UNIQ GmbH heu­te in elf Län­dern der Welt 170 Mit­ar­bei­ter, davon rund 150 am Stand­ort in Holzwicke­de und haben allein bei Face­book rund 6,6 Mil­lio­nen Abon­nen­ten und expan­die­ren wei­ter. Mit Prinz sport­lich, Cap­tain Kreuz­fahrt, Schnäpp­chen­fee und Mein Haus­tier bie­ten sie wei­te­re sehr erfolg­rei­che Inter­net­por­ta­le an. Und auch ihrer erster rea­ler Off­line-Store in Unna ist so erfolg­reich, dass Dani­el Marx ver­rät: „Wir wer­den noch in die­sem Jahr wei­te­re sol­cher Stores eröff­nen.“

UNIQ GmbH auf der Suche nach neuem Standort

Ihr Haupt­sitz im Eco Port gegen­über dem Flug­ha­fen, in dem frü­her auch die Kreis­ver­wal­tung unter­ge­bracht war, ist den Urlaubs­gu­rus längst schon zu klein gewor­den. Ihr Back­up-Office haben sie bereits aus Platz­grün­den auf die gegen­über­lie­gen­de Sei­te zur Wil­helm­stra­ße aus­la­gern müs­sen und sind so auf zwei Stand­or­te ver­teilt. Kei­ne idea­le Situa­ti­on, wes­halb die bei­den Grün­der auch gemein­sam mit der WFG nach einem bes­se­ren neu­en Stand­ort im Kreis Unna suchen, wie sie Mini­ster Pink­wart auf Nach­fra­ge ver­rie­ten. Wenn auch nicht unbe­dingt der Gemein­de Holzwicke­de, aber doch auf jeden Fall dem Kreis Unna wol­len sie auf jeden Fall treu blei­ben. Doch noch ist der Umzug nicht akut. Denn die Stand­ort­su­che ist nicht ganz so ein­fach, wie WFG-Geschäfts­füh­rer Micha­el Dan­ne­bohm berich­tet. Die Urlaubs­grus hät­ten „schon beson­de­re Anfor­de­run­gen“, die nicht eben nicht so leicht zu erfül­len sei­en: „Am lieb­sten eine gro­ße indu­stri­el­le Alt-Immo­bi­lie mit modern­ster Inter­net-Infra­struk­tur.“

NBüprgermeisterin Ulrike Drüpssel und der 1. beigeordnete Bernd Kasischke begrüßen Minister Pinkwart bei seinem Besuch im Eco Port. (Foto: P. Gräber - Enscherblog.de)

Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel und der 1. Bei­ge­ord­ne­te Bernd Kasisch­ke (l.) begrü­ßen Mini­ster Pink­wart bei sei­nem Besuch im Eco Port. Mit im Bild: die hei­mi­sche FDP-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Susan­ne Schnei­der (r.) Land­rat Micha­el Makiol­la (4.v.r) und Jochen Hake, Vor­sit­zen­der des Wirt­schafts­för­de­rungs­aus­schus­ses (5.v.r.) (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Apro­pos Inter­net­an­bin­dung, hak­te der Mini­ster ein. „Wie sieht es denn damit hier aus?“  — „Der­zeit haben wir eine 44 Mbit-Stand­lei­tung und das ist ganz okay. Zuhau­se habe eine 150 Mbit-Lei­tung“, ant­wor­tet Dani­el Krahn. „Aber wir waren hier die Pio­nie­re. Es kann eigent­lich nicht sein, dass der Stan­dard eines pri­va­ten Haus­an­schlus­ses höher ist als in einem Gewer­be­ge­biet gegen­über dem Flug­ha­fen.“

In die glei­che Ker­be schlug auch Holzwicke­des Bür­ger­mei­ste­rin Ulri­ke Dros­sel: „Wir kämp­fen hier von Anfang an um eine bes­se­re Inter­net-Infra­struk­tur. Doch wir sto­ßen jetzt an unse­re Gren­zen und der ‚Schuh‘ drückt uns doch sehr kräf­tig. Schließ­lich ist das Gewer­be­ge­biet hier ein Vor­zei­ge­stand­ort und wir als Gemein­de leben ja auch zum Teil davon.“

Noch kon­kre­ter wur­de Micha­el Dan­ne­bohm: „Hier liegt ja sogar ein Glas­fa­ser­ka­bel, aber eben kein Kun­den­ka­bel, an das wir anschlie­ßen könn­ten. Unser Pro­blem ist, dass die Tele­kom mit ihrem Wis­sen und Infor­ma­tio­nen hin­ter dem Berg hält. Der Anschluss von Gewer­be­ge­bie­ten ist nach wie vor ein gro­ßes Pro­blem.“

Weitere neue Offline-Stores noch in diesem Jahr geplant

Im Doppel erfolgreich: NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit Daniel Marx und Eckart Forst (Vorstandsvorsitzender NRW.Bank) mit Daniel Krahn wagen eine Runde Tischtennis.

Im Dop­pel erfolg­reich: NRW-Wirt­schafts­mi­ni­ster Prof. Dr. Andre­as Pink­wart mit Dani­el Marx und Eck­art Forst (Vor­stands­vor­sit­zen­der NRW.Bank) mit Dani­el Krahn wagen eine Run­de Tisch­ten­nis. (Foto: UNIQ)

Hier muss tat­säch­lich schnell gehan­delt wer­den“, meint Digi­tal­mi­ni­ster Andre­as Pink­wart: „Wir kön­nen uns hier nicht auf eine Lang­frist-Stra­te­gie ver­las­sen. Ich kann Ihnen nur emp­feh­len, noch ein­mal den Koor­di­na­tor Breit­band NRW anzu­spre­chen, damit hier schnell ein Glas­fa­ser­an­schluss ermög­licht wird.“

Nach ihren wei­te­ren Zie­len befragt, erklär­ten die bei­den Urlaubs­gu­ru-Grün­der noch wei­ter wach­sen zu wol­len – mit wei­te­ren neu­en Off­line-Stores, aber auch inter­na­tio­nal und in ande­ren Län­dern.

Völ­lig zurecht“ haben die Urlaubs­gu­rus im Vor­jahr „den Grün­der­preis des Lan­des NRW bekom­men“, zeig­te sich Mini­ster Andre­as Pink­wart nach sei­nem Rund­gang schwer beein­druckt: „Nach nur fünf Jah­ren kön­nen Sie wirk­lich eine super Bilanz vor­le­gen.“ So krea­tiv wie die bei­den Grün­der ihr Unter­neh­men auf­bau­en, Arbeits­plät­ze schaf­fen, Wachs­tum und Dyna­mik vor­le­ben, „sind Sie ein posi­ti­ves Bei­spiel für ande­re“ im Land.

Was dem Wirt­schafts­mi­ni­ster beson­ders gefiel: „Man  muss nicht immer den ganz gro­ßen Busi­ness­plan schrei­ben und viel Eigen­ka­pi­tal haben, um erfolg­reich zu sein“, lob­te Andre­as Pink­wart. „Das bewei­sen Sie mit ihrem Unter­neh­men ein­drucks­voll.“

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Dipl.-Journalist

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