Dudenrothschule begeistert Kinder mit digitalem Adventskalender

In der Duden­roth­schule gibt es erst­mals einen digi­talen Advents­ka­lender. Hinter den Tür­chen gibt es keine Süßig­keiten, son­dern einen QR-Code zu ent­decken. Das Bild zeigt Kinder aus allen Jahr­gangs­stufen mit Lehrer Jan Gün­ther. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Die Digi­ta­li­sie­rung unserer Schulen schreitet voran und macht auf vor den Weih­nachts­ri­tualen nicht Halt: In der Duden­roth­schule gibt es jetzt erst­mals einen digi­talen Advents­ka­lender – und die Kinder sind hellauf begei­stert.

Im Ein­gangs­be­reich der evan­ge­li­schen Grund­schule steht natür­lich auch der obli­ga­to­ri­sche echte Weih­nachts­baum. Doch nur wenige Meter daneben hängt eine große, höl­zerne Tanne an der Wand, die mit 24 kleinen Paketen geschmückt ist, die auf­ge­klappt werden können. „Hinter jedem der Tür­chen ver­steckt sich immer ein QR-Code“, erläu­tert Schul­lei­terin Katja Busch­sie­weke. „Wir machen es so, dass am Montag eine 4. Klasse, am Dienstag eine 2. Klasse, mitt­wochs eine 3.Klasse und Don­nerstag eine 1. Klasse hierher kommt. Frei­tags dürfen dann alle vier Klassen zusammen kommen. Die Klassen bringen ihr I‑Pad mit und scannen damit dann den QR-Code ein, den sie hinter der Tür finden.“

Hinter jedem dieser QR-Codes ver­birgt sich etwas anderes: Das kann eine Bastel­an­lei­tung sein, ein kleines Video, der Anfang einer Geschichte oder eine Auf­gabe. „In der Klasse wird dann anschlie­ßend umge­setzt, was die Kinder gefunden haben“, sagt Katja Busch­sie­weke. „Das ist immer eine sehr schöne Aktion für alle. Am Niko­laustag ver­barg sich zum Bei­spiel ein kleines Video hinter dem QR-Code, in dem gezeigt wurde, wie ein Stu­ten­kerl ent­steht, vom Rezept über das Backen bis zur Her­stel­lung der Pfeife. Anschlie­ßend haben dann natür­lich auch alle Kinder einen echten Stu­ten­kerl bekommen. Denn auch an unserer Schule ver­teilen wir schon seit Jahren zum Niko­laustag Stu­tenkerle.“

QR-Codes statt Süßigkeiten

Die Kinder haben viel Freude daran, den QR-Code mit den schuleigenen I-Pads einzuscannen und zu entschlüsseln: Mal gibt es kleines Video, mal eine Geschichte oder eine Aufgabe zu entdecken und im Unterricht umzusetzen. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Kinder haben viel Freude daran, den QR-Code mit den schul­ei­genen I‑Pads ein­zu­scannen und zu ent­schlüs­seln: Mal gibt es kleines Video, mal eine Geschichte oder eine Auf­gabe zu ent­decken und im Unter­richt umzu­setzen. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Der Ein­satz des digi­talen Advents­ka­len­ders mit den QR-Codes im Unter­richt ist „ein Para­de­bei­spiel für fächer­über­grei­fenden Unter­richt“, sagt die Schul­lei­terin. „Die Kinder lernen, wie man einen QR-Code ein­setzt, was sich dahinter ver­birgt und wie man einen Code erstellt. Sie können sich auch auf den großen Dis­plays in ihrer Klasse ansehen, was sich dahinter ver­birgt und damit dann wei­ter­ar­beiten, im Fach Deutsch kleine Geschichten schreiben oder im Fach Sach­kunde sehen, wie ein Stu­ten­kerl her­ge­stellt wird“, nennt Busch­sie­weke Bei­spiel. „Wir ver­su­chen natür­lich alles mit­ein­ander zu ver­binden.“

Ein Para­de­bei­spiel für fächer­über­grei­fenden Unter­richt.“

Katja Busch­sie­weke

Die Kinder sind ganz begei­stert bei der Sache, lernen so spie­le­risch und mit mehr Leich­tig­keit und Spaß. „Auch das Kol­le­gium muss natür­lich noch Erfah­rungen sam­meln, denn wir arbeiten ja auch das erste Mal mit einem sol­chen digi­talen Advents­ka­lender.“

Tech­nisch umge­setzt hat das Pro­jekt Lehrer Jan Gün­ther. „Aber die Ideen und Inhalte haben alle im Kol­le­gium gelie­fert.“ Über­haupt ist begei­stert Jan Gün­ther, wie bereit­willig und enga­giert das ganze Kol­le­gium bei diesem Pro­jekt mit­ge­zogen ist und wei­terhin mit­zieht. In der 4. Klasse seiner Kol­legin Britta Schnei­de­reit steht etwa ein Mathe-Advents­ka­lender. „Damit könnten wir theo­re­tisch jeden Tag ein anderes Tür­chen unseres digi­talen Kalen­ders mit einer neuen Auf­gabe hin­ter­legen“, so Jan Gün­ther.

Unsere Kinder sind jeden­falls ganz begei­stert und freuen sich immer darauf, ein Tür­chen zu öffnen. Es ist ein schönes Gemein­schafts­ge­fühl und etwas ganz anderes, das Tür­chen hoch zu nehmen und den QR-Code ein­zu­scannen, als eine Auf­gabe in der Klasse zu bekommen und dort zu basteln.“ Für Jan Gün­ther ist klar, dass das Pro­jekt digi­taler Advents­ka­lender samt der inter­ak­tiven Übungen auch noch aus­bau­fähig ist: „Für uns alle ist das ja auch noch Neu­land. Aber dieses Pro­jekt ist ja auch nur zum Warm­werden für die Kinder. Näch­stes Jahr legen wir dann richtig los“, schmun­zelt Gün­ther.

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