Dortmund und Kreis Unna einig: Geld aus Berlin ins Revier lenken

Gute Stimmung, enge Abstimmung. Das kennzeichnet die Treffen der Verwaltungsvorstände von Dortmund und dem Kreis Unna – wie Dienstag auf Haus Opherdicke in Holzwickede. (Foto: C. Rauert – Kreis Unna)
Gute Stim­mung, enge Abstim­mung: So war das Treffen der Ver­wal­tungs­vor­stände von Dort­mund und dem Kreis Unna am Dienstag auf Haus Opher­dicke in Holzwickede gekenn­zeichnet. (Foto: C. Rauert – Kreis Unna)

(PK) Gute nach­bar­schaft­liche Bezie­hungen werden nicht nur privat, son­dern auch von Behörden gepflegt. Und so tagten die Ver­wal­tungs­vor­stände des Kreises Unna und der Stadt Dort­mund einmal mehr gemeinsam. Auf der Tages­ord­nung unter anderem: Öffent­lich geför­derter Arbeits­markt und Rad­schnellweg.

Die Ruhr­ge­biets­städte und ‑kreise haben sich zur Bekämp­fung der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit bekannt­lich in Posi­tion gebracht. Sie wollen Modell­re­gion für einen öffent­lich geför­derten Arbeits­markt werden. Ideen dazu hat z.B. Dort­mund ent­wickelt, erste Gespräche auf Ruhr­ge­biets­ebene gab es bereits, ein Kon­zept soll Ende Juni vor­liegen.

Ende Juni soll Konzept vorliegen

Der Plan dabei auch: Etwas von den 350 Mil­lionen Euro, die der Bund in seinen Haus­halt für 2017 zusätz­lich zum Abbau der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit ein­stellen möchte, von Berlin ins Revier zu lenken. Denn, und darin sind sich der Dort­munder Ober­bür­ger­mei­ster Ull­rich Sierau und Landrat Michael Makiolla mit Bun­des­ar­beits­mi­ni­sterin Andrea Nahles einig: „Die Bekämp­fung der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit ist eine gesamt­staat­liche Auf­gabe, die nicht nur dem Markt über­lassen werden darf.“

Die Region weiter nach vorn zu bringen, ist auch erklärtes Inter­esse der neuen Spitze der Indu­strie- und Han­dels­kammer (IHK) zu Dort­mund. Erst vor wenigen Tagen hatten IHK-Prä­si­dent Heinz-Her­bert Dust­mann und IHK-Haupt­ge­schäfts­führer Stefan Schreiber bei ihrem Antritts­be­such bei Landrat Makiolla ihre Unter­stüt­zung bei Initia­tiven wie der zum Abbau von Arbeits­lo­sig­keit zuge­sagt.

Bewe­gung ist auch in einem ganz anderen Thema: Dem vom Regio­nal­ver­band (RVR) geplanten, über 100 Kilo­meter langen Rad­schnellweg (RS1). Er nimmt in Dort­mund bereits pla­ne­risch Gestalt an. Im Kreis Unna, der mit den Städten Berg­kamen, Kamen und Unna im besten Sinne tan­giert ist, soll der RVR noch stärker ins Boot geholt werden, kon­kret gespro­chen: die Pla­nung über­nehmen. Ent­spre­chende Gespräche sind ange­setzt. Ziel: einen Spa­ten­stich für einen Kreis­ab­schnitt bereits im Jahr 2017.

Kreis Unna, Stadt Dortmund

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