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Auf Antrag der Grünen prüft die Verwaltung, ob auf den neu erworbenen Ackerflächen im Süden der Gemeinde sogenannte Agri-Photovoltaikanlagen (Foto) errichten werden können. (Foto: fabersam -pixabay.de)

Die Grünen wollen AgriPhotovoltainanlagen auf neu erworbenen Ausgleichsflächen im Süden errichten

Auf Antrag der Grünen prüft die Verwaltung, ob auf den neu erworbenen Ackerflächen im Süden der Gemeinde sogenannte Agri-Photovoltaikanlagen (Foto) errichten werden können.   (Foto: fabersam -pixabay.de)
Auf Antrag der Grünen prüft die Verwaltung, ob auf den neu erworbenen Ackerflächen im Süden der Gemeinde sogenannte Agri-Photovoltaikanlagen (Foto) errichten werden können. (Foto: fabersam -pixabay.de)

Um Ausgleichsflächen für weitere versiegelte Flächen in der Emscherquellgemeinde zu haben, erwarb die Gemeinde Holzwickede vor einigen Monaten Ackerflächen im Süden der Gemeinde. Ginge nach den Grünen, sollte ein Teil dieser angekauften Ackerflächen für eine sogenannte Agri-Photovoltaikanlage genutzt werden.

Agri-Photovoltaik bezeichnet ein Verfahren zur gleichzeitigen Nutzung von Flächen für die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion und Stromproduktion durch Photovoltaik. Das Spektrum reiche vom Anbau von Sonderkulturen und intensivem Ackerbau mit speziellen Photovoltaik-Montagesystemen bis zur extensiven Beweidung mit marginalen Anpassungen auf der Photovoltaikseite, so Klemp.

Grünen sehen dringenden Handlungsbedarf

„Agri-Photovoltaik steigere die Flächeneffizienz und ermögliche den Ausbau Photovoltaikleistung bei gleichzeitiger Erhalt von fruchtbaren Ackerflächen für die Landwirtschaft, für die Aufforstung oder, was fü+r die Grünen besonders wichtig ist, die  Schaffung von artenreichen Biotopen“, begründet Klemp den Antrag. Es könne auch noch eine Rendite erzielt werden, die dann ausschließlich für den Umweltschutz eingesetzt werden sollte.

Einen entsprechenden Antrag hatten die Grünen kurzfristig für den Umweltausschuss gestern (6.6.) gestellt. „Wir haben im Mai einen Antrag gestellt, Photovoltaik auf Freiflächen zu errichten. Diesem wurde auch im Umweltausschuss von allen Fraktionen zugestimmt. Leider sind wir nicht weiter gekommen. Es noch nicht mal überprüft worden, ob auf den versiegelten Flächen auf dem Truppenübungsplatz Photovoltaik geplant werden kann“, begründete Friedhelm Klemp den Antrag. „Die Zeit schreitet voran und viel Zeit haben wir nicht mehr.“

Nach kurzer Diskussion erhielt die Verwaltung den Auftrag zu prüfen, ob die Errichtung einer Agri-Photovoltaikanlage auf den neuen Ackerflächen möglich ist und eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen. Die einzige Gegenstimme kam v0on der FDP: „Wir sehen Photovoltaikanlagen eher auf versiegelten Flächen und nicht auf Grünflächen. Deshalb wollen wir die Verwaltung auch gar nicht erst mit der Prüfung einer solchen Anlage für den Standort befassen.“

Kreis Unna für Schottergärten zuständig

In ihrem Sachstandsbericht zum Klimaschutzmanagement ging Klimaschutzmanagerin Friedrike Henke auch auf das Thema Schottergärten kurz ein, die auch im Klimabeirat ein Thema waren. Zuständig für die Schottergärten im Wohnpark Emscherquelle ist allerdings der Kreis Unna, wie Henke darlegte. Die Gemeinde Holzwickede habe deshalb nur die Möglichkeit, mit „weichen“ Maßnahmen auf die Anlage von Schottergärten zu reagieren – vorausgesetzt, dass damit gegen Auflagen des Bebauungsplanes verstoßen wird, wie etwa im Wohnpark Emscherquelle. „Wir können einen Verstoß aber nur dem Kreis melden“, so Friederike Henke. Während der Klimabeirat forderte, konsequent jeden Verstoß dem Kreis melden, reagierte die Gemeinde bislang anders: „Wir haben an alle Bewohner im Wohnpark Emscherquelle Informationsschreiben verschickt“, so die Klimaschutzmanagerin.

Photovoltaikanlagen, Umweltausschuss


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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