Der direkte Radweg hinter der Unterführung in die Gemeindemitte und zum Emscherquellhof kann vorerst nun doch nicht realisiert werden. (Foto: P. Gräber - Emscherblog) )

Die Grünen schlagen Rad- und Fußweg von der Garten- zur Schäferkampstraße vor

Die Grünen schlagen einen Rad- und Fußweg südlich der Bahn zwischen Garten- und Schäferkampstraße vor, der gleich hinter der Unterführung beginnt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Grünen schlagen einen Rad- und Fußweg südlich der Bahn zwischen Garten- und Schäferkampstraße vor, der gleich hinter der Unterführung beginnt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Holzwickeder Grünen wollen einen alten Vorschlag wiederbeleben und schlagen einen Rad- und Fußweg zwischen der Garten- und Schäferkampstraße vor, der südlich der Bahnstrecke parallel zum Aschenpatt auf der anderen Seite der Bahnlinie verläuft. Der neue Rad- und Fußweg könnte auch die innerörtliche Streckenführung des Emscherradweges verbessern.

„Zukunftsfähige, nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität ist ohne Frage ein Thema, sowohl auf europäischer wie auch auf Bundes- und Landesebene. Dabei wird es sich in den Kommunen entscheiden, ob und wie sich wirklich etwas im Bereich der Mobilität verändert“, glaubt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Friedhelm Klemp. „Ein ganz wichtiger Teil ist der Radverkehr. Tausende Radfahrer sind am Pfingstsonntag nach Düsseldorf gekommen, um dort für bessere und sichere Radwege zu demonstrieren und über 200 000 Unterschriften an die Landesregierung zu übergeben. Auch wir in Holzwickede müssen uns der Herausforderung stellen und sichere Radwege errichten.“

Die bessere Strecke des Emscherradweges

Der Emscherradweg sei ein gutes Vorzeigeprojekt und werde sehr gut angenommen, so Klemp weiter. „Unsere Verwaltung und die Emschergenossenschaft sind im Gespräch darüber, wie ein bessere Linienführung in den Ort gestaltet werden kann.“

Bisher verläuft die Strecke des Emscherradweges von Sölde kommend Richtung Norden links an der Firma Wiederholt vorbei und dann über die Rausinger Straße zur Gartenstraße weiter.

 „Wir Grünen möchten einen alten Vorschlag wiederbeleben, einen Rad- und Fußweg am Emscherstrang von der Gartenstraße gegenüber dem Aschenpatt bis zur Schäferkampstraße direkt am Tunnel zu errichten.“ Dieser Vorschlag sei seinerzeit von der Emschergenossenschaft abgelehnt worden. Die Streckenführung erfolgte deshalb über die Vinckestraße, den Emscherpark durchquerend zur Haupstraße und von dort über den Lünschermannsweg zum Emscherquellhof.

Zum alten „neuen“ Vorschlag der Grünen hat auch schon eine Ortsbesichtigung mit Uwe Nettlenbusch, dem Leiter der Technischen Dienste der Gemeinde, stattgefunden. „Er wird diese Variante der Emschergenossenschaft unterbreiten“, meint Klemp. „Wir hoffen natürlich auf einen Erfolg.“

Auch Rad- und Fußweg an Schäferkampstraße nötig

Der Rad- und Fußweg längs der Bahn auf der anderen Seite des Aschenpatts bietet nach Ansicht der Grünen viele Vorteile: Neben den Radfahrer hätten auch die Fußgänger aus der gemeindlichen Mitte einen sicheren und schnellen Weg. Auch für die künftigen Anwohner im neuen Baugebiet Emscherquelle, die vom Bahnhof oder aus Richtung Gemeindemitte kommen, wäre der Weg vorteilhaft.

Der von den Grünen schon vor längerer Zeit vorgeschlagene Wegweiser nach Holzwickede auf dem Emscherradweg sollte natürlich zurückgestellt werden, bis die neue Linienführung feststeht, so Friedhelm Klemp.

Ein weiterer Vorschlag der Grünen ist ein Rad- und Fußweg an der Schäferkampstraße in südliche Richtung. Damit wäre dann auch ein Lückenschluss mit dem geplanten Radweg an der Landskroner Straße gegeben. „Auch vom Emscherquellhof gäbe es dann eine Radwegeverbindung bis zum Ruhrtalradweg“, sagt Friedhelm Klemp. „Wir würden gerne bei einer Ortsbesichtigung unseren Vorschlag noch genauer erklären.“

Emscherradweg, Rad- und Fußweg


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (3)

  • Guter Vorschlag, denn so wird die Holzwickeder Innenstadt optimal an den Emscherradweg und den Emscherquellhof angebunden. Zudem könnte das Vorhaben die Stadt keinen Cent kosten: in anderen Fällen wurden Grunderwerb und Ausbau mit Mitteln der Radverkehrs- oder Städtebauförderung finanziert. Die Emschergenossenschaft hat den kommunalen Eigenanteil übernommen. Also liebe Stadt: was gibt’s da noch zu überlegen? Macht das!

  • Unabhängiger Holzwickeder Bürgerblock

    Der Bürgerblock ist erfreut, dass die Grünen eine Initiative, die er schon vor über 15 ergriffen hat, unterstützen. Denn genau das, was sie heute fordern, hat der Bürgerblock damals in die Diskussion gebracht und die politischen Gremien gaben seinerzeit grünes Licht für den Bau des Fuß- und Radweges entlang der sogenannten Weiden, wie Insider das Gebiet nennen. Doch wurde zunächst gewartet, denn die Renaturierung der Emscher stand an und der Weg sollte im Zusammenhang mit dieser Maßnahme angelegt werden. Dazu kam es leider nicht, da der Bachlauf wie die angrenzenden Auen von der Landschaftsbehörde unter Schutz gestellt wurden und somit der Weges nicht genehmigungsfähig war.

    Offenbar hat der Ratsherr Klemp die Entwicklung anschließend nicht genau beobachtet, denn sonst wäre ihn nicht entgangen, dass die Verwaltung in den letzten Jahren nicht untätig geblieben ist. Alle Bemühungen, den Weg angrenzend an das Schutzgebiet zu errichten scheiterten bisher an der fehlenden Verkaufsbereitschaft des Eigentümers, denn von diesem müsste der für den Fuß- und Radweg notwendige Grund und Boden erworben werden. Dies zweifelsohne zum Leidwesen des Bürgerblocks wie auch sicherlich vieler Radfahrer und Spaziergänger, denn der Verbindungsweg zwischen Schäferkampstraße und Gartenstraße ist unbestritten sinnvoll und erstrebenswert.

    Nun aber hat die Bürgermeisterin die Angelegenheit zur Chef(innen)sache erklärt und seitdem gibt es Hoffnung, dass die Verbindung zwischen Schäferkampstraße und Gartenstraße doch noch hergestellt werden kann.

    • Wenn sich zwei Fraktionen im Rat des Themas annehmen und die Bürgermeisterin es zur Chefinnensache erklärt – um so besser! Dann müsste es doch bis zur Kommunalwahl im kommenden Jahr mit dem letzten Teilstück des Fahrradwegs klappen. Aber letztendlich gilt: „Entscheidend is auf’m Platz!“

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