Deutsch-Französische Gesellschaften verabschieden „Hamburger Resolution“

Die Teilnehmer aus Holzwickede, v.ln.r.: Elisabeth Koke, Felix Lennart Hake (Deutsch-Französischer Jugendausschuss), Ute Hake, Monika Rombeck, Monika Griesel, Dr. Brigitte Krusch-Schlüter, Jochen Hake (VDFG) und Ursula Pardemann. (Foto: privat)

Die Teil­neh­mer aus Holzwicke­de, v.ln.r.: Eli­sa­beth Koke, Felix Lenn­art Hake (Deutsch-Fran­zö­si­scher Jugend­aus­schuss), Ute Hake, Moni­ka Rom­beck, Moni­ka Grie­sel, Dr. Bri­git­te Krusch-Schlü­ter, Jochen Hake (VDFG) und Ursu­la Par­de­mann. (Foto: pri­vat)

An dem Deutsch-Fran­zö­si­schen Kon­gress der Ver­ei­ni­gung Deutsch-Fran­zö­si­scher Gesell­schaf­ten (VDFG) in Ham­burg nah­men unter den fast 280 Kon­gres­si­sten auch sechs Ver­tre­te­rin­nen aus Holzwicke­de teil.

Der Kon­gress stand unter der Schirm­herr­schaft des Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tu­rel­le Ange­le­gen­hei­ten mit Frank­reich, Bür­ger­mei­ster Olaf Scholz. Und auch Frank­reichs Bot­schaf­te­rin in Ber­lin, Anne Marie Descôtes, war eigens zur Teil­nah­me nach Ham­burg ange­reist. Holzwicke­des Freun­des­kreis-Vor­sit­zen­der nahm in sei­ner Funk­ti­on als Vize­prä­si­dent der VDFG am Kon­gress teil, dem  zwei Tage lang vor­her bereits ein Inter­ge­ne­ra­tio­nel­les Forum mit 60 Teil­neh­mern aus Frank­reich und Deutsch­land vor­an­ge­gan­gen war.

Bei der Schluss­ver­an­stal­tung in der Ham­bur­ger Han­dels­kam­mer ver­ab­schie­de­ten die Dele­gier­ten aus bei­den Län­dern eine „Ham­bur­ger Reso­lu­ti­on“, die sich an die deut­sche und fran­zö­si­sche Poli­tik rich­tet und die in die­sen Tagen den Regie­run­gen in Ber­lin und Paris zuge­lei­tet wur­de:

Abschlusserklärung des 62. Jahreskongresses in Hamburg

Die Ver­ei­ni­gung Deutsch-Französischer Gesell­schaf­ten (VDFG) für Euro­pa e.V. /La Fédération des Asso­cia­ti­ons Fran­co-Alle­man­des pour l’Europe (FAFA) befass­ten sich auf ihrem 62. Jah­res­kon­gress vom 23. bis 26.11.2017 in Ham­burg mit den „frucht­ba­ren Gegensätzen“ zwi­schen Deutsch­land und Frank­reich – für das gegen­sei­ti­ge Verhältnis und darüber hin­aus für Euro­pa.

Die VDFG für Euro­pa e.V. / FAFA pour l’Europe sind überzeugt,

  • dass in der glo­ba­li­sier­ten Welt nur ein geein­tes und soli­da­ri­sches Euro­pa sei­nen Platz behaup­ten kann;
  • dass es an der Zeit ist, für die Zukunft Euro­pas neue Visio­nen zu ent­wickeln und muti­ge Schrit­te zu unter­neh­men, wie sie die europäischen Gründer am Anfang wag­ten;
  • dass der deutsch-französischen Part­ner­schaft dabei eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung für die­ses Euro­pa zukommt;
  • und dass auch ein deut­li­ches und ein­deu­ti­ges öffentliches Bekennt­nis zu Euro­pa von staat­li­cher und zivil­ge­sell­schaft­li­cher Sei­te die Vor­aus­set­zung für die Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls und für posi­ti­ve Veränderungen ist;

In der pro­gram­ma­ti­schen Euro­pa-Rede von Präsident Macron an der Sor­bon­ne für „ein souveränes, geein­tes und demo­kra­ti­sches Euro­pa“ vom 26. Sep­tem­ber und in sei­nem Ange­bot einer neu­en deutsch-französischen Part­ner­schaft in die­sem Zusam­men­hang sehen VDFG für Euro­pa e.V. / FAFA pour l’Europe eine rich­tungs­wei­sen­de Initia­ti­ve und in der Rede von Bundespräsident Stein­mei­er am Hart­manns­wei­ler­kopf am 10. Novem­ber 2017 die Bereit­schaft, sich dar­auf ein­zu­las­sen.

Sie appel­lie­ren daher an die Regie­run­gen bei­der Länder glei­cher­ma­ßen, schnellstmöglich einen kon­struk­ti­ven und zielführenden Euro­pa-Dia­log auf­zu­neh­men, um die bis­wei­len unter­schied­li­chen deutsch-französischen Ansätze in Euro­pa-Fra­gen zu „frucht­ba­ren Gegensätzen“ für die Wei­ter­ent­wick­lung der Europäischen Uni­on zu machen, die neue deutsch-französische Dyna­mik nicht zu ver­spie­len und den histo­ri­schen Moment für eine Neu­aus­rich­tung der Europäischen Uni­on nicht zu ver­pas­sen.

Die VDFG für Euro­pa e.V. und der FAFA pour l’Europe begrüßen den Vor­schlag des französischen Präsidenten, 2018 loka­le Bürgerdiskussionsforen (Con­ven­ti­on démocratiques) zur Zukunft Euro­pas zu orga­ni­sie­ren. Sie stärken länderübergreifend die demo­kra­ti­sche Kul­tur, tra­gen zur europäischen Identitätsbildung bei und fördern die Par­ti­zi­pa­ti­on der Zivil­ge­sell­schaft an der Gestal­tung Euro­pas.

Die Mit­glie­der der VDFG für Euro­pa e.V. und die FAFA pour l’Europe sind bereit, sich als zivil­ge­sell­schaft­li­che Akteu­re an der Orga­ni­sa­ti­on die­ser Dis­kus­si­ons­fo­ren (Con­ven­ti­on démocratiques) an ihren jewei­li­gen Stand­or­ten in bei­den Ländern zu betei­li­gen.

(Beschlos­sen auf der gemein­sa­men Mit­glie­der­ver­samm­lung der VDFG für Euro­pa e.V. und FAFA pour l’Europe in Ham­burg, 25. Novem­ber)

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