Der Kreis trauert: Ehemaliger Oberkreisdirektor Landwehr verstorben

2010 entstand das Foto mit dem ehemaligen Oberkreisdirektor Karl-Heinrich Landwehr (r.), dem ersten hauptamtlichen Landrat Gerd Achenbach und dem heute noch amtierenden Landrat Michael Makiolla (l.) (Foto: Kreis Unna)
2010 ent­stand dieses Foto mit dem ehe­ma­ligen Ober­kreis­di­rektor Karl-Hein­rich Land­wehr (r.), dem ersten haupt­amt­li­chen Landrat Gerd Achen­bach und dem heute noch amtie­renden Landrat Michael Makiolla (l.) (Foto: Kreis Unna)

Er för­derte und for­derte, hatte ebenso viele Ideen wie Ideale. Er schob Dinge an, war ein Macher, ein Gestalter. Er rich­tete die Kreis­ver­wal­tung in seiner weit über 20 Jahre dau­ernden Tätig­keit als Ober­kreis­di­rektor neu aus, machte sie zum Vor­bild für andere Kom­munen. Nun ist Karl-Hein­rich Land­wehr im Alter von 84 Jahren ver­storben.

Der gebür­tige Kamener (Jahr­gang 1935) war stu­dierter Jurist, Staats­an­walt und Dezer­nent bei der Zen­tral­stelle für die Bear­bei­tung von NS-Ver­bre­chen in NRW, ehe er 1975 zum Kreis Unna wech­selte und 1976 zum Ober­kreis­di­rektor – also Leiter der Ver­wal­tung und der Kreis­po­lizei – gewählt wurde. Dieses Amt hatte Karl-Hein­rich Land­wehr bis Ende 1999 inne – und er füllte es aus.

Erstes kommunales Umweltamt angeschoben

Mit Land­wehrs Namen ver­bindet sich der Struk­tur­wandel nach dem Weg­bre­chen des Berg­baus, die Grün­dung des ersten kom­mu­nalen Umwelt­amtes Deutsch­lands (1982), die Ein­rich­tung der ersten Gesund­heits­häuser im Bun­des­ge­biet in Lünen und Unna (1991).

Der Ober­kreis­di­rektor, begei­sterter Reiter und Musiker, setzte sich immer enga­giert für das Sin­fo­nie­or­che­ster des Kreises Unna (Neue Phil­har­monie West­falen) ein, ebnete den Weg für das kul­tu­relle Enga­ge­ment des Kreises auf Schloss Cap­pen­berg und den Erwerb von Haus Opher­dicke, heute ein immer mehr an Strahl­kraft gewin­nender Ort von Kunst und Kultur, auch die „gute Stube“ des Kreises.

Partnerschaften im Osten gefördert

Beson­ders am Herzen lag Karl-Hein­rich Land­wehr auch das Zusam­men­wachsen beider Teile Deutsch­lands. Er trieb per­sön­lich die kom­mu­nale Part­ner­schaft des Kreises Unna mit dem dama­ligen Kreis Tem­plin (Bran­den­burg) voran und enga­gierte sich Anfang der 1990er Jahre für die Ver­bin­dung zum heu­tigen pol­ni­schen Part­ner­kreis Nowy Sacz. PK | PKU

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