CDU: Tunneldurchstich auch für den kommunale Klimaschutz notwendig

as Foto zeigt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (l.) zusammen mit dem Vorsitzenden des Holzwickeder Verkehrsausschusses Frank Lausmann im Austausch über den Planungsfortschritt der Ortsumgehung L677n. (Foto: privat)
as Foto zeigt NRW-Ver­kehrs­mi­ni­ster Hen­drik Wüst (l.) zusammen mit dem Vor­sit­zenden des Holzwickeder Ver­kehrs­aus­schusses Frank Laus­mann im Aus­tausch über den Pla­nungs­fort­schritt der Orts­um­ge­hung L677n. (Foto: privat)

Die CDU Holzwickede hält den Tun­nel­durch­stich auch unter dem Aspekt des kom­mu­nalen Kli­ma­schutzes für wichtig und not­wendig. Das unter­streicht der Bür­ger­mei­ster­kan­didat und Par­tei­chef der CDU, Frank Laus­mann, jetzt nach der klaren Mit­tei­lung der Bahn, die für den Durch­stich not­wen­digen Flä­chen nicht frei­geben zu wollen.

Bei der Kom­mu­nal­wahl am 13. Sep­tember werden die neuen Ver­tre­tungen in Nord­rhein-West­falen gewählt. „Die CDU Holzwickede erwartet vom neuen Gemein­derat und Bür­ger­mei­ster die kon­se­quente Wei­ter­füh­rung der Ver­hand­lungen mit der BEG (Bahn­flä­chen­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft) mit dem Ziel des Erwerbs der unge­nutzten Bahn­gleise 208 und 209 als Vor­aus­set­zung der Errich­tung eines Fuß­gän­ger­tun­nels von Steh­fen­straße zum Bahnhof“, so Frank Laus­mann. „Im Zuge des Pro­gramms ‚Starke Schiene’ hatte die Bahn deutsch­land­weit den Ver­kauf von der­zeit unge­nutzten Bahn­gleisen einst­weilig gestoppt. Die neue Gemein­de­ver­tre­tung muss drin­gend darauf hin­wirken, dass von Seiten der Bahn eine umge­hende Ein­zel­fall­prü­fung erfolgt und die über­flüs­sigen und seit Jahren toten Gleise an die Gemeinde ver­äu­ßert werden“, for­dert der CDU-Chef.

Anreiz für Umstieg vom Individualverkehr nötig

Nach Ansicht der CDU ist eine rea­li­sti­sche Nut­zung als funk­tio­nie­rende Gleis­körper „nahezu aus­ge­schlossen“, da die ehe­ma­ligen Abstell­gleise mitt­ler­weile direkt an einem Wohn­ge­biet vor­bei­führen. Der äußerst unwahr­schein­liche Fall der Nach­nut­zung würde für die Anwohner eine unzu­mut­bare Bela­stung dar­stellen.

Aber gerade zum Schutz der Umwelt und zur Mini­mie­rung des vom Men­schen ver­ur­sachten Kli­ma­wan­dels muss jede Kom­mune ihren eigenen kon­kreten Bei­trag lei­sten, so Frank Laus­mann weiter. „Aktiver Umwelt- und Kli­ma­schutz beginnt erst mit dem Bewusst­sein jedes Ein­zelnen, hierfür Ver­ant­wor­tung zu über­nehmen und die Bereit­schaft, sein eigenes Ver­halten zu über­denken und zu ver­än­dern. Eine Ver­hal­tens­än­de­rung wird geför­dert, wenn eine attrak­tive Alter­na­tive zur bis­he­rigen Gewohn­heit zur Ver­fü­gung gestellt wird.“

Als moti­vie­renden Anreiz für den Umstieg vom Indi­vi­du­al­ver­kehr auf die Bahn for­dert die CDU des­halb einen neuen Bahn­hofs­zu­gang mit Durch­stich von der Steh­fen­straße mit ent­spre­chenden kosten­losen Park­mög­lich­keiten auf dem neuen P+R‑Parkplatz und Nut­zung der dafür zur Ver­fü­gung ste­henden För­der­mittel. „Dafür werden wir auch unsere Kon­takte zu NRW-Ver­kehrs­mi­ni­ster Hen­drik Wüst nutzen, um das Pro­jekt Tun­nel­durch­stich kon­se­quent vor­an­zu­treiben“, so Laus­mann.

Chance auf Durchstich besteht weiterhin

Wie der kom­mu­nale Wirt­schaft­för­derer Stefan Thiel erklärt, sind nach dem poli­ti­schen Aus­wahl­pro­zess nun mehr noch drei ISEK-Maß­nahmen für die wei­tere Bean­tra­gung von Städ­te­bau­för­der­mit­teln ver­blieben. Für das nächste Jahr werden aller­dings vor­erst nur zwei Maß­nahmen angmeldet: die Auf­wer­tung der Gleis­un­ter­füh­rung Nord­straße und die Nach­nut­zung des Bür­ger­büros. Für letz­tere Maß­nahme arbeitet die
Ver­wal­tung der­zeit intensiv an einer Mach­bar­keits­studie für unter­schied­liche Nach­nut­zungs­op­tionen.

Die dritte noch ver­blie­bene Maß­nahme, der Durch­stich Steh­fen­straße, kann vor­erst nicht zur För­de­rung ange­meldet werden, da sich die Gleise 208/​209 noch nicht im Eigentum der Gemeinde befinden. Trotz des all­ge­meinen Ver­kaufs­stopps, den die bahn aus­ge­spro­chen hat, würden Ein­ze­fälle noch geprüft. „So besteht wei­terhin die Chance, die Flä­chen zu erwerben und den Durch­stich samt P+R Anlage in der näheren Zukunft zu rea­li­sieren.“ Eine ent­spre­chende Bean­tra­gung von Städ­te­bau­för­der­mit­teln wäre in den Fol­ge­jahren mög­lich.

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