Brücke über B1: Auch Schülerbeförderung nach Sperrung Kurze Straße kompliziert

Shirley-Carina Carthaus (2.v.l.) mit ihren Kindern Tom, Leonhard, Tochter Xenia und ihrer Freundin Marie-Lee an der Haltestelle Hirtenweg in der Friedrich-Ebert-Straße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden sich auf eine erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung einstellen müssen, wenn ab kommenden Montag (20. Januar) die Brücke Kurze Straße für den Fuß- und Straßenverkehr für voraussichtlich ein Jahr gesperrt wird. Hintergrund ist der sechsspurige Ausbau der B1, für den die Brücke abgerissen und neu gebaut werden muss. In besonderer Weise betroffen sind auch die Schulkinder aus dem Bereich Friedrich-Ebert-Straße. Denn auch die beiden Schulbuslinien 147 und 178 führen über die Brücke Kurze Straße.

 Wobei sich die Regelung für die Schülerbeförderung als „äußerst kompliziert“ herausstellte, wie ein VKU-Sprecher gegenüber Shirley-Carina Carthaus einräumte. Die Mutter von drei Kinder wohnt in der Friedrich-Ebert-Straße 25a und hat bereits nach einem ersten Bericht im Emscherblog im Oktober vorigen Jahres Kontakt mit der VKU aufgenommen und auf die Problematik der Schülerbeförderung aufmerksam gemacht.

„Für meine beiden Kinder Xenia und Tom ist der Ausfall des Schulbusses nicht ganz so problematisch“, glaubt ihrer Mutter. Die 13-Jährige besucht das CSG, ihr zehnjähriger Sohn die Dudenrothschule. „Notfalls können die beiden mit dem Fahrrad in die Schule fahren. Auch wenn das jetzt in der dunklen Jahreszeit sehr gefährlich ist. Besonders wegen der gefährlichen Kreuzung mit der Stehfenstraße ist das aber kein sicherer Schulweg“, weiß Mutter Carthaus. „Da gibt es weder einen Fußgängerüberweg noch eine Ampel. Da passieren ständig Unfälle.“

Sohn muss Schulweg trainieren

Noch problematischer ist die Situation allerdings für Tom’s Zwillingsbruder Leonard. Er hat das Problem, sich nur schlecht auf neue oder ungewohnte Situationen einstellen zu können und benötigt deshalb auch eine Schulbegleitung, erzählt seine Mutter. „Leo besucht die Peter-Weiss-Gesamtschule in Unna. Da kann er auf keinen Fall mit dem Fahrrad hinfahren. Bislang fährt er morgens ab 6.58 Uhr von der Haltestellen Hirtenweg vor unserem Haus ab. Wenn es einen neuen Schulweg gibt, müssen wir das auf jeden Fall vorher mit Leo trainieren.“

Nachdem die Gemeinde Holzwickede den genauen Termin der Sperrung der Brücke zu Jahresbeginn bekannt gab, fragte Shirley-Carina Carthaus bei der Gemeinde und auch bei der VKU mehrfach nach, wie die Schülerbeförderung nach der Sperrung aussehen soll. Eine verbindliche Auskunft hat sie nicht bekommen.  Ein VKU-Mitarbeiter, der vor ein paar Wochen vor Ort war, hatte ihr lediglich inoffiziell gesagt, dass vermutlich ein kleinerer Bus morgens alle Kinder einsammeln und zur Massener Heide bringen wird, wo sie dann umsteigen müssen und zum Ostring fahren können, berichtet die Mutter.

„Für den Rückweg konnte man mir gar keine Information geben. Die Sache sei kompliziert und VKU und Gemeinde müssen sich noch abstimmen“, habe man ihr bei VKU und Gemeinde erklärt. „So überraschend kommt die Sperrung ja nicht“, wundert sich die Mutter. „Meine Kinder sind ja auch nicht die einzigen, die betroffen sind. Allein bei uns in der Friedrich-Ebert-Straße fahren morgens sechs Kinder mit dem Bus zur Schule.“

Mit Taxibus und Umsteigen

Auf Nachfrage des Emscherblogs bestätigte VKU-Sprecherin Inga Fransson gestern, dass es tatsächlich noch Abstimmungsbedarf gebe. Für heute (15. Januar) kündigte die VKU-Sprecherin eine Pressemitteilung der Verkehrsbetriebe mit den offiziellen Umleitungen und Ersatzverkehren an. „Das wäre ja dann auch noch rechtzeitig genug.“

Heute Vormittag meldete sich dann endlich auch die VKU bei Shirley-Carina Carthaus mit einer verbindlichen Auskunft: Danach soll ihr Sohn Leonhard um 6.59 Uhr morgens mit dem Taxibus der VKU zur Roonstraße gebracht werden, dort aussteigen und mit dem Bus zum Ostring weiterfahren. Auf dem Rückweg geht es mit dem 147er vom Ostring ab 15.02 Uhr in umgekehrte Richtung zur Roonstraße und von dort mit dem Taxisbus zum Hirtenweg zurück.

Ihre beiden anderen Kinder können morgens vom Hirtenweg mit dem Taxisbus direkt zum Schulzentrum fahren. Nach Schulschluss geht es von dort mit dem gewohnten Bus Richtung Bahnhof weiter. An der Rausinger Straße (Nachtwey) können die Kinder dann in einen Taxibus umsteigen, der sie zum Hirtenweg bringen wird.

Shirley-Carina Carthaus ist froh, diese Informationen endlich bekommen zu haben: „Es ist zwar etwas umständlicher, aber sehr schön, dass es jetzt diese Alternative gibt. Den neuen Schulweg muss ich aber auf jeden Fall zunächst erst mit Leo üben.“

Am Flughafen Dortmund hat heute ein Service-Fahrzeug das Regierungsflugzeug der Kanzlerin beschädigt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Evakuierung des Dortmunder Klinikviertels: Kreis hat Hilfe angeboten

Am Flughafen Dortmund hat heute ein Service-Fahrzeug das Regierungsflugzeug der Kanzlerin beschädigt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Fluggäste müssen sich am Sonntag (12. Januar) auf Unregelmäßigjkeiten und kurzfristige Änderungen am Flughafen einstellen. Der Flugverkehr ist nicht beeinträchtigt, aber der Dortmunder Hauptbahnhof ist wegen der Bombenentschärfung gesperrt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Nachbarstadt Dortmund bereitet am Wochenende, 11. und 12. Januar die Evakuierung von rund 14.000 Menschen aus Teilen der Innenstadt vor. Betroffen ist auch das Klinikviertel mit mehreren Krankenhäusern und Altenheimen. Der Grund für die Maßnahme liegt in der Erde: Am Sonntag, 12. Januar sollen mehrere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.   Der Kreis hat seine Hilfe bei dieser logistischen Herausforderung angeboten, nutzt das Ereignis, um seine Krisenstabstrukturen zu überprüfen und informiert am Tag der Entschärfung aktuell über das Ereignis.  

Alle Informationen werden auf www.kreis-unna.de gebündelt. Der Kreis nutzt gleichzeitig seine Social-Media-Kanäle, um über das Ereignis zu informieren. Schon jetzt ist klar, dass die Evakuierung Auswirkungen auf den Bus- und Bahnverkehr im Kreis Unna haben wird.  

Buslinie wird umgeleitet

Die Buslinie S30 der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) wird von Samstag, 11. Januar bis Sonntag, den 12. Januar eine Umleitung fahren. Es entfallen in dem Zeitraum die Haltestellen „Reinoldikirche“ und „Hauptbahnhof/ZOB“. Aktuelle Informationen unter: www.vku-online.de/stoermeldungen.  

Bahnverkehr eingeschränkt

Die Bahnhöfe Dortmund Hauptbahnhof und Dortmund-Möllerbrücke werden am Sonntag für den gesamten Publikumsverkehr gesperrt. Betroffen von den Sperrungen sind alle Nah- und Fernverkehrslinien, die in die Bereiche der genannten Bahnhöfe ein- oder ausfahren. Aktuelle Informationen gibt es bei der Deutschen Bahn unter www.bahn.de/aktuell.

 Flugverkehr und AirportExpress

Der Airport Dortmund teilt mit, dass Fluggäste sich am 12. Januar auf Unregelmäßigkeiten und kurzfristige Änderungen einstellen sollen. Zwar erwartet der Dortmunder Flughafen keine Beeinträchtigungen beim Flugverkehr, da aber der Dortmunder Hauptbahnhof gesperrt ist, sollten sich Flugreisende auf eine längere An- und Abreise einstellen. Zudem fährt der AirportExpress nicht wie gewohnt. Weitere Informationen gibt es unter www.dortmund-airport.de.  

Unnaer Krankenhäuser sind vorbereitet

Die Evakuierung des Dortmunder Klinikviertels am kommenden Wochenende hat auch Auswirkungen auf die beiden Unnaer Krankenhäuser. Sowohl das Katharinen-Hospital als auch das Evangelische Krankenhaus (EK) rechnet mit einem erhöhten Patientenaufkommen und setzt daher verstärkt Personal in den Notaufnahmen ein. Infos unter www.ek-unna.de und www.katharinen-hospital.de.  

Warn-App NINA

Die Warn-App NINA wird ebenfalls aktuelle Informationen geben. NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, mit der sich alle Interessierten Warnmeldungen direkt aufs Smartphone schicken lassen können. Die App kann kostenfrei heruntergeladen werden. Weitere Informationen gibt es auch unter: www.bbk.bund.de/nina. PK | PKU  

Schwerer Unfall auf Langscheder Straße: Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht Zeugen eines Verkehrsunfalles, der sich gestern (6.1.) auf der Langscheder Straße ereignete (Emscherblog berichtete)

Wie die Polizei dazu heute (7. Januar) mitteilt, waren ein 34-jähriger Iserlohner und ein 37-jähriger Beifahrer aus Schwerte auf der Langscheder Straße in Fahrtrichtung Osten unterwegs, als sie auf Höhe der Einmündung Bohnenkampweg von einem bislang noch unbekannten Pkw-Fahrer in einer leichten Rechtskurve überholt wurden. Beim Wiedereinscheren wurde der 34-jährige Iserlohner wegen eines entgegenkommenden Wagens so geschnitten, dass er auf den unbefestigten Seitenstreifen ausweichen musste, die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegenlenken musste. Hierbei schleuderte er durch den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Baum.

Eingeklemmtes Opfer nach einer Stunde befreit

Der 37-jährige Beifahrer aus Schwerte wurde durch den Aufprall eingeklemmt und musste von den Einsatzkräften der Feuerwehr befreit werden, die dafür das Autodach abtrennen mussten und eine Stunde benötigten. Zuvor hatte sich der 34-jährige Fahrer aus Iserlohn, bei dem Versuch, den Beifahrer zu bergen, leicht verletzt. Der Beifahrer wurde schließlich mit schweren Verletzungen in ein nahe gelegenes Krankenhaus verbracht. Die Langscheder Straße war insgesamt zwei Stunden lang gesperrt.

Bei der Unfallaufnahme durch die Polizei stellte sich heraus, dass der 34-jährige Fahrer aus Iserlohn nicht in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Bei dem flüchtigen Pkw soll es sich um meinen schwarzen Seat gehandelt haben. Die Polizei sucht nun weitere Zeugen. Hinweise nimmt die Wache Unna unter Tel. 0 23 03 9 21 31 20 entgegen.

Die Ermittlungen dauern an.

Das Sturmtief Sabine sorgte für einen Dauereinsatz der Holzwickeder Freiwillige Feuerwehr. Insgesamt fielen die Schäden aber geringer aus als zu befürchten stand. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Langescheder Straße: Feuerwehr befreit Unfallopfer – da kracht es erneut

Gleich mit zwei Verkehrsunfällen bekam es die Holzwickeder Feuerwehr am heutigen Abend (6.Januar) zu tun: Kurz nach 18 Uhr wurden die Einsatzkräfte zunächst zu einem Verkehrsunfall auf der Langscheder Straße gerufen.

Dort war aus bislang noch ungeklärter Ursache ein Pkw in Richtung Altendorf von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer des Fahrzeuges konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien, sein Beifahrer war dagegen im Fußraum eingeklemmt, wie Feuerwehr-Sprecher Marco Schäfer dazu mitteilt: „Wir haben eine technische Rettung eingeleitet und den Mann befreien können.“  Der verletzte Beifahrer wurde mit einem, Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht.  Der Pkw wurde durch den Unfall und die Bergungsmaßnahmen komplett zerstört.

Pkw fährt auf Schwerter Straße gegen Telefonmast

Noch während die Einsatzkräfte mit der Bergung des Unfallopfers bei dem ersten Unfall beschäftigt waren, wurden sie um 18.45 Uhr zu einem weiteren Verkehrsunfall auf der Schwerter Straße alarmiert. „Wir haben uns daraufhin aufgeteilt und sind mit drei Fahrzeugen zu dem zweiten Unfall gefahren“, so Marco Schäfer. Auf der Schwerter Straße war ein Pkw VW Golf aus ebenfalls noch ungeklärter Ursache in einer Kurve des Straßenverlaufs geradeaus gefahren und an einem Telefonmast gelandet. Der Fahrer, ein älterer Herr, war nach Angaben des Feuerwehrsprechers dem Anschein nach unverletzt.  „Allerdings machte der ältere Herr einen verwirrten Eindruck, weshalb er sicherheitshalber einem Krankenhaus zugeführt wurde.“

Der Blechschaden am Pkw hielt sich in Grenzen, jedoch wurde der Telefonmast so stark beschädigt, dass die Feuerwehr den Telekommunikationsanbieter informierten, der sich nunmehr um die Reparatur kümmert.  

Die Grünen fordern: Gemeinde soll mit Bahn über Verschönerung der Unterführung reden

Unterführung Nordstraße
Die Grünen möchten die Gemeindeverwaltung beauftragen, konkrete Gespräche mit der Deutschen Bahn über die Umgestaltung der Unterführung aufzunehmen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die Holzwickeder Grünen drängen darauf. Dass die Gemeinde Holzwickede Kontakt zur Deutschen Bahn aufnimmt, um konkrete Gespräche zur Umgestaltung der unattraktiven Bahnunterführung zu führen. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt von der Fraktion der Grünen für den nächsten Planungs- und Bauausschuss gestellt.

Für ihren Fraktionsvorsitzenden ist „Kommunalpolitik der Ort der Wahrheit“, so Friedhelm Klemp: „Seit Jahren werden wir immer wieder auf die Unattraktivität der Bahnunterführung in unserer Gemeinde angesprochen. Wir haben ja auch schon mit unserem Kunstprojekt versucht, diese Unattraktivität ein wenig zu mindern.“  

Was natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein konnte. Denn, so Klemp weiter: „Die Unterführung als Verbindung von der Nordstraße zur gemeindlichen Mitte ist Eingangstor für unsere Gemeinde und entspricht in keiner Weise moderner Gemeindegestaltung. Vielmehr ähnelt sie alten Ruhrgebietsfassaden.“

Unterführung gehört zum Bahnhofsumfeld

Ein kleiner Beitrag der Mitglieder der Grünen zur Verschönerung: die Wandbilder in der Unterführung Bahnhofstraße. (Foto: privat)

Im Zuge der Planung für eine moderne und attraktive Bahnhofsgestaltung haben die Grünen in den letzten Planungs- und Bauausschüssen des alten Jahres sowie auch im Rat ihr Anliegen zur Umgestaltung der Unterführung zum Ausdruck gebrachte und auf alte Beschlüsse hingewiesen. „Ich persönlich habe sogar auch auf Fördermöglichkeiten der Bahn für Umweltverschönerungen hingewiesen“, so Friedhelm Klemp.

„Für uns und für viele Bürger macht es überhaupt keinen Sinn, mit erheblichen Kosten einen modernen Bahnhof und sein Umfeld zu gestalten und dabei die Unterführung außer Acht zu lassen, die eine erheblich andere Ansicht bietet.“  

Auch bei der Gemeinde, erinnert der Grünen-Fraktionschef, ist Geld für Umgestaltung der Unterführung vorhanden: rd. Eine halbe Million Euro. „Das Geld muss nur abgerufen werden“, so Friedhelm Klemp.

Von daher daher bitten die Grünen die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses ihrem Antrag zu folgen und zu beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, konkrete Gespräche zur Umgestaltung der Unterführung mit der Deutschen Bahn zu führen und im darauffolgenden Fachausschuss darüber zu berichten, damit über weitere Maßnahmen diskutiert werden kann.

Rekordjahr für den Dortmunder Flughafen: Optimistischer Blick auch ins neue Jahr

Die vollständige Nutzung der schon jetzt 2.000 Meter langen Landebahn wird nach Darstellung der Flughafenbetreiber keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde bringen. (Foto: Dortmund Airport - Hans Jürgen Landes
Die Flughafenbetreiber können auf ein Rekordjahr zurückblicken: Über 2,7 Milo. Passagiere nutzten den Dortmund Airport in 2019. Auch Wizz Air trug mit einem Zuwachs von 29,1 Prozent bei den Passagierenzahlen wesentlich dazu bei. (Foto: Dortmund Airport – Hans Jürgen Landes

Die Betreiber des Dortmunder Flughafens können auf ein Rekordjahr zurückblicken: Dortmund Airport gehört zu den zehn größten Flughäfen in Deutschland. Trotz der allgemeinen Unsicherheiten in der Branche blickt Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager optimistisch auch ins neue Jahr.

„Wir haben unser Ziel, 2019 2,5 Millionen Passagiere an unserem Flughafen zu begrüßen, nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen. Damit können wir sehr zufrieden sein, denn die Zunahme liegt nicht nur weit über dem Branchenwachstum, sondern sie macht uns nach 2018 zum zweiten Mal in Folge auch zum Spitzenreiter bei der Passagierentwicklung“, so kommentiert Flughafen-Chef Udo Mager die Passagierbilanz des Dortmund Airport für 2019. Insgesamt nutzten den Flughafen 2.719.563 Fluggäste – 19,1 Prozent mehr als noch im Jahr 2018, das bereits mit einem Zuwachs von 14,2 Prozent endete.

Damit stellte der Flughafen 2019 einen neuen Passagierrekord auf: Der bisherige Spitzenwert von gut 2,33 Mio. Passagieren aus dem Jahr 2008 wurde bereits Anfang November eingestellt. Mit seinem überproportionalen Wachstum schafft der Dortmunder Flughafen darüber hinaus den Sprung unter die Top 10 der größten Flughäfen in Deutschland.

Kattowitz, Mallorca und London besonders beliebt

Kattowitz und London sind 2019 wiederholt die beliebtesten Ziele ab dem Dortmund Airport. Auf Platz drei liegt Mallorca. Allein die Verbindungen zu den drei Zielen nutzen ca. 700.000 Fluggäste. Beliebt waren 2019 auch die Städte München, Bukarest, Sofia und Wien. „Das Ranking zeigt, wie breit das Spektrum der Reiseanlässe bei unseren Fluggästen ist. Kattowitz wird von Geschäftsleuten wie familiär-kulturell motivierten Reisenden gleichermaßen genutzt. Mallorca ist besonders bei Touristen beliebt“, so Guido Miletic, Abteilungsleiter Marketing & Sales am Dortmund Airport.

Wizz Air wächst um 29,1 Prozent

 Mit Palanga in Litauen, Ohrid in Nordmazedonien sowie Frequenzerhöhungen zu beliebten Zielen wie den Masuren, Wien und Chişinău hat die Fluggesellschaft Wizz Air ihr Engagement am Dortmund Airport 2019 weiter ausgebaut. Insgesamt nutzten die ungarische Airline ca.1,88 Mio. Fluggäste und damit 29,1 Prozent mehr als noch 2018. Aber auch Ryanair und Easyjet sind am Standort Dortmund gewachsen und beförderten 2019 12,6 bzw. 5,5 Prozent mehr Gäste. 

Ausblick

„2019 war das passagierstärkste Jahr in der Geschichte des Dortmund Airport. Wenn wir dieses Ergebnis 2020 halten können, wäre das für uns ein großer Erfolg.“ Vor dem Hintergrund der Konsolidierungswelle in der europäischen Luftverkehrsbranche, dem Grounding der Boeing 737 Max, der Erhöhung der Luftverkehrsteuer und der Klimadebatte ist die Entwicklung des Luftverkehrs zwar von Unsicherheiten geprägt. „Nichts desto trotz blicken wir optimistisch ins neue Jahr“, so Mager, „denn jenseits aller notwendigen Beiträge des Luftverkehrs zum Klimaschutz ist die Mobilität eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Prosperität und damit auch für die Finanzierung des „Green Deal“ mit Investitionen zur Bewältigung des Klimawandels in Deutschland und Europa“.

Der Dortmund Airport hat allen Grund zum Optimismus: Ryanair kündigte bereits an, mit einer ihrer Töchter ab dem Sommerflugplan täglich die Strecke Dortmund – Wien zu bedienen. „Wir können außerdem davon ausgehen, dass sich die Erhöhung der Passagierzahlen in 2019 auch adäquat auf das Jahres- und Betriebsergebnis auswirken wird. Das vorläufige Jahresergebnis wird im Rahmen der Wirtschaftsprüfung voraussichtlich Ende März 2020 feststehen“, so Mager abschließend. 

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Es gibt wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Teilstück saniert: Wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße (K31)

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Es gibt wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Es gibt wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Der Zeitplan ist aufgegangen: Nach einer dreimonatigen Vollsperrung ist die Steinbruchstraße in Holzwickede (K31) wieder frei. Der Kreis Unna hat ein rund 400 Meter langes Teilstück komplett saniert. Wermutstropfen für die Anwohner: Die freie Fahrt auf der Straße ist nur von kurzer Dauer.

Zwischen der Schönen Flöte und dem Billmericher Weg haben die Straßenbauarbeiter in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass die Straße voll ausgebaut und etwas verbreitert wurde. „Wir konnten die Arbeiten pünktlich abschließen“, erklärt Jürgen Busch, zuständiger Sachgebietsleiter beim Kreis Unna, „und das war auch wichtig.“

Denn es steht schon die nächste Baustelle an – und dafür muss das Teilstück frei sein. Der Landesbetrieb Straßen NRW hat nämlich vor, die Autobahnbrücke im weiteren Verlauf der Straße, die dann Massener Heide heißt und auf Unnaer Stadtgebiet liegt, zu sanieren. Zur Vorbereitung darauf müssen Versorgungsleitungen unter Federführung der Stadtbetriebe Unna tiefer gelegt werden. Deshalb wird die Strecke voraussichtlich ab dem 20. Januar erneut voll gesperrt. Bis dahin kann der Verkehr auf dem frisch sanierten Teilstück rollen – allerdings zunächst mit Tempo 30, weil Markierungen noch fehlen. PK | PKU 

Der KulurBürgerBus Kreis fährt ab 23. Januar aus der Ruhrstadt zur Veransaltungen im Haus Opherdicke. Für Kulturfreunde aus Unna, Schwerte und Dortmund fährt der Taxi-Bus T51 der VKU. (Foto: Hans-Ulrich Neuendorf)

Bürgerblock will Bürgerbus auch für Holzwickede auf ehrenamtlicher Basis

Der Bürgerblock möchte auch in Holzwickede einen Bürgerbus nach Vorbild des Fröndenberger Bürgerbusses (Foto) auf ehrenamtlicher Basis einrichten. (Foto: Hans-Ulrich Neuendorf)
Der Bürgerblock möchte auch in Holzwickede einen Bürgerbus nach Vorbild des Fröndenberger Bürgerbusses (Foto) auf ehrenamtlicher Basis einrichten. (Foto: Hans-Ulrich Neuendorf)

Der Holzwickeder Bürgerblock will die Idee des Bürgerbusses für Holzwickede wiederbeleben und hat beantragt, die Einrichtung eines Bürgerbusses nach Vorbild des gleichnamigen Verkehrsangebotes in Fröndenberg zu prüfen. Schon in der ersten Sitzung des neuen Jahres am 15. Januar soll Verwaltung dazu eine Beschlussvorlage zur Diskussion und Abstimmung vorlegen.

Klagen über fehlende Busanbindung

„Von den Bürgern sind immer wieder Klagen über fehlende Busanbindungen, sei es in den entlegenen Ortsteilen, an Wochenenden oder in den Abendstunden, zu vernehmen“, begründet Michael Laux den Antrag seiner Fraktion. Durch die Entscheidung des Verkehrsausschusses im November, das TaxiBus-Systems beizubehalten, hätten diese Klagen neue Nahrung erhalten, glaubt der Fraktionsvorsitzende des Bürgerblocks. „Jedenfalls wurde der Wunsch nach Ausweitung dieses System, immer wieder geäußert.“

 Zur Lösung des Problems schlägt der Bürgerblock vor, die Idee der Einrichtung eines Bürgerbusses für Holzwickede wieder aufzunehmen. Als Orientierung könne der seit 1998 dem Vernehmen nach erfolgreiche Bürgerbus in Fröndenberg dienen. „Auch für Holzwickede sollte ein solches Verkehrsangebot, losgelöst vom Verkehrsträger VKU und auf Grundlage ehrenamtlichen Einsatzes, untersucht werden“, so Michael Laux.

Unabhängig davon zeige die aktuelle, Klimadebatte, dass alle Möglichkeiten zur Verringerung von Treibhausgasen ausgeschöpft werden sollten. Laux: „Die Optimierung der öffentlichen Verkehrsanbindungen ist daher mehr als geboten. Insofern hätte der Bürgerbus einen doppelten Nutzen.“

Die vollständige Nutzung der schon jetzt 2.000 Meter langen Landebahn wird nach Darstellung der Flughafenbetreiber keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde bringen. (Foto: Dortmund Airport - Hans Jürgen Landes

Wachstum und ökologische Ziele: Flughafen Dortmund stellt Nachhaltigkeitsbericht vor

Die vollständige Nutzung der schon jetzt 2.000 Meter langen Landebahn wird nach Darstellung der Flughafenbetreiber keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde bringen. (Foto: Dortmund Airport - Hans Jürgen Landes
Die vollständige Nutzung der schon jetzt 2.000 Meter langen Landebahn wird nach Darstellung der Flughafenbetreiber keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde bringen. (Foto: Dortmund Airport – Hans Jürgen Landes

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafen Dortmund GmbH in diesem Jahr stellte Flughafen-Chef Udo Mager die vorläufigen Verkehrszahlen für das Jahr 2019 und den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht vor. 

Mager zeigt sich mit der Passagierentwicklung sehr zufrieden: „Bereits Anfang November haben wir einen neuen Fluggastrekord aufgestellt. Insgesamt nutzten bis Ende November rund 2,49 Mio. Fluggäste den Dortmund Airport. Damit werden wir unser Ziel, 2019 mehr als 2,5 Mio. Passagiere am Airport zu begrüßen, nicht nur erreichen, sondern weit übertreffen. Bis zum Jahresende werden ca. 2,7 Mio. Fluggäste unseren Airport genutzt haben.“ Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das kumulierte Wachstum von Januar bis November bei 19,5 Prozent. 

Neue Verbindungen und Frequenzerhöhungen


Die Gründe für das starke Wachstum sind vielfältig. Sowohl neue Verbindungen und Frequenzerhöhungen als auch die Ausrichtung des Airports insgesamt sorgen für gute Verkehrszahlen. 

2018 und 2019 wurden insgesamt 14 neue Ziele eingeführt. Mit Palanga in Litauen, Ohrid in Nordmazedonien, Usedom und Kattowitz (Ryanair) vier davon in diesem Jahr. Damit reagieren die Airlines auf die starke Nachfrage in der Region. Und das Passagierwachstum soll weitergehen: Für 2020 hat bereits eine Ryanair-Tochter angekündigt, künftig von Dortmund nach Wien zu fliegen. Das wäre die sechste fest etablierte Airline am Dortmunder Flughafen. 

„Die hohe Anzahl an neuen Destinationen und die Frequenzerhöhung auf beliebten Strecken wie Wien oder zu den Masuren bestätigen die Attraktivität des Flughafenstandortes im Ruhrgebiet und die Bedeutung des Airports innerhalb Nordrhein-Westfalens“, erläutert Mager. Da die Bandbreite an Zielen von Mallorca, über Kattowitz und London bis Debrecen und Chisinau reicht, lockt der Flughafen sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen und familiär-kulturell motivierten Fluggäste an.

Nachhaltigkeit Teil der Unternehmensstrategie


Dass Wachstum nicht zu Lasten der Klimabilanz gehen muss, legt der Dortmunder Flughafen in seinem neuen Nachhaltigkeitsbericht dar. Der Dortmunder Flughafen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein. Der jetzt veröffentlichte Bericht zeigt, dass der Flughafen dabei auf einem guten Weg ist: „Wir haben die in unserem Einfluss liegenden CO2-Emissionen bezogen auf 2010 bereits um 85 Prozent gesenkt“, stellt Mager fest. 

Der Flughafen ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft bewusst. Deshalb spart der Bericht keinen Bereich aus und informiert über Themen wie Fluglärmüberwachung, Biomonitoring und Luftqualität sowie Ressourcen- und Materialeinsatz. 

Auch wenn der Dortmund Airport formal keiner normierten Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit unterliegt, veröffentlichte der Flughafen pünktlich zur Aufsichtsratssitzung bereits seinen vierten Nachhaltigkeitsbericht seit 2013. Grundlage für den vorliegenden Bericht sind die international anerkannten GRI Sustainability Reporting Standards (GRI SRS). Diese sind die ersten und am weitesten verbreiteten globalen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Der Nachhaltigkeitsbericht ist hier abrufbar.

(Foto: VKU)

Sonderbus zum Weihnachtsmarkt

Bequem und ohne stressige Parkplatzsuche ans Ziel kommen, das ist auch in der Vorweihnachtszeit möglich. Wer den Bus nutzt anstelle des Autos, der darf dann auch mal auf dem Weihnachtsmarkt ein oder zwei Becher Glühwein verkosten. Da viele Fahrgäste den Service der VKU gerne in Anspruch nehmen, starten pünktlich zum ersten Advent auch die Sonderverkehre.

Vom 29. November bis 1. Dezember findet in Holzwickede der jährliche Weihnachtsmarkt statt. Dazu hat die Gemeinde Holzwickede einen Sonderbus beauftragt. Alle Fahrgäste dieses Busses zahlen einen Sondertarif in Höhe von einem Euro pro Person und Fahrt.

De genauen Fahrplan des Sonderbus-Verkehrs finden Sie hier.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).

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