Die Lösungsvorschläge zur Verkehrsführung im Wohngebiet Mozartpark standen gestern auf der Tagesordnung der Verkehrsausschuss-Sitzung: Lkw-Verbot in der Mozartstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

CDU beantragt konsequente Verkehrskontrollen im Norden der Gemeinde

Die CDU Holzwickede hat eine konsequentere Überwachung des Lkw-Verkehrs und Tempomessungen im Holzwickeder Norden beantragt. Gleichzeitig fordern die Christdemokraten die Verwaltungsspitze auf, darauf hinzuwirken, dass die geforderten Maßnahmen durch das Ordnungsamt und die Kreispolizeibehörde umgesetzt werden.

Außerdem fordert die CDU-Fraktion: „Die Überwachungs- und Ahndungsmaßnahmen sind in Art, Anzahl und Zeitpunkt von den Behörden zu dokumentieren.“ Ziel sei es, die Überwachungsmaßnahmen sicht- und nachvollziehbar zu machen, um eine wirkungsvolle Abschreckung zu erzielen und auch gegenüber den Anwohnern zu dokumentieren, hier nicht untätig zu sein. Im nächsten Verkehrsausschuss sollen Verwaltung und Kreispolizeibehörde eingeladen werden und zum Überwachungsverhalten klar und umfänglich Stellung beziehen.

„Die CDU-Fraktion ist mit den immer wieder auftretenden Verkehrsproblemen im nördlichen Bereich des Bahnhofes an der Stehfenstraße, Kantstraße, Schubertstraße und Mozartstraße höchst unzufrieden und setzt sich für die berechtigten Interessen der betroffenen Anwohner ein“, begründen Fraktionsvorsitzender Frank Markowski und der Partei- und Verkehrsausschussvorsitzende Frank Lausmann ihren Antrag.

Die CDU-Fraktion hatte sich im letzten Verkehrsausschuss klar gegen die Aufstellung weiterer Verkehrsschilder ausgesprochen. Eine unendliche Aufforstung des Schilderwaldes könne nicht die Lösung sein. „Die notwendigen Beschilderungen der LKW-Einfahrtsverbote sind alle da, nur Verstöße dagegen durch die verbotene Einfahrt von LKW dürfen nicht einfach hingenommen werden und müssen von der Polizei und den zuständigen Ordnungsbehörden konsequenter überwacht und scharf geahndet werden“, so die Antragsteller.

Bis zur Fertigstellung der Ortsumgehung L677n kann nach Auffassung der CDU „ausschließlich eine konsequente und sichtbare Überwachung des ruhenden und fließenden Straßenverkehrs durch die Ordnungspartnerschaften und Polizei sowie durch eine rigorose Ahndung von Vergehen zu einer Verbesserung des für die Anwohner nicht hinnehmbaren Zustandes führen.“ Zusätzlich müssten in der Tempo-30-Zone verstärkt Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen werden, um die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Die Gemeinde Holzwickede wird das Parken auf den öffentlichen Parkplätzen (1. und 2. Reihe von links) an der Wilhelmstraße zeitlich begrenzen. Außerdem soll es strengere Kontrollen durch das Ordnungsamt in diesem Bereich geben. (Foto: (P. Gräber - Emscherblog.de)

Pendlerparkplatz an der Wilhelmstraße ausgewiesen

Die Gemeinde Holzwickede wird das Parken auf den öffentlichen Parkplätzen (1. und 2. Reihe von links) an der Wilhelmstraße zeitlich begrenzen. Außerdem soll es strengere Kontrollen durch das Ordnungsamt in diesem Bereich geben. (Foto: (P. Gräber - Emscherblog.de)
Auf dem Parkplatz an der Wilhelmstraße die Gemeinde neue Pendlerparkplätze angelegt (li. Reihe), die nur noch zeitlich begrenztes Parken erlauben. (Foto: (P. Gräber – Emscherblog)

Die Gemeindeverwaltung hat zur Verbesserung der Parksituation im Norden die Parkregelung am Pendlerparkplatz an der Wilhelmstraße, gegenüber Lidl und Reddy Küchen, geändert.

Beschlossen wurde diese Änderung im Verkehrsausschuss im November vorigen Jahres. Mit der neuen Beschilderung wird ab sofort nur noch eine zeitlich begrenzte Nutzung von bis zu zwölf Stunden zugelassen. Hiermit wird der Parkplatz seiner eigentlichen Bestimmung gerecht, sowohl für Pendler und Fahrgemeinschaften zur nahegelegenen Autobahn als auch den anliegenden Gewerbetreibenden sowie Kunden.

Da es sich um eine Neuregelung handelt, werden die Fahrzeuge, die widerrechtlich zu lange oder ohne Parkscheibe abgestellt werden, zunächst im Rahmen einer Übergangsfrist mit Hinweisen versehen, bevor dann nach Ablauf dieser Frist ordnungsrechtliche Maßnahmen ergriffen werden. Hierunter fallen kostenpflichtige Verwarnungen sowie Abschleppmaßnahmen.

Die Neuregelung ist zunächst für ein Jahr festgesetzt. Anschließend wird geprüft, ob sie sich bewährt hat.

Die Brücke über die B1-Brücke Kurze Straße ist in der Nacht zum heutigen Sonntag abrissen worden: Deutlich zu erkennen ist das Sandbett, das auf der B1 aufgeschüttet wurde, um Beschädigungen der Fahrbahn zu vermeiden. (Foto: F. Brockbals)

Abrissbagger leisten ganze Arbeit: B1-Brücke Kurze Straße ist Geschichte

Die Brücke über die B1-Brücke Kurze Straße ist in der Nacht  zum heutigen Sonntag abrissen worden: Deutlich zu erkennen ist das Sandbett, das auf der B1 aufgeschüttet wurde, um Beschädigungen der Fahrbahn zu vermeiden. (Foto: F. Brockbals)
Die Brücke über die B1-Brücke Kurze Straße ist in der Nacht zum heutigen Sonntag abrissen worden: Deutlich zu erkennen ist das Sandbett, das auf der B1 aufgeschüttet wurde, um Beschädigungen der Fahrbahn zu vermeiden. (Foto: F. Brockbals)

Die fast 60 Jahre alte Brücke Kurze Straße über die A40 (heutige B1) ist Geschichte: In der Nacht zu Sonntag (26. Januar) zerlegten insgesamt fünf Abrissbagger im Auftrag der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH das Bauwerk. Der Straßenverkehr auf der darunter liegende B1 zwischen der Abfahrt Holzwickede und dem Kreuz Unna/Dortmund wurde in beiden Richtungen komplett gesperrt.

Im Laufe des Tages müssen noch einige Restarbeiten erledigt werden. Ab morgen 5 Uhr soll der Verkehr dann wieder freigegeben werden. Allerdings bleibt die Fahrbahnbreite auf der B1 im Baustellenbereich für die Dauer der Bauarbeiten verengt.

Ganz so schnell wie die Brücke abgerissen wurde, kann sie allerdings nicht ersetzt werden: DEGES-Projektleiter Karl-Heinz Aukschun geht von einer Bauzeit von einem Jahr für das Ersatzbauwerk aus.

Der Abriss und Neubau der Brücke ist wegen des sechsspurigen Ausbaus der A40 erforderlich. Im gesamten Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Dortmund-Ost bis zum Autobahnkreuz Unna sind insgesamt 14 Brückenbauwerke von der Maßnahme betroffen. Im Bereich Holzwickede werden auch noch die Brücken über die Nordstraße und den Oelpfad erneuert bzw. ersetzt.

Bauzeit ein Jahr – danach folgt Brücke Nordstraße

Etwa ein  Jahr wird es nach Angaben der DEGES dauern, bis an dieser Stelle wieder der Verkehr über ein Ersatzbauwerk rollen kann. (Foto: F. Brockbals)
Etwa ein Jahr wird es nach Angaben der DEGES dauern, bis an dieser Stelle wieder der Verkehr über ein Ersatzbauwerk rollen kann. (Foto: F. Brockbals)

Wie der DEGES-Projektleiter bereits im Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde im Oktober erläuterte, wird es bei den Bauarbeiten an der Brücke Nordstraße nur tageweise eine Komplettsperrung des Straßenverkehrs auf der B1 geben: Zunächst wird der B1-Verkehr auf die südliche Hälfte der Brücke geführt, während die nördliche Hälfte abgebrochen wird. Parallel dazu wird die neue Ersatzbrücke gebaut. Wenn die erste Hälfte der neuen Brücke fertiggestellt ist, wird der Verkehr darauf geführt und die nördliche Hälfte der alten Brücke abgerissen. Diese Arbeiten werden außerhalb der Nordstraße durchgeführt, auf der der Rad- und Gehweg allerdings auf 1,15 m verengt werden muss.

Die vier Auf- und Abfahrten bleiben für mindestens drei Monate komplett geschlossen und werden als Rampen für den Baustellenverkehr genutzt. Während dieser Zeit muss der gesamte B1-Verkehr durch das Gemeindegebiet über die beiden nächstgelegenen Auf- und Abfahrten in Dortmund-Sölde bzw. dem Unnaer Kreuz umgeleitet werden.

Der genaue Termin, wann die Bauarbeiten an der Brücke Nordstraße beginnen, steht noch nicht fest. Dieser hängt auch vom Zeitplan für den neuen A40-Anschlkuss am Oelpfad mit der Ostumgehung ab, so Projektleiter Aukschun.

Vormarkierung für eingeschränktes Halteverbot im Krämersweg

Das Verkehrszeichen 290 wird im Krämersweg aufgestellt.

Die vorläufigen Abmarkierungen für die Einrichtung eines eingeschränkten Halteverbotes im Krämersweg beginnen am Donnerstag (23. Januar), wie die Gemeinde heute mitteilt.

Der Verkehrsausschuss hatte sich in seiner Sitzung im November mit dem Thema beschäftigt, nachdem sich 73 Anwohner mit einer Unterschriftenliste zunächst für eine verkehrsberuhigte Zone in den Straßen Krämers-, Lilien- und Rosenweg ausgesprochen hatten. Aus Kostengründen wurde darauf jedoch verzichtet. Stattdessen wird nun ausschließlich für den Krämersweg eine Zone mit eingeschränktem Halteverbot (Verkehrszeichen 290) mit Freigabe des Parkens in gekennzeichneten Flächen (VZ 1053-30) eingerichtet.

Um sicherzustellen, dass sich die Planung auch in der Praxis für die Anwohner als praktikabel erweist, werden die vorgesehenen Parkflächen übermorgen zunächst vormarkiert. Sollten Anwohner zu den vorgesehenen Parkflächen Anregungen und Hinweise haben, können sie sich telefonisch in der Gemeindeverwaltung, Bereich Straßenbau, bei Daniel Rauscher telefonisch (Tel. 91 54 04) oder auch per E-Mail (d.rauscher@holzwickede.de) melden.

Ausbildungskoordinatorin Silke Clare und Ausbildungsleiter Bernd Ossenberg sowie Geschäftsführer Udo Mager gratulieren den erfolgreichen Auszubildenden (m. Blumen) Maximilian Zimmermann, Zsofia Vari, Lara Bollmann und Mark Linnenbrügger (v.li.) - (Foto: Airport Dortmund)

Flughafen-Azubi beenden Ausbildung erfolgreich

Ausbildungskoordinatorin Silke Clare und Ausbildungsleiter Bernd Ossenberg sowie Geschäftsführer Udo Mager gratulieren den erfolgreichen Auszubildenden (m. Blumen) Maximilian Zimmermann, Zsofia Vari, Lara Bollmann und Mark Linnenbrügger (v.li.) -  (Foto: Airport Dortmund)
Ausbildungskoordinatorin Silke Clare und Ausbildungsleiter Bernd Ossenberg sowie Geschäftsführer Udo Mager gratulieren den erfolgreichen Auszubildenden (m. Blumen) Maximilian Zimmermann, Zsofia Vari, Lara Bollmann und Mark Linnenbrügger (v.li.) – (Foto: Airport Dortmund)

Flughafengeschäftsführer Udo Mager, Ausbildungsleiter Bernd Ossenberg und Ausbildungskoordinatorin Silke Clare gratulierten heute (20. Januar) dem Flughafen-Nachwuchs: Nach zweieinhalb Jahren Vorbereitung haben alle Flughafen-Azubis erfolgreich ihre Ausbildung zum/r Servicekaufmann/-frau im Luftverkehr beendet. Maximilian Zimmermann, Zsofia Vari, Lara Bollmann und Mark Linnenbrügger sind nun für zahlreiche Aufgabenfelder gerüstet. 

Geschäftsführer Udo Mager ist stolz auf die ehemaligen Auszubildenden: „Mit der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung als Servicekauffrau/-mann im Luftverkehr sind unsere Auszubildenden echte Allrounder und können in unterschiedlichsten Feldern eingesetzt werden. Damit werden sie zu wertvollen Mitarbeitenden des Flughafens, die das gesamte Geschehen am Airport kennen.“ Im Zuge der Ausbildung durchlaufen die Nachwuchskräfte alle relevanten Flughafen-Bereiche – von der Abfertigung über die Buchhaltung bis hin zu Marketing und Vertrieb. 

Lara Bollmann wird in Zukunft die Bereiche Personal und Controlling am Airport unterstützen, Mark Linnenbrügger arbeitet in der Abteilung Facility Management und Zsofia Vari verstärkt den operativen Bereich. Maximilian Zimmermann wechselt zur Flughafen-Mutter, den Dortmunder Stadtwerken und arbeitet dort in der Buchhaltung. Bereits während der Ausbildung lernen alle Auszubildenden diese Abteilung der DSW21 kennen. „Das zeigt, dass unsere Auszubildenden nicht nur für die Arbeit am Flughafen, sondern für Arbeiten in der gesamten Unternehmensgruppe bestens gerüstet sind“, so Mager.

Neben der Ausbildung zum/r Servicekaufmann/-frau im Luftverkehr, die derzeit noch acht Auszubildende absolvieren, bildet der Dortmund Airport momentan zwei Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Nähere Informationen zur Ausbildung am Flughafen sind auf der Flughafen-Website zu finden. 

Der KulurBürgerBus Kreis fährt ab 23. Januar aus der Ruhrstadt zur Veransaltungen im Haus Opherdicke. Für Kulturfreunde aus Unna, Schwerte und Dortmund fährt der Taxi-Bus T51 der VKU. (Foto: Hans-Ulrich Neuendorf)

Bewegung rund um Haus Opherdicke: Mit dem Bus zum Konzert und zurück

Der KulurBürgerBus Kreis fährt ab 23. Januar aus der Ruhrstadt zur Veransaltungen im Haus Opherdicke. Für Kulturfreunde aus Unna, Schwerte und Dortmund fährt der Taxi-Bus T51 der VKU.  (Foto: Hans-Ulrich Neuendorf)
Der KulturBürgerBus Kreis fährt ab 23. Januar aus der Ruhrstadt zur Veransaltungen im Haus Opherdicke. Für Kulturfreunde aus Unna, Schwerte und Dortmund fährt der Taxi-Bus T51 der VKU. (Foto: Hans-Ulrich Neuendorf)

Musik genießen, in der Pause ein Gläschen Sekt oder ein kühles Blondes trinken und nicht nur sicher hin, sondern auch zurück kommen? Kein Problem, denn Haus Opherdicke wird auch am Abend immer besser angebunden. Ab 23. Januar gibt es einen weiteren Service.   Der KulturBürgerBus Fröndenberg fährt Konzertbesucher aus der Ruhrstadt zur Veranstaltung und zurück. Er bietet Platz für maximal acht Personen.

Gedacht ist das Angebot für Gäste der Reihe WeltMusik MusikWelt (erstes Konzert 2020 am 23. Januar) und der Kammermusikalischen Reihe (Auftakt am 6. Februar). Anmeldungen sind bis einen Tag vor dem Konzert möglich.

Ansprechpartner sind im Kulturbereich des Kreises Jana Keuch, Tel. 0 23 03 27 18 41, und Heinz Kytzia, Tel. 0 23 03 27 25 41. Reservierungen sind auch per Mail an jana.keuch@kreis-unna.de und heinz.kytzia@kreis-unna.de möglich.  

Auch noch gut zu wissen  

Linienführung und Haltestellen: Fröndenberg Mitte/ZOB – Bahnhof – Bahnhof Ardey – Bahnhof Langeschede – Dellwig Mitte – Altendorf – Haus Opherdicke. Nutzung der C71: An den Konzerttagen kann die C71-Linie bis Fröndenberg-Mitte kostenfrei genutzt werden. Die Hin-und Rückfahrt Fröndenberg – Opherdicke kostet insgesamt fünf Euro. Los geht es ab Fröndenberg-Mitte jeweils um 18.45 Uhr.    

Taxi-Bus T51 ist ebenfalls am Start

Für Konzertfreunde aus Unna, Schwerte oder Dortmund gibt es nach dem Konzert ein Angebot der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft VKU. Sie schickt den TaxiBus T51 auf die Straße. Er bringt Gäste nach der Veranstaltung von der Haltestelle im Schlosshof über Bahnhof Holzwickede zum Bahnhof Unna.    

Die Vorbestellung ist unter Tel. 0 80 03 50 40 31 (kostenfrei) möglich. Der Fahrtpreis richtet sich nach dem ÖPNV-Tarif.     Für die Hinfahrt können Busse genutzt werden.   

R 51 der VKU: Bahnhof Unna – Bahnhof Holzwickede – Haus Opherdicke. R 52 der Westfalenbus GmbH: Bahnhof Unna – Billmerich – Haus Opherdicke.

Die Bahn kommt  Angereist werden kann zum Haus Opherdicke werktags inzwischen auch mit der Bahn. Stündlich zwischen 7.30 und 19.30 Uhr macht die R 52 einen Schlenker und hält auch am Bahnhof Holzwickede.   Weitere Informationen gibt es bei der Servicezentrale fahrtwind, Tel. 0 18 06 50 40 30 (20 Cent pro Verbindung, mobil maximal 60 Cent) und im Internet unter www.fahrtwind-online.de, www.westfalenbus.de und www.bahn.de. PK | PKU

eine bürgernahe Aussetzung der Kostenbeteiligung aus. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Gemeinde prüft Schutzstreifen für Radfahrer und ehrenamtliches Bürgerbus-System

 eine bürgernahe Aussetzung der Kostenbeteiligung aus. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Der Verkehrsausschuss hat die Verwaltung beauftragt zu prüfen, auf welchen Gemeindestraßen Schutzstreifen für Radfahrer abmarkiert werden können: hier die Rausinger Straße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

In der Sondersitzung des Verkehrsausschusses am Donnerstag (16.1.) wurden auch zwei Anträge des Bürgerblocks behandelt.

Bei dem ersten Antrag ging es um die Einrichtung von Schutzstreifen für Radfahrer auf den Gemeindestraßen. Die abmarkierten Schutzstreifen stellen nach Ansicht des Bürgerblocks eine kostengünstige Alternative zu vollwertigen Radwegen dar, für die oftmals auch der Platz fehlt.  Fahrzeuge dürfen die Markierungen bei Bedarf überfahren, wobei jedoch eine Gefährdung der Radfahrer ausgeschlossen sein muss. Allerdings ist die Abmarkierung solcher Schutzstreifen an rechtliche Voraussetzungen gebunden.

Die Verwaltung erhielt einstimmig den Auftrag zu prüfen, welche Gemeindestraßen für diese Maßnahme geeignet sind.  Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch kündigte an, wegen der Vielzahl der zu überprüfenden Straßen erst in der übernächsten Verkehrsausschussitzung das Ergebnis vorstellen zu können.

Einstimmige Beschlüsse im Verkehrsausschuss

Ebenfalls einstimmig wurde auf Antrag des Bürgerblocks beschlossen, die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen, ob in Holzwickede ein Bürgerbus eingerichtet werden kann. Vorbild, so Bürgerblock-Sprecher Frank Niehaus, könnte das ehrenamtliche Fröndenberger Modell sein.

Nach Ansicht des Ausschussvorsitzenden Frank Lausmann (CDU) könne ein solches Modell „nicht von oben verordnet werden“. Vielmehr brauche es „zum Anstoß eine Initiative von Ehrenamtlichen“.

Die Vertreterin der Grünen sah eher die Gefahr, dass Ehrenamtliche mit einem Bürgerbus noch weiter belastet werden, obwohl ÖPNV doch eigentlich eine kommunale Aufgabe ist. Doch der Prüfung durch die Verwaltung wollte sich keine Fraktion versperren.

Das Interesse der Bürger an der Sondersitzung des Verkehrsausschusses war groß. Es ging um eine Änderung der Verkehrsführung im Wohngebiet Mozartstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Lkw-Probleme im Quartier Mozartstraße: Verkehrsausschuss lehnt Änderungen ab

Das Interesse der Bürger an der Sondersitzung des Verkehrsausschusses war groß. Es ging um eine Änderung der  Verkehrsführung im Wohngebiet Mozartstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Das Interesse der Bürger an der Sondersitzung des Verkehrsausschusses war groß. Es ging um eine Änderung der Verkehrsführung im Wohngebiet Mozartstraße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Im Verkehrsausschuss am Mittwochabend (15.1.) ging es noch einmal um die Änderung der Verkehrsführung im Wohngebiet Mozartpark. Die SPD-Fraktion hatte die Sondersitzung beantragt, nachdem ihr Antrag zum Thema aufgrund eines „Missverständnisses“ nicht wie gewünscht zur Abstimmung gekommen war. Um es vorweg zu nehmen: Auch nach der Sondersitzung gestern wird es keine Änderungen an der Verkehrsführung geben.

Dass das Thema die Menschen im Quartier bewegt, war an der großen Zuschauerzahl in der Sitzung zu erkennen, die eigens wegen des erwarteten Interesses in das Forum verlegt worden war. Bereits in der Bürgerfragestunde zu Anfang mussten sich die Behörden- und Gemeindevertreter fragen lassen, was sie gegen den gar nicht zulässigen Lkw-Verkehr in dem Wohnquartier, unter dem die Anwohner seit Jahren leiden, zu tun gedenken.  

Der Vertreter der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis Unna, Michael Arnold, stellte klar: „Wir beschäftigen uns bereits seit mehr als zehn Jahren mit der Thematik und haben eigentlich schon alles getan, was getan werden konnte. Es müsste nur befolgt werden.“  Das Lkw-Verbot sei eindeutig ausgeschildert. Wenn die Polizei die Einhaltung allerdings nicht überwacht… Ausschussvorsitzende Frank Lausmann hakte hier ein und verwies darauf, dass die Gemeinde nach der vorangegangenen Sitzung noch einmal Kontakt mit der Polizei aufgenommen habe: „Die Polizei hat uns Kontrollen zugesichert.“

SPD-Sprecher Manfred Matysik machte zur Begründung des Antrages seiner Fraktion deutlich, dass es der SPD darum geht, etwas an der Problematik zu ändern, um den Leidensdruck der Anwohner zu mindern. „Nur eine einfache Kenntnisnahme und ist die Sache ist damit vom Tisch, ist uns zu wenig.“  

Fünf Maßnahmen hatte die SPD ursprünglich vorgeschlagen: Vier davon, nämlich eine Anpassung der Ampelphasen an der Kreuzung Nord-, Rausinger- und Stehfenstraße,  Stop-Schilder an den Einmündungen Mozart- und Friedrichstraße, eine Beschilderung an den Autobahnabfahrten an der Nordstraße sowie eine Änderung der Verkehrsführung im Kreuzungsbereich Stehfen-, Natorper- und Friedrich-Ebert-Straße wollte die SPD-Fraktion schon selbst „nicht gegen jede Vernunft verfolgen“, wie Sprecher Manfred Matysik erklärte. Denn die Straßenverkehrsbehörde bzw. die Polizei hatte sich deutlich gegen diese Vorschläge ausgesprochen, weil sie entweder zu einer größeren Verkehrsgefährdung führen würden und/oder rechtlich gar nicht zulässig wären.

Auch Minimal-Lösung scheitert an Stimmen-Patt

SPD-Fraktionschef Klimziak erläutert den "Joker"-Vorschlag seiner Fraktion: Eine gerade Führung des Radweges in der Schubertstraße würde mehr Platz für Wendemanöver schaffen. (Foto: P. gräber - Emscherblog)
SPD-Fraktionschef Klimziak erläutert den „Joker“-Vorschlag seiner Fraktion: Eine gerade Führung des Radweges in der Schubertstraße würde mehr Platz für Wendemanöver schaffen. (Foto: P. gräber – Emscherblog)

Auf einer weiteren Maßnahme als Minimal-Lösung beharrte die SPD indes: die Schließung der Schubertstraße im nördlichen Abschnitt an der Anbindung zur Natorper Straße. Dazu sollten die letzten Meter der Schubertstraße als Einbahnstraße ausgeschildert werden, wodurch eine Sackgasse entstünde

Die Verwaltung hatte sich zwar auch gegen diese Maßnahme ausgesprochen: Es gebe auf öffentlichen Flächen keine ausreichenden Wendemöglichkeiten für Lkw, die bereits in die Schubertstraße eingefahren sind. Doch dieser Argumentation wollte die SPD nicht folgen. Lkw könnten sehr wohl wenden, wenn private Gehwegüberfahrten oder Garagenflächen mitgenutzt werden. „Das ist zulässig und wird wollen das auch nutzen“, so Fraktionschef Michael Klimziak. „Außerdem haben Lkw ja eigentlich dort überhaupt nichts zu suchen. Wer trotzdem dort einfährt und sieht, dass er nicht weiterkommt, wird das sicher kein zweites Mal tun.“  Im Übrigen sei die Sackgasse so rechtzeitig zu erkennen, dass ein Ausfahren aus dem Quartier in die Seitenstraße nach rechts ohne Wendemanöver geschehen kann.  

Die Vertreter des Bürgerblocks, vor allem aber auch der CDU überzeugte das nicht. BBL-Sprecher Frank Niehaus blieb skeptisch und wollte bei den Platzverhältnissen auf der ganz sicheren Seite sein. Ausschussvorsitzende und CDU-Chef Frank Lausmann kam es obendrein darauf an, keinen Verdrängungsverkehr zu schaffen, der dann Bürger an anderer Stelle zusätzlich belastet.

Auch der daraufhin von der SPD gezogene „Joker“ gegen das Platzmangel-Argument stach da nicht mehr: Michael Klimziak schlug vor, den Radweg an der Schubertstraße nicht mehr wie bisher im letzten Einmündungsbereich nach rechts zu verschwenken, sondern an der Schubertstraße einfach weiter geradeaus zur Natorper Straße zu führen. „Damit verändern wir am Radweg nichts, gewinnen im Einmündungsbereich aber mehr Platz zum Wenden.“

Dass dies tatsächlich zutrifft und auch realisierbar wäre, bestätigte Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch ebenso wie auch der Vertreter der Straßenverkehrsbehörde.

In der anschließenden Abstimmung stimmten neben den SPD- auch die beiden FDP-Mitglieder für diesen Kompromiss. BBL und CDU stimmten dagegen. Da auch die Vertreterin der Grünen mit ihnen gegen den Kompromiss stimmte, ergab sich ein Stimmenpatt (8:8 Stimmen). Damit war der Antrag der SPD abgelehnt – zur Enttäuschung der meisten Anwohner im Publikum.

Kennzeichen als Kerngeschäft: In der Zulassungsstelle des Kreises Unna dreht sich alles um Auto, Motorrad, Lastwagen und Co. (Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna)

Zahl der im Kreis Unna zugelassenen Fahrzeuge steigt ständig

Kennzeichen als Kerngeschäft: In der Zulassungsstelle des Kreises Unna dreht sich alles um Auto, Motorrad, Lastwagen und Co. (Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna)
Kennzeichen als Kerngeschäft: In der Zulassungsstelle des Kreises Unna dreht sich alles um Auto, Motorrad, Lastwagen und Co. (Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna)

Die Zahl ist gigantisch, und sie wächst stetig weiter: Ende Dezember 2019 waren 312.290 Fahrzeuge im Kreis Unna zugelassen.

Was im Straßenbild auffällt, kann die Zulassungsstelle der Straßenverkehrsbehörde nur bestätigen: Die Anzahl der Autos mit E-Kennzeichen wird immer größer. Seit Mitte 2015 können reine Elektrofahrzeuge, aber auch beispielsweise Plug-In-Hybridfahrzeuge und Brennstoffzellenautos mit E-Kennzeichen fahren. Ende des vergangenen Quartals waren beim Kreis bereits 783 Fahrzeuge mit dem „E“ hinten im „Nummernschild“ gemeldet.  

Groß ist auch nach wie vor die Nachfrage nach dem LÜN-Kennzeichen: 28.049 Fahrzeuge rollen mit „LÜN“ über die Straßen und machen so schnell klar, für welche Stadt im Kreis ihr Herz schlägt.  

Die Gesamtzahl der zugelassenen Fahrzeuge ist übrigens deutlich größer als die Summe der UN-, LÜN- und LH-Kennzeichen. Das liegt an der inzwischen bundesweit möglichen Kennzeichen-Mitnahme. So sind im Kreis Unna auch zahlreiche Fahrzeuge von Haltern gemeldet, die früher mal anderswo wohnten und immer noch mit ihrem alten Nummernschild unterwegs sind. PK|PkU

Eine genaue Statistik des Fahrzeugbestandes, aufgeschlüsselt nach Kommunen, finden Sie hier.

(Foto: VKU)

VKU gibt Umleitungen wegen Sperrung Massener Heide und Kurze Straße bekannt

Die Brücke Kurze Straße über die B1 in Holzwickede und die Massener Heide in Unna werden ab Montag (20. Januar) komplett für den Verkehr gesperrt (wir berichteten). Daher müssen die Buslinien 147 und 178 für die Dauer der Baumaßnahmen eine Umleitung fahren. Die VKU teilt dazu jetzt mit:

Folgende Haltestellen der Linie 147 können bis voraussichtlich Dienstag (19. Mai 2020) nur von einem Pendelbus bedient werden: „Obermassen Friedhof“, „Bennemann“, „Liedbachtal“, „Massener Heide“, „Abzw. Stuckenberg“, „Schöne Flöte“, „Massener Straße“ und „Schulze Holzwickede“.

Außerdem bedient der Pendelbus noch bis voraussichtlich Januar 2021 die Haltestellen „Stehfenstraße“, „Hirtenweg“ und „Rombergstraße“ der Linien 147 und 178.

Der Pendelbus fährt die genannten Haltestellen zu den regulären Zeiten an. Es gibt keinen gesonderten Fahrplan.

An den Haltestellen „Roonstr.“, “Karlstr.“ und „Rausinger Straße“ haben die Fahrgäste Anschluss vom Pendelbus an die regulären Linienbusse.

Fahrgäste von Unna in Richtung Holzwickede können die Haltestelle „Wickeder Straße“ als Alternative nutzen.

Fahrgäste von der Dudenrothschule in Richtung Opherdicke (Linie 178) können alternativ die Haltestelle „Schulze Holzwickede“ nutzen.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).

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