Die Folgenutzung der Immobilie beschäftigt derzeit die Politik. SPD und auch FDP haben jetzt eigene Anträge dazu gestellt. der AWO-Kindergarten in Opherdicke. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Nachnutzung von Gebäuden in Bergdörfern beschäftigt Politik: Anträge von SPD und FDP

Die Folgenutzung der Immobilie beschäftigt derzeit die Politik. SPD und auch FDP haben jetzt eigene Anträge dazu gestellt. der AWO-Kindergarten in Opherdicke. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die Folgenutzung der Immobilie beschäftigt derzeit die Politik. SPD und auch FDP haben jetzt eigene Anträge dazu gestellt. der AWO-Kindergarten in Opherdicke. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Durch den Bau der beiden neuen Kindertagesstätten im Emscherpark und in Opherdicke werden sich erstmals zum neuen Kindergartenjahr (ab 1. August) ganz neue räumliche Möglichkeiten in Opherdicke und Hengsen ergeben, die derzeit auch die Holzwickeder Politik beschäftigen. Vor diesem Hintergrund haben die SPD und auch die FDP jetzt jeweils gesonderte Anträge zur Nachfolgenutzung von Immobilien gestellt.

Der SPD-Antrag zielt dabei auf die Folgenutzung des Geländes der AWO-Kita Sonnenblume in Opherdicke ab. Das Grundstück dort befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Das darauf stehende Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. „Der Abriss, verbunden mit einem Neubau, scheint hier die wirtschaftlichste Alternativer“, heißt es im SPD-Antrag dazu. Seitens der Verwaltung gibt es verschiedene Überlegungen zur Nachnutzung für die Immobilie. „So hat man an eine Möglichkeit der Nahversorgung gedacht, konkret an das Modell eines Hofladens, aber auch mögliche kleinere Dependancen von Discountern dort einzurichten“, heißt es in dem Antrag weiter. Hier gibt die SPD-Fraktion allerdings zu bedenken, „dass kleinere Läden der Nahversorgungkeine keine längere Lebensdauern in Opherdicke aufweisen konnten“.  

SPD schlägt seniorengerechtes Wohnen vor

„Durch unsere Ortsvorsteherin und unseren Bürgermeisterkandidaten wurde aber bekannt, dass Wohnraum für ältere Menschen in Opherdicke fehlt, verbunden mit eine Pflege- und Versorgungseinrichtung“, so SPD-Fraktionschef Michael Klimziak. „Sie wissen von vielen Gesprächen, dass es Senioren, die Ihr Haus nicht mehr selbst ,bewirtschaften‘ können, sehr schwer fällt, das ,geliebte Dorf‘ zu verlassen.“

Das Grundstück der AWO-Kita sei groß genug, so dass dort „mehrere Wohnungen für Senioren zu errichten“ wären, schlägt der Fraktionsvorsitzende vor. Für die Betreuung der Menschen in den Seniorenwohnungen könnte auch die AWO infrage kommen, so Klimziak weiter.  In Verbindung mit dem seniorengerechten Wohnraum könnte dort auch eine Bäckerei vielleicht auch mit einem Café, ähnlich wie der Betrieb im Landweg, entstehen, das darüber hinaus auch „über eine kleine Auswahl an täglichen Bedarfsartikeln verfügen“ könnte.

„Wir denken hier nicht nur an die Senioren und die sonstigen Einwohner von Opherdicke und Hengsen, sondern z.B. auch an die vielen Fahrradtouristen, die das Dorf passieren“, erläutert Michael Klimziak. Daher beantragt seine Fraktion, die Verwaltung mit der Prüfung einer solchen Idee für die Nachnutzung des Geländes zu beauftragen. „Hier ist sicher auch unsere kreiseigene UKBS einzubeziehen“, fordert Klimziak. Im nächsten Fachausschuss soll die Verwaltung dann berichten.

FDP für Unterbringung des DRK

Feuerwehrgerätehaus Schwerter Straße
Nach Ansicht der FDP als neues DRK-Domizil weniger gut geeignet: das ehemalige Feuerwehrgerätehaus an der Schwerter Straße in Hengsen. (Foto: Archiv)

Die FDP hat ihren Antrag zur Überplanung des Grundstücks an der Schwerter Straße mit dem Feuerwehrgerätehaus und der Kita Schatzkiste in Hengsen für den kommenden Planungs- und Bauausschuss gestellt. Auch die Nachnutzung der Gebäude auf dieser Fläche wurde bereits in den Haushaltsberatungen im Herbst thematisiert: Bekanntlich ist von der Verwaltung beabsichtigt, den DRK-Pavillon am aktuellen Standort Im Hof neben der Dudenrothschule aufzugeben und nach Hengsen in die Räumlichkeiten der ehemaligen Feuerwehr an der Schwerter Straße zu verlagern. Die Räume dort werden aktuell noch von der Kita Schatzkisten nebenan mitgenutzt.

„Die FDP hält diesen Standort in Hengsen, der gemeinsam mit der Fläche und den Gebäuden der noch genutzten Schatzkiste zu betrachten wäre, für nicht geeignet“ als neues DRK-Domizil, wie ihr Vorsitzender Lars Berger erklärt. „Neben dem Feuerwehrhaus, wird auch die Immobilie der evangelischen Tageseinrichtung bald einer neuen Nutzung unterzogen werden müssen“, begründet er diese Auffassung. „Die Fläche als gesamte Einheit betrachtet birgt ein erheblich größeres Potential für eine zukünftige Nachnutzung.“ 

Gesamtfläche in Hengsen hat mehr Potenzial

Die Liberalen sehen an diesem Standort „viel eher eine mögliche Nutzung für eine kleine Nahversorgung als am ehemaligen Standort des AWO-Kindergartens in Opherdicke“, so Berger weiter. „Die vorhandene verkehrliche Erschließung an der Schwerter Straße birgt allein durch das höhere Verkehrsaufkommen ein größeren Zulauf für eine mögliche gewerbliche Nutzung im Bereich der Nahversorgung.“  Einen weiteren Vorteil sieht die FDP-Fraktion in der Möglichkeit, „das DRK alternativ nach Opherdicke in den jetzigen Standort der AWO Kita zu verlagern“.  Denn der Neubau der AWO-Kita im Emscherpark wird voraussichtlich eher fertiggestellt, als die neue evangelische Kita an der Unnaer Straße, in die die Kita Schatzkiste umziehen wird.

Ein Auszug des DRK am Standort neben der Dudenrothschule wäre also früher möglich, womit auch die notwendige Erweiterung der OGS der Schule eher beginnen könnte.  

Der Efeu- und Weinbewuchs wird ab heute vom alten Rathauses entfernt. Etwa fünf Jahre soll es dauern, bis das Grün wieder bis zum Dachfirst hochgewachsen ist. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Efeu- und Weinbewuchs am Rathaus wird entfernt

Der Efeu- und Weinbewuchs wird ab heute vom alten Rathauses entfernt. Etwa fünf Jahre soll es dauern, bis das Grün wieder bis zum Dachfirst hochgewachsen ist.   (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Der Efeu- und Weinbewuchs wird ab heute vom alten Rathauses entfernt. Etwa fünf Jahre soll es dauern, bis das Grün wieder bis zum Dachfirst hochgewachsen ist. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Ansicht des alten Rathauses zum Marktplatz hin wird sich für einige Jahre verändern: Mit dem heutigen Tag (20. Januar) hat eine beauftragte Firma mit dem Rückschnitt des Fassadenbewuchses am Rathaus begonnen, wie die Gemeindeverwaltung mitteilt. Dies sei Gemeinde im Vorfeld der Säuberung der Fassadenseiten erforderlich, um die Flächen bearbeiten zu können.

Im ersten Arbeitsschritt werden die vier Fassaden manuell freigeschnitten und der Efeubewuchs samt Wurzelwerk entfernt, wie die Gemeinde weiter mitteilt. Der Weinbewuchs wird dabei nicht komplett entfernt, sondern fachgerecht zurückgeschnitten. Nach etwa fünf Jahren soll der Weinbewuchs wieder bis zum Dachfirst hochgewachsen sein. Insofern ergibt sich die Chance, Totholz zu entfernen und den Wein wieder gesund wachsen zu lassen.

Im Anschluss an den Freischnitt werden die Nordfassade und Teile der Ostfassade von allen anhaftenden Verschmutzungen, wie z.B. Kletterfüßchen gereinigt. Dies geschieht in einem schonenden Verfahren mittels eines Hochdruck-Wasserdampfreinigers. Dieser Arbeitsschritt muss frühzeitig erfolgen, weil in diesem Bereich der Neubau anschließt und die Fassade somit Innenbereich des neu entstehenden Foyers sein wird.

Das Thema „Sportforum für Holzwickede“ beschäftigte auf Einladung des Holzwickeder SC und der Turngemeinde Holzwickede die Vertreter von Rat und Verwaltung im Sportheim des Montanhydraulik-Stadions. (Foto: privat)

Überangebot an Hallenkapazitäten: CDU fordert Sachstandsbericht zum Sportforum

Das Thema „Sportforum für Holzwickede“ beschäftigte auf Einladung des Holzwickeder SC und der Turngemeinde Holzwickede die Vertreter von Rat und Verwaltung im Sportheim des Montanhydraulik-Stadions. (Foto: privat)
Im April 2018 stellten Vertreter des HSC und der TGH das „Sportforum für Holzwickede“ den Vertretern von Rat und Verwaltung im Sportheim des Montanhydraulik-Stadions vor. (Foto: privat)

Das von den beiden Sportvereinen HSC und TGH im Fachausschuss im Juni 2018 vorgestellte Sportforum für Holzwickede stößt auf breite Zustimmung im politischen Raum. Die SPD hat sich inzwischen sogar schon auf den Standort am Aachener Weg festgelegt. Als einzige Fraktion im Rat hat sich bislang die CDU gegen das Sportforum nach Vorbild des Sportforums des TV Jahn-Rheine positioniert. Jetzt hat die CDU-Fraktion einen Sachstandsbericht im nächsten Planungs- und Bauausschuss beantragt.

Nach den Vorstellungen der beiden vorgenannten Holzwickeder Sportvereine könnte das Projekt im Bereich des Parkplatzes des Schulzentrums am Aachener Weg verortet werden, formuliert CDU-Chef Frank Lausmann vorsichtig. „Zudem wurde von den Visionären angenommen, dass durch etwaige Gemeindebedarfe, zum Beispiel, durch Mitbenutzung des Schulsportes Synergien entstünden, die zu einer Win-win-Situation führen würde, so dass die Gemeinde Holzwickede an dem Vorhaben finanziell beteiligt werden könnte.“

Zweifel auch an Standort Aachener Weg

Genau daran haben die Christdemokraten allerdings erhebliche Zweifel. „Zum einen ist aus Erfahrungen vergangener Jahre bei der Standortsuche einer Kindertagesstätte bekannt, dass das in Rede stehende Grundstück für diese Art von Überplanungen aus verschiedenen Gründen ungeeignet ist“, begründen sie ihren Antrag. „Zum anderen wurde im Abschlussbericht der Gemeindeprüfungsanstalt des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahre 2019 festgestellt, dass die Gemeinde Holzwickede ein Überangebot an Hallenkapazitäten vorhält.“    

Da inzwischen seit der Präsentation des Projektes eineinhalb Jahre vergangen sind, hat die CDU für den nächsten Planungs- und Bauausschuss einen Sachstandsbericht zu dem Vorhaben sowie eine Darstellung der Auslastung der gemeindeeigenen Sportstätten und -hallen durch den Schul- und Vereinssport beantragt.

Brücke über B1: Auch Schülerbeförderung nach Sperrung Kurze Straße kompliziert

Shirley-Carina Carthaus (2.v.l.) mit ihren Kindern Tom, Leonhard, Tochter Xenia und ihrer Freundin Marie-Lee an der Haltestelle Hirtenweg in der Friedrich-Ebert-Straße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden sich auf eine erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung einstellen müssen, wenn ab kommenden Montag (20. Januar) die Brücke Kurze Straße für den Fuß- und Straßenverkehr für voraussichtlich ein Jahr gesperrt wird. Hintergrund ist der sechsspurige Ausbau der B1, für den die Brücke abgerissen und neu gebaut werden muss. In besonderer Weise betroffen sind auch die Schulkinder aus dem Bereich Friedrich-Ebert-Straße. Denn auch die beiden Schulbuslinien 147 und 178 führen über die Brücke Kurze Straße.

 Wobei sich die Regelung für die Schülerbeförderung als „äußerst kompliziert“ herausstellte, wie ein VKU-Sprecher gegenüber Shirley-Carina Carthaus einräumte. Die Mutter von drei Kinder wohnt in der Friedrich-Ebert-Straße 25a und hat bereits nach einem ersten Bericht im Emscherblog im Oktober vorigen Jahres Kontakt mit der VKU aufgenommen und auf die Problematik der Schülerbeförderung aufmerksam gemacht.

„Für meine beiden Kinder Xenia und Tom ist der Ausfall des Schulbusses nicht ganz so problematisch“, glaubt ihrer Mutter. Die 13-Jährige besucht das CSG, ihr zehnjähriger Sohn die Dudenrothschule. „Notfalls können die beiden mit dem Fahrrad in die Schule fahren. Auch wenn das jetzt in der dunklen Jahreszeit sehr gefährlich ist. Besonders wegen der gefährlichen Kreuzung mit der Stehfenstraße ist das aber kein sicherer Schulweg“, weiß Mutter Carthaus. „Da gibt es weder einen Fußgängerüberweg noch eine Ampel. Da passieren ständig Unfälle.“

Sohn muss Schulweg trainieren

Noch problematischer ist die Situation allerdings für Tom’s Zwillingsbruder Leonard. Er hat das Problem, sich nur schlecht auf neue oder ungewohnte Situationen einstellen zu können und benötigt deshalb auch eine Schulbegleitung, erzählt seine Mutter. „Leo besucht die Peter-Weiss-Gesamtschule in Unna. Da kann er auf keinen Fall mit dem Fahrrad hinfahren. Bislang fährt er morgens ab 6.58 Uhr von der Haltestellen Hirtenweg vor unserem Haus ab. Wenn es einen neuen Schulweg gibt, müssen wir das auf jeden Fall vorher mit Leo trainieren.“

Nachdem die Gemeinde Holzwickede den genauen Termin der Sperrung der Brücke zu Jahresbeginn bekannt gab, fragte Shirley-Carina Carthaus bei der Gemeinde und auch bei der VKU mehrfach nach, wie die Schülerbeförderung nach der Sperrung aussehen soll. Eine verbindliche Auskunft hat sie nicht bekommen.  Ein VKU-Mitarbeiter, der vor ein paar Wochen vor Ort war, hatte ihr lediglich inoffiziell gesagt, dass vermutlich ein kleinerer Bus morgens alle Kinder einsammeln und zur Massener Heide bringen wird, wo sie dann umsteigen müssen und zum Ostring fahren können, berichtet die Mutter.

„Für den Rückweg konnte man mir gar keine Information geben. Die Sache sei kompliziert und VKU und Gemeinde müssen sich noch abstimmen“, habe man ihr bei VKU und Gemeinde erklärt. „So überraschend kommt die Sperrung ja nicht“, wundert sich die Mutter. „Meine Kinder sind ja auch nicht die einzigen, die betroffen sind. Allein bei uns in der Friedrich-Ebert-Straße fahren morgens sechs Kinder mit dem Bus zur Schule.“

Mit Taxibus und Umsteigen

Auf Nachfrage des Emscherblogs bestätigte VKU-Sprecherin Inga Fransson gestern, dass es tatsächlich noch Abstimmungsbedarf gebe. Für heute (15. Januar) kündigte die VKU-Sprecherin eine Pressemitteilung der Verkehrsbetriebe mit den offiziellen Umleitungen und Ersatzverkehren an. „Das wäre ja dann auch noch rechtzeitig genug.“

Heute Vormittag meldete sich dann endlich auch die VKU bei Shirley-Carina Carthaus mit einer verbindlichen Auskunft: Danach soll ihr Sohn Leonhard um 6.59 Uhr morgens mit dem Taxibus der VKU zur Roonstraße gebracht werden, dort aussteigen und mit dem Bus zum Ostring weiterfahren. Auf dem Rückweg geht es mit dem 147er vom Ostring ab 15.02 Uhr in umgekehrte Richtung zur Roonstraße und von dort mit dem Taxisbus zum Hirtenweg zurück.

Ihre beiden anderen Kinder können morgens vom Hirtenweg mit dem Taxisbus direkt zum Schulzentrum fahren. Nach Schulschluss geht es von dort mit dem gewohnten Bus Richtung Bahnhof weiter. An der Rausinger Straße (Nachtwey) können die Kinder dann in einen Taxibus umsteigen, der sie zum Hirtenweg bringen wird.

Shirley-Carina Carthaus ist froh, diese Informationen endlich bekommen zu haben: „Es ist zwar etwas umständlicher, aber sehr schön, dass es jetzt diese Alternative gibt. Den neuen Schulweg muss ich aber auf jeden Fall zunächst erst mit Leo üben.“

Die Beckenwände in der Kleinschwimmhalle werden wieder verputzt. Deutlich zu erkennen in den Seitenwänden: die Kernbohrungen für die Reinwassereinströmdüesen und Scheinwerfer. (Foto: Wasserversorgung)

Kleinschwimmhalle ab nächste Woche wieder nutzbar

Die Kleinschwimmhalle wird nach monatelanger Sanierung voraussichtlich ab Montag (20. Januar) nächster Woche wieder für den öffentlichen Badebetrieb freigegeben. Das bestätigte Betrienbsleiter Stefan Petersmann auf Nachfrage.

Der Grund, warum es noch keine offizielle Pressemitteilung der Bäderbetriebe dazu gegeben hat: Es müssen in dieser Woche noch die Einstiege in den Becken von den Handwerkern montiert werden. Nach den Erfahrungen mit den Handwerkern während der Sanierung hält sich Petersmann mit der Nennung eines offiziellen Eröffnungstermins zurück, bis die letzten Arbeiten erledigt sind.

Der dritte Bauabschnitt der Sanierung der Kleinschwimmhalle wurde bereits im Sommer vorigen Jahres begonnen. Dabei wurden die gesamte Bädertechnik unter den Becken, aber auch die Fliesen in den Becken erneuert. Kostenpunkt: rund 500.000 Euro.

269 Wohnungen geplant: UKBS startet Neubauoffensive – an Holzwickede vorbei

Die UKBS informierte über ihre Neubaupläne, von links: Aufsichtsratsvorsitzender Theodor Rieke, Prokurist Alexander Krawczyk, Architekt und Prokurist Martin Kolander und Geschäftsführer Matthias Fischer mit dem Plan des Solarhauses, das in Kamen entstehen soll. (Foto: UKBS)

Die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) geht gegen die Wohnungsnot in die Neubauoffensive: In den nächsten zwei Jahren wird die UKBS insgesamt 269 neue Wohnungen bauen und 64 Millionen Euro in den Gesellschafterkommunen investieren. Allerdings: An Holzwickede, ebenfalls eine Gesellschafterkommune, geht diese Neubauioffensive völlig vorbei. Hier kann noch immer keine einzige UKBS-Wohnung gebaut werden. Grund: die schlechte Grundstücksbevorratung der Gemeinde Holzwickede.

„Wir gehen mit einem intensiven Neubau-Programm an den Start!“ Mit diesen Worten kennzeichnete Theodor Rieke, der Holzwickeder Vorsitzende des Aufsichtsrates, die umfangreichen Bau-Aktivitäten der UKBS in den Gesellschafterkommunen in nächster Zeit. Und Geschäftsführer Matthias Fischer unterlegte diese Feststellung mit eindrucksvollen Zahlen: Danach will die UKBS in 2020 und 2021 insgesamt 269 neue Wohnungen errichten, was 9,1 Prozent des derzeitigen Bestandes entspricht. Dafür investiert das kommunale Wohnungsunternehmen insgesamt rund 64 Millionen Euro.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sollen bei allen Projekten nachdrücklich berücksichtigt werden. Das reiche von einer Eisspeichertechnik über Mieterstrom bis hin zu Car-Sharing für die Mieter bis zu mit Wasserstoff angetriebenen Autos. Für das soeben begonnene Jahr kündigte Fischer 106 neue Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 6 968 qm Wohnfläche an. Das sei bereits „eine Hausnummer“, meinte er, und sicherte sogleich für das kommende Jahr weitere 163 Projekte zu. Der Geschäftsführer wertete diese Aktivitäten als „positives Zeichen für die Zukunftsentwicklung des Kreises Unna“. Die UKBS werde damit ihrem Anspruch gerecht, kommunaler Garant für eine erfolgreiche soziale Wohnungspolitik zu sein.

Investitionen von insgesamt 64 Mio. Euro

Bereits im Bau befinden sich nach Darstellung von Matthias Fischer zwei Projekte, und zwar in Bergkamen am Rathausplatz mit 30 Wohnungseinheiten auf 2 161 Quadratmetern und in Unna an der Vinckestraße mit 8 Wohnungen und 530 qm. Dazu liefen, so der UKBS-Geschäftsführer weiter, noch die Bauarbeiten an der zweizügigen Kindertagesstätte in Unna am Erlenweg sowie an den beiden vierzügigen Kitas an der Unnaer Straße und an der Allee in der Emschergemeinde.

Für das neue Jahr hat die UKBS Großes vor – wenn auch nicht in Holzwickede. Hier soll auch das „Leuchtturm-Projekt“ des Unternehmens an der Wilhelm-Bläser-Straße in Kamen mit neuer Versorgungstechnologie und 30 Wohnungseinheiten in Angriff genommen werden. In Kamen sollen am Kalthof zudem elf neue Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 805 qm entstehen. Auch bleibt die UKBS an der Berliner Straße in Kamen aktiv, wo 32 neue Wohnungen auf einer Gesamtfläche von 2 080 qm entstehen sollen.

Keine einzige neue UKBS-Wohnung in der Gemeinde

In der Stadt Unna stehen ebenfalls mehrere Neubauprojekte auf der Agenda des kommunalen Wohnungsunternehmens. So sollen an der Danziger Straße in einem ersten Bauabschnitt zehn neue Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 641 qm entstehen und in einem zweiten Bauabschnitt weitere 24 Wohnungen mit 1 688 qm. Darüber hinaus plant die UKBS an der Heinrichstraße 40 neue Wohnungen mit 2 640 qm Fläche. Neun neue Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 897 qm sollen zudem an der Berliner Allee in Unna entstehen. Ebenso an der Berliner Allee wird mit der Errichtung eines vierzügigen Kindergartens in diesem Jahr begonnen. Schließlich sind von der UKBS an der Brockhausstraße in Unna weitere 50 Wohnungseinheiten mit einer Fläche von insgesamt 3 200 qm vorgesehen.

Außerdem kündigte Geschäftsführer Fischer auch den Bau jeweils einer vierzügigen Kindertagesstätte in Bergkamen (Berliner Straße) und Bönen (Borgholz) an.

Mit einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt startet die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft schließlich in Selm ins neue Jahr. Hier sind 25 Wohnungseinheiten und ein Gemeinschaftsraum auf einer Gesamtfläche von 1 833 qm vorgesehen.

Aufsichtsrats-Vorsitzende Theodor Rieke aus Holzwickede zeigte sich überzeugt, dass die UKBS mit diesem gewaltigen Neubauprogramm dazu beitragen werde, die starke Wohnungsnachfrage im Kreis Unna zu mindern – und das, wie er sagte, „auf gemäßigtem Mietniveau“. 

Kein Bauland für bezahlbaren Wohnraum

Warum die UKBS ausgerechnet in seiner Heimatgemeinde in den kommenden zwei Jahren kein einziges neues Projekt angeht und bezahlbaren Wohnraum schafft, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende so: „Normalerweise werden wir ja nicht selbst aktiv, sondern unsere Gesellschafter tragen uns Vorhaben an. Aus Holzwickede hat es keine Anfrage gegeben“, bestätigt Theo Rieke. Warum das so ist, weiß Rieke allerdings auch: „Es gibt eben kaum gemeindeeigene Grundstücke, die für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden könnten. Offenbar gibt es wenig Bevorratung von Flächen in der Gemeinde. Das ist ein Problem und schon länger bekannt und die Politik sollte es unbedingt angehen.“

Zwar werden gerade neue Wohnungen an der Bahnhofstraße neben den Flüchtlingsunterkünften gebaut. Und diese Unterkünfte werden möglicherweise schon bald abgerissen. „Im Prinzip entsteht die Bahnhofstraße ganz neu“, meint Theo Rieke. Doch ob dort auch bezahlbarer Wohnraum für einkommensschwächere Holzwickeder entsteht, ist noch die Frage. „Was da gerade privat gebaut wird, wird auch zu privaten Preisen vermietet“, ahnt Rieke.

Auch im Wohnpark Emscherquelle, wo noch 66 Wohneinheiten von 50 bis 90 m2  als sozialer Wohnungsbau entstehen sollen, bleibt die UKBS außen vor. „Dort wird der Investor WILMA alles selbst erledigen“, weiß der UKBS-Aufsichtsratsvorsitzende. „Das ist jedenfalls mein aktueller Informationsstand.“ Wie es aussieht, geht also die Neubauoffensive der UKBS völlig an der Emschergemeinde vorbei. Dabei gibt es vor Ort durchaus großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.

Teuer Wohnen: Junge Familien von Wohnpark Emscherquelle enttäuscht

Mit diesem Lageplan wirbt die Wilma für den Wohnpark Emscherquelle. Im Bild unten rechts die beiden Haustypen, die Wilma anbietet. (Skizze: Wilma GmbH)

Vor dem Bürgerbegehren zur Umwandlung des ehemaligen Kasernengeländes hatten die Befürworter des neuen Wohngebietes damit geworben, dass dort preiswertes Bauland für junge Familien entstehen soll. Vor allem die CDU wurde nicht müde, zu betonen, dass es ein Wohngebiet vor allem für junge, nicht ganz so finanzstarke Familien würde. Sogar eine mögliche Subvention des Baulandes brachte CDU-Chef Frank Lausmann ins Gespräch. Noch im alten Jahr hat der Investor, die Wilma Wohnen West Projekte GmbH, nun die Kaufpreise für die beiden Standard-Haustypen im Wohnparkpark Emscherquelle veröffentlicht. Und siehe da: Die Enttäuschung gerade bei jungen Familien ist groß.  

Gleich mehrere von ihnen meldeten sich beim Emscherblog telefonisch und auch schriftlich, um ihrer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. Einer von ihnen ist der Holzwickeder Christian K. (30 J.). Der junge Familienvater bittet allerdings darum, seinen Namen nicht zu nennen, weil er weiterhin eine Immobilie im Raum Holzwickede sucht und Nachteile befürchtet: „Ich habe mich schon sehr früh bei der Wilma gemeldet, gleich nachdem der Projektleiter von Wilma die erste Planung im Forum vorgestellt hatte“, berichtet er.

Rd. 443.000 Euro für Standard-Haustyp

Wir können uns das als junge Familie kaum leisten.“

Familienvater K. (30 Jahre)

K. wohnt mit Frau und Kind zur Miete in Holzwickede und hatte große Hoffnung in den Wohnpark Emscherquelle gesetzt. „Es hieß doch immer, dass die Häuser dort auch für junge Familien erschwinglich sein sollen.“  Als er dann vor Weihnachten die Angebote mit Preisen von Wilma zugeschickt bekam, war er ziemlich geschockt. Konkret soll die Doppelhaushälfte mit Garage und Stellplatz am Haus im Wohnpark rd. 443.000 Euro, mindestens aber 383.000 Euro kosten bei rd. 140 qm Wohnfläche und Grundstücken um die 300 qm – wobei Käufer die Wahl zwischen zwei Haustypen (W 193 oder W 145) haben. Hinzu kommen noch Kosten für Malerarbeiten, Fußböden und Extrawünsche, die vom Standard (z.B. bei Elektrik, Sanitärobjekten usw.) abweichen. Weitere Kosten kommen auf Käufer für Notar- und Gerichtskosten sowie natürlich die Grundsteuer zu. Alles in allem summieren sich da noch einmal locker Zusatzkosten in satter fünfstellige Höhe.

„Wenn man sich die Beschreibung ansieht, ist die Leistung von Wilma im Vergleich gar nicht mal so exorbitant teuer“, räumt K. dennoch ein. Trotzdem: „Wir können uns das als junge Familie kaum leisten. Woran wir uns vor allem stoßen, ist, dass vorher ein so falscher Eindruck erweckt worden ist.“ Das sei einfach ärgerlich. „Wir hätten uns schon auch eine preiswertere Variante in dem Neubaugebiet gewünscht“, meint K. „Vielleicht auch einen Haustyp, der nicht unterkellert und dafür etwas preiswerter ist.“ 

Neben rein finanziellen Überlegungen ist K. allerdings auch enttäuscht von der übrigen Planung des Wohnparks. „Da war vorher ja relativ viel Grün vorgesehen. Das gibt es jetzt auch nicht mehr.“ Aufgegeben hat der Familienvater den Wunsch nach einem eigenen Haus noch nicht. „Aber wir ziehen den Wohnpark wohl nicht mehr ernsthaft in Erwägung. Vielmehr schauen wir uns jetzt auch nach gebrauchten Immobilien um.“  

„Wasser auf die Mühlen“ der Kritiker

Da wurden einfach falsche Erwartungen geweckt.“

Wilfried Brinkmann

Die Kritik des Holzwickeder Familienvaters ist „Wasser die Mühlen“ des Bürgerblock-Sprechers Wilfried Brinkmann: Der Vorsitzende des Planungs- und Bauausschusses hat schon sehr früh immer wieder darauf hingewiesen, dass es in dem Neubaugebiet auf dem ehemaligen Kasernengelände weder günstige Baupreise noch das versprochene Grün geben wird. Zudem sei die Verkehrssituation längst nicht befriedigend geklärt. „Da wurden einfach falsche Erwartungen geweckt. Zur Ehrenrettung von Wilma muss man aber sagen: Die Wilma hat nie gesagt, dass sie besonders preisgünstig baut.“ Noch in einer der letzten öffentlichen Sitzungen des Jahres hatte Brinkmann vorgerechnet: Man müsse heute „für eine gute Eigentumswohnung von 3.000 Euro pro Quadratmeter“ ausgehen. „Die Wilma baut unterkellert und mit ausgebautem Dachgeschoss. Dafür verlangt sie auch einen stolzen Preis.“

Dass die CDU falsche Erwartungen geweckt habe, sieht ihr Vorsitzender allerdings nicht so. „Ich kenne die konkreten Angebote der Wilma nicht, aber im Moment sind die Baupreise schon happig. Man muss aber den ganzen Baumarkt bewerten.“ Die steigenden Preise gingen vor allem auf die aktuelle Zinspolitik zurück. „Es gibt derzeit eine hohe Nachfrage und ein geringes Angebot.“ Dass diese Entwicklung gerade für junge Familien nicht günstig ist, räumt Lausmann ein.

CDU hofft auf freie Marktwirtschaft

Die aktuelle Situation ist nichts, was wir uns gewünscht haben.“

Frank Lausmann

Als CDU-Chef trete er aber auch für die freie Marktwirtschaft ein. „Die Frage, ob die Häuser zu teuer sind, wir der Markt beantworten.“ Für einen echten Vergleich müsse man den Wohnpark mit anderen Neubaugebieten in der Nachbarschaft vergleichen. „Ich bin sicher, dass sich Wilma am Markt orientiert und reagiert, wenn sie ihre Häuser nicht verkaufen kann“, glaubt Lausmann. „Die aktuelle Situation ist nichts, was wir uns gewünscht haben“, räumt er ein. „Aber für unsere Entscheidung, das Wohngebiet auszuweisen, war die demografische Entwicklung die größte Herausforderung. Wir wollen über den Zuzug junger Familien unsere Schulen und Kitas sowie die übrige Infrastruktur sichern.“

Es habe ja sogar auch die in Aussicht gestellten Subventionen für junge Familien gegeben. „Es gibt das Baukindergeld und auch die Grunderwerbsteuer ist gesenkt worden“, erinnert der CDU-Chef. „Das betrifft zwar nicht speziell den Wohnpark Emscherquelle. Aber wir als Gemeinde haben da auch wenig Handlungsspielraum“, behauptet Lausmann. „Wir versuchen seit 16 Jahren eine vernünftige Lösung für das Kasernengelände zu finden. Mit dem Wohnpark Emscherquelle ist das gelungen.“

Die Grünen fordern: Gemeinde soll mit Bahn über Verschönerung der Unterführung reden

Unterführung Nordstraße
Die Grünen möchten die Gemeindeverwaltung beauftragen, konkrete Gespräche mit der Deutschen Bahn über die Umgestaltung der Unterführung aufzunehmen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die Holzwickeder Grünen drängen darauf. Dass die Gemeinde Holzwickede Kontakt zur Deutschen Bahn aufnimmt, um konkrete Gespräche zur Umgestaltung der unattraktiven Bahnunterführung zu führen. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt von der Fraktion der Grünen für den nächsten Planungs- und Bauausschuss gestellt.

Für ihren Fraktionsvorsitzenden ist „Kommunalpolitik der Ort der Wahrheit“, so Friedhelm Klemp: „Seit Jahren werden wir immer wieder auf die Unattraktivität der Bahnunterführung in unserer Gemeinde angesprochen. Wir haben ja auch schon mit unserem Kunstprojekt versucht, diese Unattraktivität ein wenig zu mindern.“  

Was natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein konnte. Denn, so Klemp weiter: „Die Unterführung als Verbindung von der Nordstraße zur gemeindlichen Mitte ist Eingangstor für unsere Gemeinde und entspricht in keiner Weise moderner Gemeindegestaltung. Vielmehr ähnelt sie alten Ruhrgebietsfassaden.“

Unterführung gehört zum Bahnhofsumfeld

Ein kleiner Beitrag der Mitglieder der Grünen zur Verschönerung: die Wandbilder in der Unterführung Bahnhofstraße. (Foto: privat)

Im Zuge der Planung für eine moderne und attraktive Bahnhofsgestaltung haben die Grünen in den letzten Planungs- und Bauausschüssen des alten Jahres sowie auch im Rat ihr Anliegen zur Umgestaltung der Unterführung zum Ausdruck gebrachte und auf alte Beschlüsse hingewiesen. „Ich persönlich habe sogar auch auf Fördermöglichkeiten der Bahn für Umweltverschönerungen hingewiesen“, so Friedhelm Klemp.

„Für uns und für viele Bürger macht es überhaupt keinen Sinn, mit erheblichen Kosten einen modernen Bahnhof und sein Umfeld zu gestalten und dabei die Unterführung außer Acht zu lassen, die eine erheblich andere Ansicht bietet.“  

Auch bei der Gemeinde, erinnert der Grünen-Fraktionschef, ist Geld für Umgestaltung der Unterführung vorhanden: rd. Eine halbe Million Euro. „Das Geld muss nur abgerufen werden“, so Friedhelm Klemp.

Von daher daher bitten die Grünen die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses ihrem Antrag zu folgen und zu beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, konkrete Gespräche zur Umgestaltung der Unterführung mit der Deutschen Bahn zu führen und im darauffolgenden Fachausschuss darüber zu berichten, damit über weitere Maßnahmen diskutiert werden kann.

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Es gibt wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)

Teilstück saniert: Wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße (K31)

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Es gibt wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Es gibt wieder freie Fahrt auf der Steinbruchstraße. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Der Zeitplan ist aufgegangen: Nach einer dreimonatigen Vollsperrung ist die Steinbruchstraße in Holzwickede (K31) wieder frei. Der Kreis Unna hat ein rund 400 Meter langes Teilstück komplett saniert. Wermutstropfen für die Anwohner: Die freie Fahrt auf der Straße ist nur von kurzer Dauer.

Zwischen der Schönen Flöte und dem Billmericher Weg haben die Straßenbauarbeiter in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass die Straße voll ausgebaut und etwas verbreitert wurde. „Wir konnten die Arbeiten pünktlich abschließen“, erklärt Jürgen Busch, zuständiger Sachgebietsleiter beim Kreis Unna, „und das war auch wichtig.“

Denn es steht schon die nächste Baustelle an – und dafür muss das Teilstück frei sein. Der Landesbetrieb Straßen NRW hat nämlich vor, die Autobahnbrücke im weiteren Verlauf der Straße, die dann Massener Heide heißt und auf Unnaer Stadtgebiet liegt, zu sanieren. Zur Vorbereitung darauf müssen Versorgungsleitungen unter Federführung der Stadtbetriebe Unna tiefer gelegt werden. Deshalb wird die Strecke voraussichtlich ab dem 20. Januar erneut voll gesperrt. Bis dahin kann der Verkehr auf dem frisch sanierten Teilstück rollen – allerdings zunächst mit Tempo 30, weil Markierungen noch fehlen. PK | PKU 

Landrat Makiolla wünscht dem neuen Fachbereichsleiter Georg Thomys (r.) viel Erfolg. (Foto: Max Rolke Kreis Unna)

Neuer Leiter Fachbereich Bauen der Kreisverwaltung: Georg Thomys übernimmt

Landrat Makiolla wünscht dem neuen Fachbereichsleiter Georg Thomys (r.) viel Erfolg. (Foto: Max Rolke Kreis Unna)
Landrat Makiolla wünscht dem neuen Fachbereichsleiter Georg Thomys (r.) viel Erfolg. (Foto: Max Rolke Kreis Unna)

Der Fachbereich Bauen der Kreisverwaltung Unna hat einen neuen Chef: Georg Thomys heißt der Neue, bei dem seit Dezember 2019 alle Fäden zusammenlaufen.

Zuvor war Thomys Fachdienstleiter der Bauordnung in Lüdenscheid. Er ist gebürtiger Hagener, Diplom-Ingenieur und hat jahrelang Erfahrung.   Gestartet ist sein Werdegangs zum Kreisoberbaurat 1995 mit einem Praktikum in einem Architekturbüro. Es folgten ein Studium an der Universität Dortmund, zwei Auslandssemester in Kansas (USA) und viele Nebenbeschäftigungen, bis der 46-Jährige sein Architektur und Städtebau-Diplomstudium 2001 mit „sehr gut“ abschloss.  

In den öffentlichen Dienst trat er bei der Bezirksregierung Düsseldorf als Regierungsbaureferendar ein. Nach der Staatsprüfung zum Bauassessor 2005 arbeitete er bei der Stadt Bonn bis er 2007 die Leitung des Bauordnungsamts / unteren Denkmalbehörde Hagen übernahm. 2014 übernahm er die Leitung der Bauordnung in Lüdenscheid und jetzt kommt der erfahrene Architekt nach Unna.  

Landrat Michael Makiolla wünschte ihm alles Gute und viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben. Zum Fachbereich Bauen gehören die Sachgebiete Bauordnungsangelegenheiten, Unterhaltung, Neubau und Erweiterung von Verkehrsflächen zu dem auch der Kreisbauhof gehört, Hochbaumaßnahmen an Dienstgebäuden und Verwaltung, Vergaben und Wohnungswesen. PK | PKU

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