Die Fairtrade-Steuerungsgruppe mit (v.l.) Klaus-Bernhard Kühnapfel, Jutta Eickelpasch, Matthias Tresp, Stephanie Viefhues und Peter Driesch. (Foto: Angelika Molzahn – Kreis Unna)

Kreis Unna schickt Bewerbung als Fairtrade-Kreis los

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe mit (v.l.) Klaus-Bernhard Kühnapfel, Jutta Eickelpasch, Matthias Tresp, Stephanie Viefhues und Peter Driesch. (Foto: Angelika Molzahn – Kreis Unna)
Die Fairtrade-Steuerungsgruppe mit (v.l.) Klaus-Bernhard Kühnapfel, Jutta Eickelpasch, Matthias Tresp, Stephanie Viefhues und Peter Driesch. (Foto: Angelika Molzahn – Kreis Unna)

Die Bewerbung ist abgeschickt, jetzt ist Transfair e.V. am Zug: Mit der Gründung der Steuerungsgruppe hat der Kreis Unna aus eigener Sicht auch die letzte Voraussetzung erfüllt, um den Titel Fairtrade-Kreis zu erhalten. Das Kampagnenbüro von TransFair e.V. wird die Unterlagen nun prüfen und über eine Zertifizierung entscheiden.  

Nachdem der Kreistag im Sommer beschlossen hatte, bei der Kampagne Fairtrade-Towns mitzumachen, hat sich jede Menge getan. Für eine Zertifizierung reicht es nämlich nicht aus, Fairtrade-Produkte in Sitzungen oder dem eigenen Bistro anzubieten. Neben dem erwähnten Kreistagsbeschluss müssen unter anderem eine Steuerungsgruppe als treibende Kraft hinter dem Engagement stehen und Einzelhändler und Gastronomen benannt werden, die mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten.  

„Wir wollen ein ganz konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt und faire Handelsbeziehungen setzen“, erklärt Landrat Michael Makiolla, der mit seiner Unterschrift die Ziellinie im Bewerbungsmarathon markierte.

Steuerungsgruppe gegründet

Die frisch gegründete Steuerungsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, ein Forum zum kreisweiten Austausch in Sachen Fairtrade zu bieten. Ihr gehören Peter Driesch (Fachbereichsleiter Natur und Umwelt beim Kreis Unna), Jutta Eickelpasch (Verbraucherzentrale e.V. Kamen, für die Zivilgesellschaft), Klaus-Bernhard Kühnapfel (Bündnis 90/Die Grünen, Vertreter für die Kreispolitik), Michael Sacher (Buchhandlung Hornung Unna, für den Bereich Wirtschaft), Matthias Tresp (Fachbereich Natur und Umwelt Kreis Unna) und Stephanie Viefhues (Stadt Werne) an.  

Viele Partner vorbildlich

In vorbildlicher Art und Weise um den Fairtrade-Gedanken kümmern sich übrigens schon zahlreiche Schulen, Kirchen, Gastronomiebetriebe und Vereine: „Auch aus diesen Bereichen musste der Kreis viele Fairtrade-Partner benennen, und hier konnten wir auf breite Unterstützung zählen“, freut sich Matthias Tresp aus dem Fachbereich Natur und Umwelt, der die Fairtrade-Bewerbung des Kreises koordinierte und jetzt der Rückmeldung von Fairtrade e.V. entgegenfiebert.   Weitere Infos unter www.kreis-unna.de/fairtrade. PK | PKU

Die Emschergenossenschaft wird 120 Jahre alt: Klimawandel neue Herausforderung

Der Emscher-Umbau ist die bekannteste Maßnahme der Emschergenossenschaft, die Anpassung an den Klimawandel ihre aktuell größte Herausforderung: Abwasserkanal der Emscher. (Foto: Rupert Oberhäuser)

Wasser macht an Stadtgrenzen nicht Halt – es war diese Erkenntnis, die vor 120 Jahren zur Gründung der Emschergenossenschaft am 14. Dezember 1899 führte. Ihre bekannteste Maßnahme ist das Generationenprojekt Emscher-Umbau, ihre aktuell größte Herausforderung die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Eine Herausforderung, der sich Deutschlands ältester und größter Wasserwirtschaftsverband einmal mehr gemeinsam mit seinen Mitgliedern stellt – als Dienstleister für die Region.

„Als öffentlich-rechtliches Unternehmen erbringen wir damals wie heute sowie auch in Zukunft effizient Aufgaben für das Gemeinwohl, mit dem Genossenschaftsprinzip als ständige Leitidee unseres eigenen Handelns: Wir investieren nachhaltig in die Modernisierung der Infrastrukturen in unserer Region – ohne Gewinnorientierung, sondern im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Die Emschergenossenschaft war 1899 Deutschlands erster Wasserwirtschaftsverband und Vorbild für weitere Unternehmen ähnlicher Art. 1913 etwa wurde die Sesekegenossenschaft gegründet, aus der 1926 der Lippeverband   hervorging.

Emscher-Umbau bekannteste Maßnahme

Die bekannteste Maßnahme der Emschergenossenschaft ist das weltweit beachtete Generationenprojekt Emscher-Umbau. Wegen der durch den Bergbau verursachten Erdsenkungen sind unterirdische Kanäle früher nicht möglich gewesen, da sie beschädigt worden wären. Daher wurden die Emscher als zentraler Fluss des Ruhrgebietes und ihre Nebenbäche als offene Schmutzwasserläufe verwendet. Seit der Nordwanderung des Bergbaus sind keine Bergsenkungen mehr zu befürchten, so dass auch unterirdische Kanäle gebaut werden können.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft in enger Abstimmung mit Land und Kommunen den Emscher-Umbau um. Jedes Gewässer erhält ein unterirdisches Pendant, durch das die Abwässer zu den Kläranlagen geleitet werden. Die Bäche sind damit abwasserfrei und können naturnah umgebaut werden. Über einen Zeitraum von rund drei Jahrzehnten investiert die Emschergenossenschaft mehr als fünf Milliarden Euro.

Emscher auch in Holzwickede aufgewertet

Der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Prof. Dr. Uli Paetzel (r.), bei einer Talk-Runde auf dem Emscherquellhof in Holzwickede. Links im Bild: Holzwickedes Bürgermeisterin Ulrike Drossel. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Auch Holzwickede ist eine Emscher-Kommune – und zwar die Emscherquellgemeinde. Hier hat die Emschergenossenschaft von 2009 bis 2010 unter anderen Projekten die Emscher im Park in der Gemeindemitte erheblich aufgewertet.

Das Ziel des Emscher-Umbaus, eine vom Abwasser befreite Emscher, wird Ende 2021 erreicht sein. Die nächste große Herausforderung steht jedoch nicht nur vor der Tür, sondern praktisch schon im Haus: der Klimawandel und seine Folgen. „Wir müssen lernen, mit den Auswirkungen des Klimawandels umzugehen und entsprechende Anpassungsmaßnahmen vorantreiben. Das kann man aber nicht alleine schaffen. Einmal mehr müssen wir als Region an einem Strang ziehen und die Möglichkeit ergreifen, die Vorstellung von einer „Klimaresilienten Region mit internationaler Strahlkraft“ in die Tat umzusetzen“, sagt Paetzel.

Der offene Verlauf der Emscher in Höhe Rausingen im Jahr 1949. (Quelle: Archiv Emschergenossenschaft)
Der offene Verlauf der Emscher in Höhe Rausingen im Jahr 1949. (Quelle: Archiv EGLV)

Der Grundstein dazu wurde am 15. November dieses Jahres gelegt: Knapp 120 Jahre nach der Gründung der Emschergenossenschaft unterzeichneten in Recklinghausen alle 16 Kommunen der Emscher-Region, darunter auch Holzwickede, eine Verpflichtungserklärung mit dem Ziel, gemeinsam mit der Emschergenossenschaft als koordinierende Service-Stelle das Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ bereits ab Anfang 2020 mit Leben zu füllen. „Damit gehen wir auch die Herausforderung Klimawandel gemeinsam als Region an. Nur so lassen sich Lösungen für regionale Problemstellungen finden. Mit diesem Projekt können wir Vorbild für andere Regionen in Europa und in der Welt sein, so wie wir es bereits auch von unserem Emscher-Umbau kennen“, sagt Paetzel. Die ursprüngliche Erkenntnis ist dabei die gleiche wie 1899: Wasser macht an Stadtgrenzen nicht Halt.

Die Gründung am 14. Dezember 1899

Ständehaus in Bochum, , wo die Emschergenossenschaft 1899 gegründet wurde.(Quelle: Archiv Emschergenossenschaft)
Das Ständehaus in Bochum, in dem Emschergenossenschaft 1899 gegründet wurde. (Quelle: Archiv EGLV)

HINTERGRUND: Es war im Bochumer Ständehaus, als sich die damaligen Stadt- und Landkreise des Ruhrgebietes zwischen Dortmund und Duisburg zur Emschergenossenschaft zusammenschlossen.

Zuvor hatte es in den jeweiligen Städten bereits Versuche gegeben, die Abwasserproblematik in der Region zu beheben, die jedoch allesamt erfolglos blieben. Daher ordnete der Staat an, einen Wasserwirtschaftsverband zur Lösung der Situation zu gründen. Denn durch die Industrialisierung und die rasant gestiegenen Bevölkerungszahlen erhöhte sich auch die Menge des anfallenden Abwassers. Aufgrund des Kohleabbaus war es Ende des 19. Jahrhunderts aber nicht möglich, unterirdische Abwasserkanäle zu bauen, da diese durch die damit verbundenen Bergsenkungen beschädigt worden wären.

Also wurde das gesamte Schmutzwasser in die Emscher und ihre Nebenarme eingeleitet. Das Flusssystem war dadurch bald überfordert und setzte immer wieder ganze Stadtteile unter Wasser. Krankheiten wie Typhus und Cholera breiteten sich durch Fäkalien im Wasser schnell aus, sodass Lösungen gefunden werden mussten. Dies geschah nun gemeinsam im Verbund der Emschergenossenschaft, in der Bergbau, Industriebetriebe und Kommunen zusammengebracht wurden. Um die Abwassermassen in den Griff zu bekommen, baute man nun also das Emscher-System zu einem Netz offener Schmutzwasserläufe um. Im Zuge dieser Arbeiten wurden Betoneinfassungen in die Gewässer eingelassen und Pumpwerke gebaut, um ein geregeltes Abfließen des Abwassers zu gewährleisten. 

Seit der Nordwanderung des Bergbaus Ende der 1980er-Jahre sind keine Bergsenkungen mehr zu befürchten, sodass nun auch unterirdische Abwasserkanäle gebaut werden können. 1992 fiel dann der Startschuss für den Emscher-Umbau.

Der Einsatz von Betonsohlschalen in der Emscher. (Foto: Archiv EGLV)

Kreis als Gastgeber bei Erfahrungsaustausch zur Klimastrategie

Kreis Unna als Gastgeber: Im Kreishaus trafen sich Vertreter aus ganz NRW, um über die Umsetzung von Klimathemen im Kreisverwaltungen zu sprechen. (Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna)
Kreis Unna als Gastgeber: Im Kreishaus trafen sich Vertreter aus ganz NRW, um über die Umsetzung von Klimathemen im Kreisverwaltungen zu sprechen. (Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna)

Alle sind betroffen, und alle gehen das Thema aktiv an: Unter der Überschrift „Vom Klimanotstand zur Klimastrategie“ trafen sich jetzt Vertreter aus ganz Nordrhein-Westfalen im Kreishaus Unna zum Erfahrungsaustausch. Wie der Klimaschutz in Kreisverwaltungen umgesetzt wird, darüber diskutierten sie unter Federführung der Kommunal Agentur NRW.

Als Gastgeber begrüßte Peter Driesch, Fachbereichsleiter Natur und Umwelt beim Kreis, seine Kolleginnen und Kollegen aus einem guten Dutzend NRW-Kreisen und der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW. Er unterstrich, dass Klimaschutz für den Kreis Unna kein Neuland ist. Im Gegenteil: „Schon 2007 haben wir eine Klimaschutzinitiative beschlossen, und seitdem ist viel passiert.“  

Bei Klimaschutzkonferenzen wurde unter anderem der Anstoß zur Aufstellung einer kreisweiten CO2-Bilanz gegeben. 30 Millionen Euro hat der Kreis in den letzten Jahren in die energetische Sanierung kreiseigener Immobilien wie z.B. der Schulgebäude investiert. Nachhaltigkeitsstrategie, Klimaschutzflagge und betriebliche Maßnahmen wie die Umstellung des allgemeinen Fuhrparks auf E-Fahrzeuge und das Beziehen von Ökostrom sind weitere Pluspunkte für mehr Klimaschutz.  

Klimanotstand und weitere Schritte

„Mit dem Ausrufen des Klimanotstandes in diesem Jahr können wir unsere vielfältigen Aktivitäten besser kanalisieren“, betont Driesch. So wird eine interne Koordinierungsgruppe gebildet, Fördermittel werden beantragt, die Stelle für einen Klimaschutzmanager hat der Kreistag gerade beschlossen und Mitte 2020 sollen der Kreistag die Klimaschutzleitlinien verabschieden.   Im Anschluss an Drieschs Überblick referierte Dr. Hermann Waldapfel aus dem Kreis Mettmann über den Aufbau der dortigen Klimastrategie. Aktuelles zum Klimanotstand in NRW mit zahlreichen wertvollen Infos für alle Teilnehmer fasste abschließend Simon Knur von der Kommunal Agentur NRW zusammen. PK | PKU

Die vollständige Nutzung der schon jetzt 2.000 Meter langen Landebahn wird nach Darstellung der Flughafenbetreiber keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde bringen. (Foto: Dortmund Airport - Hans Jürgen Landes

Wachstum und ökologische Ziele: Flughafen Dortmund stellt Nachhaltigkeitsbericht vor

Die vollständige Nutzung der schon jetzt 2.000 Meter langen Landebahn wird nach Darstellung der Flughafenbetreiber keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde bringen. (Foto: Dortmund Airport - Hans Jürgen Landes
Die vollständige Nutzung der schon jetzt 2.000 Meter langen Landebahn wird nach Darstellung der Flughafenbetreiber keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde bringen. (Foto: Dortmund Airport – Hans Jürgen Landes

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafen Dortmund GmbH in diesem Jahr stellte Flughafen-Chef Udo Mager die vorläufigen Verkehrszahlen für das Jahr 2019 und den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht vor. 

Mager zeigt sich mit der Passagierentwicklung sehr zufrieden: „Bereits Anfang November haben wir einen neuen Fluggastrekord aufgestellt. Insgesamt nutzten bis Ende November rund 2,49 Mio. Fluggäste den Dortmund Airport. Damit werden wir unser Ziel, 2019 mehr als 2,5 Mio. Passagiere am Airport zu begrüßen, nicht nur erreichen, sondern weit übertreffen. Bis zum Jahresende werden ca. 2,7 Mio. Fluggäste unseren Airport genutzt haben.“ Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das kumulierte Wachstum von Januar bis November bei 19,5 Prozent. 

Neue Verbindungen und Frequenzerhöhungen


Die Gründe für das starke Wachstum sind vielfältig. Sowohl neue Verbindungen und Frequenzerhöhungen als auch die Ausrichtung des Airports insgesamt sorgen für gute Verkehrszahlen. 

2018 und 2019 wurden insgesamt 14 neue Ziele eingeführt. Mit Palanga in Litauen, Ohrid in Nordmazedonien, Usedom und Kattowitz (Ryanair) vier davon in diesem Jahr. Damit reagieren die Airlines auf die starke Nachfrage in der Region. Und das Passagierwachstum soll weitergehen: Für 2020 hat bereits eine Ryanair-Tochter angekündigt, künftig von Dortmund nach Wien zu fliegen. Das wäre die sechste fest etablierte Airline am Dortmunder Flughafen. 

„Die hohe Anzahl an neuen Destinationen und die Frequenzerhöhung auf beliebten Strecken wie Wien oder zu den Masuren bestätigen die Attraktivität des Flughafenstandortes im Ruhrgebiet und die Bedeutung des Airports innerhalb Nordrhein-Westfalens“, erläutert Mager. Da die Bandbreite an Zielen von Mallorca, über Kattowitz und London bis Debrecen und Chisinau reicht, lockt der Flughafen sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen und familiär-kulturell motivierten Fluggäste an.

Nachhaltigkeit Teil der Unternehmensstrategie


Dass Wachstum nicht zu Lasten der Klimabilanz gehen muss, legt der Dortmunder Flughafen in seinem neuen Nachhaltigkeitsbericht dar. Der Dortmunder Flughafen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu sein. Der jetzt veröffentlichte Bericht zeigt, dass der Flughafen dabei auf einem guten Weg ist: „Wir haben die in unserem Einfluss liegenden CO2-Emissionen bezogen auf 2010 bereits um 85 Prozent gesenkt“, stellt Mager fest. 

Der Flughafen ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft bewusst. Deshalb spart der Bericht keinen Bereich aus und informiert über Themen wie Fluglärmüberwachung, Biomonitoring und Luftqualität sowie Ressourcen- und Materialeinsatz. 

Auch wenn der Dortmund Airport formal keiner normierten Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit unterliegt, veröffentlichte der Flughafen pünktlich zur Aufsichtsratssitzung bereits seinen vierten Nachhaltigkeitsbericht seit 2013. Grundlage für den vorliegenden Bericht sind die international anerkannten GRI Sustainability Reporting Standards (GRI SRS). Diese sind die ersten und am weitesten verbreiteten globalen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Der Nachhaltigkeitsbericht ist hier abrufbar.

Abfallgebühren 2020 des Kreises: Menge sinkt leicht – Kosten steigen leicht

Hier wird der Restmüll aus dem Kreis Unna entsorgt: die Müllverbrennungsanlage in Hamm. (Foto: Günter Seggebäing CC BY SA 3.0)

Die Kreisverwaltung hat die Abfallgebühren für 2020 kalkuliert und der Kreistag dem Rechenwerk am 3. Dezember zugestimmt. Ohne Berücksichtigung der Altpapiererlöse steigt die von den Kommunen zu entrichtende Summe auf rund 20,86 Millionen Euro (+0,4 Prozent) gegenüber 2019. Veränderungen beim Altpapier einkalkuliert, liegen die Gesamtkosten aber bei 19,8 Millionen Euro.

Restmüll-Kosten sinken

Allein beim Restmüll rechnet der Kreis fürs kommende Jahr mit Kosten von rund 13,81 Millionen Euro. Gegenüber dem laufenden Jahr wird von 57.340 Tonnen Restmüll und damit von einer geringeren Menge als 2019 (58.660 Tonnen) ausgegangen. Unterm Strich beträgt der Gebührensatz ab Januar 240,32 Euro pro Tonne (2019: 233,41 Euro).

Beim Sperrmüll geht der Kreis von gut 23.370 Tonnen und damit einem ebenfalls sinkenden Aufkommen aus (Minus 530 Tonnen gegenüber 2019). Für die sich aus zwei Komponenten zusammensetzende Sperrmüllgebühr heißt das: Die leistungsbezogene Gebühr wird 2020 bei 77,15 Euro pro Tonne liegen (2019: 75,64 Euro), die einwohnerbezogene Gebühr bleibt mit 4,52 Euro pro Einwohner unverändert.  

Weniger Bioabfall kalkuliert

Auch beim Bioabfall gibt es Veränderungen. So steigt der Gebührensatz bei einer gegenüber dem laufenden Jahr leicht reduzierten Tonnage von 25.440 Tonnen (2019: 25.900 Tonnen) auf 102,99 Euro/Tonne (2019: 100,92 Euro). Beim Grünabfall wird mit fast 12.100 Tonnen gerechnet (2019: 12.046 Tonnen), die Gebühren betragen ab Januar 71,12 Euro pro Tonne (2019: 66,78 Euro).  

Mehr Entlastung durch strukturelle Veränderungen

Beim Verkauf von Altpapier rechnet der Kreis mit sinkenden Einnahmen. Wurde 2019 noch mit 63,15 Euro pro Tonne kalkuliert, werden fürs nächste Jahr nur noch rund 55,40 Euro angesetzt. Dazu kommt eine erwartete leicht rückläufige Sammelmenge (Minus 200.000 Euro).   Da hinein spielt eine strukturelle Veränderung. Die Betreiber des Dualen Systems werden künftig stärker an den Erfassungskosten beteiligt, bekommen im Gegenzug jedoch einen größeren Anteil an der gesammelten Altpapiermenge als Verpackungsanteil angerechnet.  

Deshalb wird der Kreis in 2020 voraussichtlich nur noch rund eine Million Euro (2019 rund 1,5 Millionen Euro) an die Kommunen weitergeben können. Diese erhalten aber durch eine höhere Beteiligung der Systembetreiber auf der Sammelebene einen entsprechenden Ausgleich, der diese Differenz voraussichtlich mehr als kompensieren wird. PK | PKU

Klimaschutzpreis der Innogy geht an Kinder der OGS der Nordschule

Die diesjährigen Preisträger des Klimaschutzpreises der Innogy wurden heute Vormittag auf der Bühne des Weihnachtsmarktes geehrt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die diesjährigen Preisträger des Klimaschutzpreises der Innogy wurden heute Vormittag auf der Bühne des Weihnachtsmarktes geehrt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die diesjährigen Preisträger des Klimaschutzpreises der Innogy wurde heute Vormittag (30. November) ab 11 Uhr auf der Bühne des Weihnachtsmarktes durch Innogy-Kommunalbetreuer Dirk Wißel, die Umweltbeauftragte der Gemeinde, Tanja Flormann und Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch geehrt. Wie im Vorjahr wurde das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro auf drei Preisträger verteilt. Insgesamt fünf Bewerbungen lagen vor.

Preisgeld aufgeteilt

Mit dem 1. Preis zeichnete die Jury die OGS der Nordschule für ein Müllprojekt aus. Die beiden anderen Preise gingen an den katholische Kindergarten Liebfrauen, der sich mit dem Projekt „Rettet die Wildbiene“ beworben hatte, sowie an den Treffpunkt Villa für verschiedene Aktionen zum Klimaschutz.

Auch in diesem Jahr vergab die Jury für interessante Projektideen zwei Trostpreise. Jeweils eine Urkunde und ein Insektenhotel erhielt die Paul-Gerhardt-Schule, die mit Schülern der ersten beiden Jahrgänge ein Projekt „Wildbienenhotel to go“ durchführte. Der andere Trostpreis ging an die Familie Mann/Hofmann, die auf ihrem Grundstück eine Aufforstung vorgenommen hat.

Der Liebfrauenkindergarten, die OGS der Nordschule und der Treffpunkt Villa teilen sich dieses Jahr den Umweltpreis der Innogy. (Foto: Innogy)

Innogy Klimaschutzpreis: Die Gewinner stehen fest

Der Liebfrauenkindergarten, die OGS der Nordschule und der Treffpunkt Villa teilen sich dieses Jahr den Umweltpreis der Innogy. (Foto: Innogy)
Der Liebfrauenkindergarten, die OGS der Nordschule und der Treffpunkt Villa teilen sich dieses Jahr den Umweltpreis der Innogy. (Foto: Innogy)

Die Preisträger des Innogy Klimaschutzpreises 2019 stehen fest und werden morgen (30. November) im Rahmen des Holzwickeder Weihnachtsmarktes ausgezeichnet. Gemeinsam mit dem Innogy-Kommunalbetreuer Dirk Wißel werden Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch und Tanja Flormann als Umweltbeauftragte der Gemeinde Holzwickede ab 11 Uhr die Auszeichnung übernehmen.

Aufgrund der Vielzahl innovativer Bewerbungen hat sich die Jury in diesem Jahr erneut für eine Staffelung des Preisgeldes von insgesamt 1.000 Euro auf drei Preisträger entschieden. Zu den Gewinnern der Auszeichnung für besondere Leistungen im Bereich Klima- und Umweltschutz gehören der Katholische Liebfrauenkindergarten mit dem Projekt „Rettet die Bienen“, die OGS der Nordschule mit dem Müllprojekt sowie der Treffpunkt Villa mit Aktionen zum Klimaschutz. Wie genau sich die Plätze eins bis drei verteilen, soll erst am Samstag bekannt gegeben werden.

Preisgeld wird geteilt

Um die ebenfalls interessanten Projektideen der Paul-Gerhardt-Schule („Wildbienenhotel to go“) und der Familie Mann/ Hofmann („Aufforstung“) zu honorieren, werden wie schon im Vorjahr Trostpreise vergeben.

Der Klimaschutzpreis wird gemeinsam mit dem Energiedienstleister Innogy und der Gemeinde Holzwickede vergeben. Mit einem Preisgeld von insgesamt 1.000 Euro werden lokale Klima- und Umweltschutzaktivitäten honoriert. Hierbei geht es vor allem darum, Eigeninitiative zu zeigen und gemeinsam vor Ort aktiv zu werden. Die Anerkennung und Wertschätzung dieses bürgerschaftlichen Engagements in Verbindung mit umweltorientiertem Handeln ist Zielsetzung der Auslobung.

  • Termin: Samstag (30. November), 11 Uhr, Weihnachtsmarkt-Bühne, MJarktplatz

Abfallkalender 2020 sind gedruckt

Der neue Abfallkalender ist da und wird in den kommenden Tagen an alle Haushalte verteilt..

Die neuen Abfallkalender 2020 werden in den kommenden Tagen an alle Holzwickeder Haushalte verteilt, teilt die Gemeinde mit. Neben den regelmäßigen Abfuhrterminen aller vier Abfallfraktionen (Restmüll, Bioabfall, Altpapier, Wertstoff) sind wissenswerte Informationen zur Abfalltrennung, dem Wertstoffhof und Vieles mehr enthalten.

Die Online Version ist auf der Internetseite des gemeindlichen Abfallentsorgers GWA verfügbar. Hier kann der individuelle Abfuhrplan erstellt und ausgedruckt werden. Weitere Druckexemplare liegen im Bürgerbüro und im Dienstgebäude des Fachbereichs IV (Allee 10) aus.

Neuerungen ergeben sich beim Abfallkalender 2020 sowohl in Bezug auf die Abfuhrtage als auch bei den Bezirken. Die Änderungen sind entsprechend rot im Straßenverzeichnis auf den Seiten 12 und 13 markiert. Darüber hinaus wurde zur Beibehaltung des vierwöchentlichen Leerungsrhythmus der Altpapiertonne für die Abfuhrbezirke A, B und C ein Sonderleerungstermin am gewohnten Abfuhrtag in der 3. KW eingerichtet. Anschließend wird die Altpapierleerung an den neuen Abfuhrtagen erfolgen. Schließlich ist auch das Gemeindelogo auf den Berechtigungs- und Sperrmüllkarten anstelle des Wappens abgebildet.

Die Abholung der Weihnachtsbäume erfolgt ebenfalls in der 3. Kalenderwoche, je nach Lage im Gemeindegebiet (Norden, Mitte, Süden) vom 13. bis 15. Januar 2020.

Auch Knorpelkirschen Opfer des trockenen Sommers: Verteilung verzögert sich

Die Knorpelkirsche, die  am Emscherquellhof gepflanzt wurde (Bild, scheint den trockenen Sommer besser überstanden zu haben und lebt. (Foto: Kai Kolodziej - EGLV)
Die Knorpelkirsche, die am Emscherquellhof gepflanzt wurde (Bild, scheint den trockenen Sommer besser überstanden zu haben und lebt. (Foto: Kai Kolodziej – EGLV)

Auf den November haben sich etwa fünfzig Holzwickeder ganz speziell gefreut, denn in diesem Monat sollten die im Frühjahr veredelten und über das Jahr angewachsenen kleinen Exemplare der Dudenrother Knorpelkirsche endlich an die Holzwickeder verteilt werden, die sich schon im Februar gemeldet hatten. Doch wie der Historische Verein jetzt mitteilt, wird daraus nichts. Der trockene Sommer hat auch diesen Knorpelkirschen sehr zugesetzt, so dass trotz der fachmännischen Pflege viele Veredelungen gar nicht anwuchsen oder erheblich im Wuchs zurückblieben. Darum bitten wird die Verteilung der Bäume jetzt für den nächsten Spätherbst anvisieren.

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Die CDU hat eine Änderung der Gebühren und Annahmekonditionen für Sperrmüll am Wertstoffhof beantragt. (Foto: Altmann/Pixabay)

CDU fordert Änderung der Gebühren und Annahmebegrenzung für Sperrmüll

Noch bei jeder Haushaltsdebatte in den zurückliegenden Jahren kritisierte die CDU-Fraktion die Grundgebühr für Sperrmüll als ungerecht. Jetzt unternimmt die CDU einen neuen Vorstoß und beantragt die Änderung der Abfallgebührensatzung und Anpassung der Gebühr für Sperrmüll „an kreisweit übliche Annahmekonditionen die Aufhebung der nicht praxisgerechten Mengenbegrenzung am Wertstoffhof von 0,5 m3“.

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