Fahrrad am Bahnhof gestohlen: Amtsgericht stellt Verfahren gegen 25-Jährigen ein

Am 23. Juni vorigen Jahres gegen 14.30 Uhr hat der 25-jährige Bochumer im Bahnhofsbereich von Holzwickede ein Fahrrad im Wert von knapp 400 Euro gestohlen, um es in Dortmund für 70 bis 80 Euro weiterzuverkaufen. Weil das Rad mit einem Kettenschloss gesichert war, das der arbeitslose Hartz IV-Empfänger knackte, handelte es sich um meinen besonders schweren Diebstahl. Dafür hatte er sich heute vor dem Amtsgericht in Unna zu verantworten.

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Möchtegern-Dealer kippt mit Marihuana-Plantage auf: 18 Monate Haft zur Bewährung

Wegen des Anbaus und Handels nicht unerheblicher Mengen an Betäubungsmitteln ist ein 28-jähriger Holzwickeder heute (25. Juni) vor dem Schöffengericht in Unna zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Seine Strafe wurde zur Bewährung auf zwei Jahre ausgesetzt. Unterm Strich ist der Angeklagte mit diesem Urteil noch glimpflich davon gekommen.

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Uneinsichtiger Angeklagter wegen Diebstahls zu 2.400 Euro Geldbuße verurteilt

Hätte er doch nur auf die mehr als deutlichen Hinweise des Richters gehört und seinen Widerspruch gegen einen Strafbefehl wegen Diebstahls zurückgezogen. Dann wäre der 48 Jahre alte Angeklagte mit einer Geldbuße von 500 Euro davongekommen. So aber „bettelte“ er förmlich um ein Urteil und wurde am Ende der Hauptverhandlung heute (13. Juni) vor dem Amtsgericht Unna zu einer Geldstrafe von 2.400 Euro verurteilt.

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Streit nach BVB-Spiel endet vor Amtsgericht: Holzwickeder muss 2.000 Euro zahlen

Recht glimpflich davon kam heute (23. Mai) ein 29-jähriger Holzwickeder, der am 15. September vorigen Jahres in der Gaststätte Uni in Unna einen 30 Jahre alten anderen Gast mit einem Faustschlag niederstreckte und den am Boden Liegenden anschließend auch noch einen Fußtritt verpasst haben soll. Gegen Zahlung von 2.000 Euro binnen eines halben Jahres an sein Opfer stellte Richter Christian Johann das verfahren gegen den Holzwickeder vorläufig ein.

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Holzwickeder hortet fast 1,5 Mio. Dateien mit Kinderpornografie: 27 Monate Haftstrafe

Wegen der Ver­brei­tung, des Erwerbs und Besitzes von kin­der­por­no­gra­fi­schen Schriften stand heute (21. Mai) ein 44-jäh­riger Holzwickeder vor dem Schöf­fen­ge­richt in Unna. Was die Kripo am 15. November vorigen Jahres auf den Com­pu­tern und Fest­platten des ledigen Ange­klagten ent­deckten scheint unglaub­lich: Nahezu fast 1,5 Mil­lionen Dateien, Fotos und Videos, mit Kin­der­por­no­grafie schlimm­ster Sorte beschlag­nahmten die Beamten in seiner Woh­nung in Holzwickede..

In der Menge sind Sie damit bei uns Spit­zen­reiter“, kom­men­tierte Richter Jörg Hücht­mann den trau­rigen Fund. „Wie kam es zu dieser unfass­baren Menge?“ Der 44-jäh­rige Holzwickeder zeigte sich zwar in vollem Umfang geständig, aber wenig gesprä­chig auf der Ankla­ge­bank. Wenn über­haupt ant­wor­tete er sehr leise und kaum ver­ständ­lich. Leugnen hätte wohl ange­sichts dieser Beweis­last auch wenig Zweck gehabt. Neben den eigent­li­chen Fotos und Videos fanden die Ermittler auch die nötigen Peer-To-Peer-Pro­gramme, um die ille­galen Dateien in den über­wie­gend anonymen Netz­werken tau­schen zu können.

Verteidiger nennt „Sammelwut“ als Motiv

Über seinen Ver­tei­diger ließ der Ange­klagte, der noch im Eltern­haus lebt, erklären: Er sei län­gere Zeit arbeitslos gewesen und habe aus Lan­ge­weile die Dateien her­un­ter­ge­laden. Tat­säch­lich, so der Ver­tei­diger, „müsste man wohl auch einen Full­time-Job haben, um alle diese Dateien anzu­sehen“.

Zeit­lich ist das auch kaum erfassbar“, meinte auch der Richter. Ob der Ange­klagte die ver­bo­tenen Dateien dann zum Zwecke des Tau­schens oder Han­dels her­un­ter­ge­laden habe? „Nein“, so der 44-Jäh­rige.

Der Ver­tei­diger schil­derte seinen Man­danten als eine Art Messie: „Es war mehr eine Sam­melwut, auch wenn das für Außen­ste­hende nicht ganz nach­voll­ziehbar ist.“ Das ändere natür­lich nichts am Sach­ver­halt, so der Ver­tei­diger, können aber „das Ver­halten ver­ständ­lich machen“, so der Ver­tei­diger. Das allein sei schon „eine Her­kules-Auf­gabe“, wie Richter Jörg Hücht­mann trocken kom­men­tierte.

Psy­cho­lo­gi­sche oder medi­zi­ni­sche Hilfe hat der Ange­klagte keine gesucht oder in Anspruch genommen. Auf Nach­frage der Staats­an­wältin bezeich­nete er seine sexu­elle Ori­en­tie­rung als „normal“ und, auf noch­ma­liges nach­haken: Er stehe auf Frauen. Und pädo­phile Nei­gungen? Darauf der 44-Jäh­rige: „Das Inter­esse ist da, aber ich würde nie­mals ein Kind anfassen.“ Es gehe ihm auch nicht gut mit dem, was er getan habe. „Es wird sicher nie wieder pas­sieren.“

Angeklagte nicht vorbestraft

Sehr über­zeu­gend klang das nicht in den Ohren der Staats­an­wältin, wie diese in ihrem Plä­doyer deut­lich machte. Der Ange­klagte sei zwar voll umfäng­lich geständig. Auch habe er bisher kei­nerlei Vor­strafen. Doch gegen ihn spre­chen eben diese unglaub­li­chen Daten­menge von fast 1,5 Mio. Dateien mit Kin­der­por­no­grafie. „So etwas hatten wir noch nicht“, so die Ankla­ge­ver­tre­terin. Man dürfe nicht ver­gessen: Hinter jeder dieser Dateien stehen Kinder. Des­halb sei das Ver­gehen schwer­wie­gend. Was sie vor allem ver­misst ist „die Nach­voll­zieh­bar­keit und der Wille etwas zu ändern“, so die Ankla­ge­ver­tre­terin. „Die Gedanken und Nei­gungen sind frei. Aber hier sehe ich Wie­der­ho­lungs­ge­fahr.

Daher bean­tragte die Staats­an­wältin eine Gesamt­strafe von zwei Jahren und drei Monaten für den Ange­klagten. Dessen Ver­tei­diger ver­wies darauf, dass sein Man­dant geständig und sehr koope­rativ gewesen ist. Außerdem sei er nicht vor­be­straft. Die große Daten­menge an Kin­de­por­no­grafie sei natür­lich „nicht nach­voll­ziehbar für Men­schen, die kein Inter­esse an so etwas haben“, so der Ver­tei­diger. Es sei auch ein Pro­blem des Inter­nets: „Man sieht etwas, lädt es her­unter, ohne sich groß Gedanken zu machen, was dahinter steckt.“ Sein Man­dant habe jedoch einen Beruf gefunden, küm­mere sich um seine Mutter und habe abge­schlossen mit seiner Tat. Des­halb sei eine Gesamt­strafe unter zwei Jahren, zur Bewäh­rung aus­ge­setzt, ange­messen.

Fotos und Videos auch weiterverbreitet

Mit seinem Urteil von zwei Jahren und drei Monaten folgte Richter Jörg Hücht­mann dem Antrag der Ankla­ge­ver­tre­terin. Der Holzwickeder habe über viele Jahren hinweg fast 1,5 Mil­lionen Dateien mit kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhalten erfasst, abge­spei­chert und gesam­melt, so die Urteils­be­grün­dung. Auf­grund der Peer-To-Peer-Pro­gramm, die er dafür ein­setzte, war ihm geläufig, dass er die Dateien auch wei­ter­ver­breitet und anderen Nut­zern Zugang dazu ver­schafft.

Es sei zwar richtig, dass „zunächst die Gedanken und Nei­gungen frei sind“, so der Richter weiter. „Aber das Aus­lösen sol­cher Nei­gungen ist nicht akzep­tabel und des­halb unter Strafe gestellt.“ Gegen den Ange­klagten spreche auch, dass er sich auch im Tat­nach­gang nicht erkennbar intensiv mit seinem Ver­halten aus­ein­an­der­ge­setzt hat, etwa indem er sich um eine The­rapie bemühte. „Da ist noch deut­lich Luft nach oben“, so der Richter. Bei dieser Sach­lage sei eine Bewäh­rung ober­halb von zwei Jahren dann ohnehin nicht mehr in Frage gekommen.

37-jähriger Einbrecher zu eineinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt

In Handschellen vorgeführt wurde der 37 Jahre alte Angeklagte aus der JVA Bochum am Donnerstag (16. Mai) im Amtsgericht Unna. Dort hatte sich der geschiedene Angeklagte, der in Bochum eine Reststrafe absitzt, wegen Wohnungseinbruchsdiebstahl zu verantworten. Durch das Urteil von Richterin Sarah Schlierkamp gab es am Ende der Verhandlung noch ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe dazu.

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Ehemann nimmt seiner Frau Handtasche weg: Anklage wegen schweren Raubes

Hat der 38 Jahre alte Vater von zwei Jungen im Alter von acht und zwölf Jahren die Mutter seiner Kinder auf offener Straße in Holzwickede mit einem Fleischermesser bedroht und ihr die Handtasche geraubt? Oder hat er als Vater nur verantwortungsvoll gehandelt und die Mutter seiner Kinder, die getrennt von ihm lebt, versucht daran zu hindern, dass sie ihre beiden Kinder mitten in der Nacht allein zurücklässt? Auch darüber wird das Schöffengericht Unna zu befinden haben.

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Rentner fährt Spiegel ab: Verfahren wegen Unfallflucht eingestellt

Weil er mit dem Kopf bei pri­vaten Pro­blemen war, kam ein 69 Jahre alter Rentner am Sil­ve­stertag (31.12.2018) gegen 12 Uhr auf der Teu­to­nen­straße zu weit nach rechts von der Fahr­bahn ab und tou­chierte mit seinem Spiegel den Außen­spiegel eines par­kenden Pkw. Gesamtsach­schaden: 295 Euro. Weil er sich anschlie­ßend uner­laubt vom Unfallort ent­fernte fand er sich in am Don­nerstag auf der Ankla­ge­bank des Amts­ge­richts Unna wegen Unfall­flucht wieder.

Ort schil­derte der sicht­lich auf­ge­regte 69-Jäh­rige, dass er sogar ange­hakten hatte und etwa zehn Minuten lang am Unfallort gewartet hatte. „Doch es war weit und breit nie­mand zu sehen. Da war absolut ‚tote Hose‘.“

Polizeiwache nicht besetzt

Des­halb will er von der Teu­to­nen­straße zur Poli­zei­wache in die Opher­dicker Straße gefahren sein. „Doch die war nicht besetzt.“ Weil er zu Hause Hand­werker erwar­tete, fuhr er des­halb nach Hause. „Das war ein Fehler. Es tut mir sehr leid“, zeigte der Rentner Reue.

Richter Jörg Hücht­mann zeigte sich gnädig, zumal der Schaden nur gering ist. In Ein­ver­nehmen mit der Staats­an­wältin stellte er das Ver­fahren mit Blick auf ein wei­teres Urteil gegen den anson­sten unbe­schol­tenen Rentner ein: Der 69-Jäh­rige war bereits im Vor­jahr, eben­falls wegen Fah­rer­flucht, zu einer Geld­strafe und einem Monat Fahr­verbot ver­ur­teilt worden.

Taxifahrer wirft Radler um: Verfahren eingestellt

Beim Abbiegen aus der Allee in die Hauptstraße hat ein 40 Jahre alter Taxifahrer aus Holzwickede am 18. Oktober vorigen Jahres einen 78-jährigen Fahrradfahrer mit seinem E-Rad übersehen. Auf dem Überweg soll er den Senior dann mit seinem Pkw angestoßen haben. Der 78-jährige kam zu Fall und erlitt eine Schürfwurde am kleinen Finger und am Knie. Der Taxifahrer musste sich heute wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht Unna verantworten.

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