Kreisdirektor und Kämmerer Mike-Sebastian Janke. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)

Bund will Gesundheitsämter stärken: Personal gesucht – Finanzier auch

Kreisdirektor und Kämmerer Mike-Sebastian Janke. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)
Dass Bund und Länder die Gesund­heits­ämter stärken wollen, hört Mike-Seba­stian Janke gerne. Der Kreis­di­rektor und Käm­merer sieht aller­dings noch viele offene Fragen. Mike-Seba­stian Janke. (Foto: Max Rolke – Kreis Unna)

Er liest sich gut, der Bund-/Länder-Beschluss vom 15. April zur Bekämp­fung der Corona-Pan­demie: Um eine voll­stän­dige Kon­takt­nach­ver­fol­gung zu gewähr­lei­sten, „werden in den öffent­li­chen Gesund­heits­dien­sten vor Ort erheb­liche zusätz­liche Per­so­nal­ka­pa­zi­täten geschaffen, min­de­stens ein Team von fünf Per­sonen pro 20.000 Ein­wohner“, ist da zu lesen. Kreis­di­rektor und Per­so­nal­de­zer­nent Mike-Seba­stian Janke hörte es erfreut, hatte aber doch das ein oder andere Fra­ge­zei­chen, etwa wer denn die für den Kreis hoch­ge­rechnet 100 neuen Mit­ar­beiter wohl bezahlen solle und wo wenn – ange­sichts der bun­des­weit gel­tenden Aus­sage – die tau­senden von qua­li­fi­zierten Men­schen eigent­lich zu finden seien. 

In dieser Frage jeden­falls zeichnet sich in einem vom 20. April datierten Schreiben der Lan­des­re­gie­rung Klä­rung ab. „Die vom Robert-Koch-Institut vor­ge­ge­bene Größe von fünf Per­sonen pro 20.000 Ein­wohner ist ein guter Anhalts­punkt, zu dem Sie Ihre kom­munal ganz indi­vi­duell not­wen­dige Per­so­nal­pla­nung lage­an­ge­passt vor­be­reiten und Ihr benö­tigtes Per­sonal ent­spre­chend anpassen können.“ Und weiter wird klar­ge­stellt: „In beson­ders betrof­fenen Gebieten wird das Land die Kom­munen unter­stützen. Wir haben des­halb eine Frage zur Unter­stüt­zung der Gesund­heits­ämter durch Lan­des­be­dien­stete gestartet und sind zusätz­lich in Gesprä­chen mit der Bun­des­wehr“, lässt die Lan­des­re­gie­rung wissen.

Kreisdirektor Janke dankt engagierten Mitarbeitern

Wann da was klar ist, ist unklar. Kreis­di­rektor und Per­so­nal­de­zer­nent Mike-Seba­stian Janke jeden­falls hat bereits Mitte März, als Corona auch den Kreis erreichte, haus­in­tern umor­ga­ni­siert. Er teilte Per­sonal zur Ver­stär­kung der Kreis-Gesund­heits­be­hörde ein, das z. B. an Hot­line und Info­te­lefon zig­tau­sende von Fragen beant­wor­tete. 

Kreis­di­rektor Janke dankte im per­sön­li­chen Gespräch den sowohl im Kreis­haus Unna als auch im Kreis­haus Lünen ein­ge­setzten Mit­ar­bei­tern ganz herz­lich für ihren enga­gierten Ein­satz, ohne den die Kri­sen­be­wäl­ti­gung nicht gelingen könne. 

Die Frage nach der per­so­nellen Unter­stüt­zung konnte Janke dabei nicht beant­worten. Nur eins ist für ihn klar: „Wichtig wäre es und richtig auch.“ Sollten die Kom­munen dafür aller­dings zur Kasse gebeten werden, würde er ent­schieden abwinken: „Was der Bund als Geschenk ankün­digt, darf nicht vom Beschenkten teuer erkauft werden.“ PK | PKU

Corona, Gesundheitsämter

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