Bürgerblock fordert sicheren Fuß- und Radweg auf der Sölder Straße

Der Bürgerblock fordert den Bau eines neuen Rad- und Gehweges auf der südlichen Seite der Sölder Straße in Höhe des geplanten Wohnparks Emscherquelle. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Der Bürgerblock fordert den Bau eines neuen Rad- und Gehweges auf der südlichen Seite der Sölder Straße in Höhe des geplanten Wohnparks Emscherquelle. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Der Bürgerblock fordert den Bau eines neuen Rad- und Gehweges auf der südlichen Seite der Sölder Straße in Höhe des geplanten Wohnparks Emscherquelle. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Im Planungs- und Bauausschuss sowie im Verkehrsausschuss wurden in den bisher letzten Sitzungen aus Sicht des Bürgerblocks die unsinnigen Beschlüsse gefasst, durch zwei Parkverbotszonen den Verkehrsfluss auf der Sölder Straße herzustellen bzw. die durch das Baugebiet Emscherkaserne entstehende, zusätzliche Belastung aufzufangen.

Diese Regelung löst, wie die Verkehrszählung und -beobachtung des Bürgerblocks am 21. November vorigen Jahres ergab, keineswegs das Problem und deckt sich auch nicht mit den Vorschlägen des letzten Verkehrsplaners. Auch wurde den Schwierigkeiten an den Kreuzungen  Sölder Straße/Hauptstraße sowie Sölder Straße/Emscherweg wurden ebenso keine Beachtung geschenkt wie der Situation in der langgezogenen und oft zugeparkten S-Kurve zwischen Breiter Weg und Landwehrstraße.

SPD und CDU handeln hier offenbar nach dem Motto: „Augen zu und durch. Hauptsache bauen und alle damit zusammenhängenden Probleme ignorieren.“ Der Bürgerblock erinnert daran, dass die seinerzeit das Bürgerbegehren ausgelöste Planung ein ganz anderes Bild zeigte und insofern den Bürgern damals Sand in die Augen gestreut wurde.

Schwächste Verkehrsteilnehmer ignoriert

Zudem bemängelt der Bürgerblock, dass bisher kein Augenmerk auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer gerichtet wurde, nämlich die Fußgänger und Radfahrer. Dabei ist die Sölder Straße Schulweg und wird stark von den aus DO-Sölde kommenden Gymnasiasten benutzt.

Der Bürgerblock fordert daher:

a) Einen neuen, weiteren Fuß- und Radweg auf der südlichen Seite der Sölder Straße entlang des Baugebietes Emscherkaserne, also von der Schäferkampstraße bis Breiter Weg. Dieser ist in dem bisherigen Bebauungsplanentwurf nicht vorgesehen. Fußgänger wie Radfahrer müssten an der einzigen Zu- und Ausfahrt des Baugebietes also stets die Sölder Straße queren,  um auf den nördlich gelegen Fuß- und Radweg zu gelangen. Dabei ist dieser Weg für Radfahrer schon im heutigen Ausbauzustand nicht ungefährlich, da er in Richtung  Ortsmitte nach wenigen Metern bereits auf die Fahrbahn stößt.

Hier zeigt sich ein Widerspruch zu den Planungszielen des Gebietes, die darauf abzielen, junge Familien anzuziehen.  Diese werden wohl wenig begeistert sein, wenn ihnen, insbesondere aber ihren Kindern,  keine sicheren Verkehrswege zur Verfügung stehen. Und Anreize, alternativ zum Auto umweltfreundliche Verkehrsmittel einzusetzen, bietet diese Bauplanung nicht.

Bauträger wurde aus Verantwortung entlassen

Nach den anfangs vollmundigen  Erklärungen, dass der Bauträger, die Firma Wilma, entlang der Sölder Straße auch einen Fuß- und Radwege auszubauen habe und in den Kreuzungsbereichen Kreisel anzulegen seien, ist dieser nun aus der Verpflichtung entlassen worden.  Der Bürgerblock hat daher die Verwaltung gebeten, in Zusammenarbeit mit der Firma Wilma die Planung zu ergänzen, wobei die Kosten von dem Bauträger zu tragen wären. 

b) Dem Bürgerblock ist bewusst, dass aufgrund der räumlichen Enge im gesamten Verlauf der Sölder Straße ein optimaler Radweg nicht geschaffen werden kann. Daher schlägt er als Lösung vor, eine Verbindung zwischen Steinstraße, gegebenenfalls Breiter Weg, und Opherdicker Straße südlich des Siedlungsbereiches Emscherweg zu schaffen. Dies ist, und das ist dem BBL auch klar, ohne Grunderwerb nicht möglich. Maßnahmen zur  Verkehrssicherheit aber sollten nicht an den Kosten scheitern.

Die Bürgerblock erwartet, dass die Verwaltung nach Auseinandersetzung mit den gemachten Vorschlägen dem Planung und Bauausschuss berichtet.

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