Das Foto zeigt Hausmeister Bernd Partmann mit Kindern der Notbetreuung der Paul-Gerhardt-Schule mit dem neuen Bienenfutter-Automat. Die offizielle Inbetriebnahme des Automaten muss wegen der Corona-Krise leider ausfallen. (Foto: privat)

Bienenfutter-Automat an der Paul-Gerhardt-Schule eröffnet

Das Foto zeigt Haus­mei­ster Bernd Part­mann mit Kin­dern der Not­be­treuung der Paul-Ger­hardt-Schule mit dem neuen Bie­nen­futter-Automat. Die offi­zi­elle Inbe­trieb­nahme des Auto­maten muss wegen der Corona-Krise leider aus­fallen. (Foto: privat)

Die Paul-Ger­hardt-Schule in Hengsen dürfte eine der wenigen Grund­schulen bun­des­weit mit einer eigenen Schu­lim­kerei sein. Jetzt hat die Schule auch einen eigenen Bie­nen­futter-Automat auf­ge­stellt: Ange­steckt von der Idee einen Bie­nen­futter-Automat auch für Holzwickede nutzbar zu machen, nahm die Schul­lei­tung Kon­takt zu dem Unter­nehmen Bie­nen­retter in Frank­furt auf, wel­ches einen sol­chen Auto­maten mit dem Ideen­geber und Initiator, Seba­stian Ever­ding aus Dort­mund, bewarb. Die Idee ist simpel und effektiv: Ehe­ma­lige Auto­maten für Kin­der­spiel­zeuge und Süßig­keiten, besser bekannt als „Kau­gum­mi­au­tomat“, werden mit Samen­kap­seln für die Bie­nen­weide befüllt und können gegen ein kleines Taschen­geld von 20 Cent oder 50 Cent erworben werden.

Klar ist, dass damit die eigent­liche Arbeit erst los­geht. Eine Fläche muss her, auf die der Samen aus­ge­bracht wird und den Bienen Früchte in Form von blü­henden Pflanzen spendet. Von Pflanzen wie Alant über Kori­ander bis Wiesen-Salbei ist alles dabei, was Honig­bienen und ihren wilden Ver­wandten schmeckt. Soweit so ein­fach. „Viele unserer Kinder kommen aus der länd­li­chen Umge­bung von Hengsen oder Opher­dicke. Ein Fleck­chen Erde für die Bie­nen­weide lässt sich da immer finden“, so der Schul­leiter Magnus Krämer, der die Schu­lim­kerei der Schule betreut.

Ideengeber bringt Automat persönlich vorbei

Gleich mal ausprobieren: Für 20 oder 50 Cent können die Samenkapseln mit bienenfreundlichen Blütenmischungen aus dem neuen Automat gezogen werden. (Foto: privat)
Gleich mal aus­pro­bieren: Für 20 oder 50 Cent können die Samen­kap­seln mit bie­nen­freund­li­chen Blü­ten­mi­schungen aus dem neuen Automat gezogen werden. (Foto: privat)

Von der Idee des Auto­maten ange­steckt, tüf­telte der Dort­munder Seba­stian Ever­ding den Bie­nen­fut­ter­au­tomat zur Seri­en­reife aus, besorgte Firmen und Hand­werker, die den Auto­maten gene­ral­über­holten. Dazu gehörte eine gründ­liche Sand­strah­lung des Gehäuses, eine voll­stän­dige Über­ho­lung der Mechanik, sowie eine hüb­sche Lackie­rung in einem auf­fäl­ligen Gelbton. „Als die Anfrage der Paul-Ger­hardt-Schule aus meiner Nach­bar­stadt ein­ging, habe ich direkt nach der Fer­tig­stel­lung den Auto­maten per­sön­lich vorbei gebracht, da ich es wichtig finde, schon den Klein­sten die große Bedeu­tung von Bienen für das Öko­sy­stem näher zu bringen und finde es bei­spiel­haft, dass die Schule dieser wich­tigen Auf­gabe nach­kommt“, meint Seba­stian Ever­ding aus Dort­mund, Erfinder der Bie­nen­au­to­maten, die inzwi­schen an 15 Stand­orte im ganzen Bun­des­ge­biet ver­sendet wurden.

Schul­leiter Magnus Krämer holte diese geniale Idee nach Holzwickede, besorgte Geld über den För­der­verein der Schule und warb bei der Natur­för­de­rungs­ge­sell­schaft für den Kreis Unna für eine Erst­be­schickung des Auto­maten mit Samen­kap­seln. Auf­ge­stellt ist der Automat nun unmit­telbar vor der neuen OGS in der Schul­straße, so dass Land und Leute daran direkt vor­bei­kommen. Dank der Spende der Natur­för­de­rungs­ge­sell­schaft können zunächst 200 Kap­seln zu 20 Cent und 200 Kap­seln zu 50 Cent gezogen werden.

Inbetriebnahme wegen Corona-Krise vorgezogen

Auch die Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel ist von der Idee begei­stert: „Es ist schön, dass der erste Bie­nen­futter-Automat in Holzwickede an der Paul-Ger­hardt-Schule offi­ziell den Bienen über­geben wird. Die Bedeu­tung der Bienen in Theorie und beson­ders in der Praxis wird den Kin­dern der Paul-Ger­hardt-Schule bereits lang­jährig ver­mit­telt. Dieser wei­tere Schritt unter­stützt Bienen bei der Nah­rungs­suche. Das ist ein wei­terer wert­voller Bei­trag für das Öko­lo­gie­sy­stem. Ich wün­sche wei­terhin allen Betei­ligten viel Freude und diesem Vor­zei­ge­pro­jekt des Bie­nen­futter-Auto­maten viel Erfolg“.

Ein Fleck­chen Erde für die Bie­nen­weide lässt sich da immer finden.“

- Schul­leiter Magnus Krämer

Geplant war die offi­zi­elle Eröff­nung des Auto­maten für den 30. März zusammen mit der Bür­ger­mei­sterin und dem Erfinder des Auto­maten sowie vielen Kin­dern der Schule. Leider musste diese Eröff­nung auf­grund des Coro­na­virus abge­sagt werden. Dafür konnte die Inbe­trieb­nahme nun schon eher erfolgen. Wann immer also in diesem Früh­jahr die Gele­gen­heit besteht, einen Aus­flug nach Hengsen zu unter­nehmen, bittet die Schule darum etwas Klein­geld ein­zu­stecken und den Auto­maten aus­zu­pro­bieren. Der Bienen- und Insek­ten­för­derer erwirbt mit dem Kauf auch einen Flyer, der Wis­sens­wertes über das Pro­jekt „Bie­nen­retter“ ent­hält, sowie benennt, welche Blü­ten­mi­schung in den Kap­seln ist. Ferner besteht die Mög­lich­keit, die benutzten Kap­seln nach Gebrauch oder direkt vor Ort einem Brief­ka­sten zuzu­führen, so dass sie wieder befüllt werden können. „Der Schule war es wichtig“, so Schul­leiter Magnus Krämer, „dass wir mit dem Auto­maten keinen neuen Müll pro­du­zieren“.

Bienenfutter-Automat, Paul-Gerhardt-Schule

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