Mehr BAföG: Leistung, von der man wohnen, leben und lernen kann

Das BAfÖG ist wieder eine echte Alter­na­tive zum Job, so der hei­mi­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Oliver Kacz­marek (SPD). (Foto: SPD Unna)

Am 1. August 2019 tritt die 26. BAföG-Novelle in Kraft. „Ab dem Win­ter­se­me­ster 2019/​20 ver­bes­sern sich die Lei­stungen des BAföG deut­lich. Davon werden zukünftig mehr Geför­derte pro­fi­tieren. Das ist ein wich­tiger Bei­trag zur Chan­cen­gleich­heit im Bil­dungs­wesen, den wir in der Koali­tion durch­setzen konnten“, so der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Oliver Kacz­marek. „Egal, ob Aus­bil­dung oder Stu­dium: Jungen Men­schen müssen alle Wege offen stehen“, ergänzt Kacz­marek noch.

In den letzten Jahren sind immer weniger Schüler und Stu­die­rende durch das BAföG geför­dert worden. Oliver Kacz­marek, MdB dazu: „Stei­gende Ein­kommen der Eltern haben dazu geführt, dass junge Men­schen keinen För­der­an­spruch mehr hatten. Obwohl natür­lich gleich­zeitig die Lebens­hal­tungs­ko­sten gestiegen sind. Hinzu kommen kom­pli­zierte Antrags­ver­fahren und die Angst vor Schulden, die junge Men­schen davon abge­halten haben, BAföG zu bean­tragen. Zudem sind die Wohn­ko­sten gerade in Hoch­schul­städten dra­ma­tisch gestiegen. Und immer mehr Stu­die­rende erziehen Kinder. Des­wegen haben wir das BAföG umfas­send ver­bes­sert.“

Bedarfssätze werden erhöht

Jeweils zu Beginn des Schul­jahres bezie­hungs­weise des Win­ter­se­me­sters werden die Bedarfs­sätze erhöht. Der Wohn­zu­schlag für BAföG-Geför­derte, die nicht bei den Eltern wohnen, wird um 30 Pro­zent ange­hoben: von der­zeit 250 Euro auf 325 Euro. Auch der BAföG-Zuschlag zur Kran­ken­ver­si­che­rung berück­sich­tigt künftig die seit der letzten Anpas­sung gestie­genen Kosten. Außerdem können BAföG-Emp­fan­gende, die Kinder erziehen oder nahe Ange­hö­rige pflegen, sich über bes­sere Lei­stungen freuen.

Ein Stu­dium darf nicht am Geld schei­tern.“

Oliver Kacz­marek (MdB)

Um Ver­schul­dens­äng­sten ent­ge­gen­zu­wirken, gibt es nun einen Schul­den­schnitt nach 20 Jahren, wenn der Kre­dit­an­teil nicht zurück­ge­zahlt werden konnte. Ins­ge­samt steigt der För­der­höchst­satz beim BAföG so von 735 Euro auf 861 Euro monat­lich.

Ein Stu­dium darf nicht am Geld schei­tern. Des­halb sorgen wir dafür, dass mehr junge Men­schen Anträge stellen können und wieder mehr Men­schen BAföG erhalten“, erklärt Kacz­marek. Die Ein­kom­mens­frei­be­träge steigen in drei Stufen. Der Frei­be­trag für das eigene Ver­mögen von Aus­zu­bil­denden steigt eben­falls.

Oliver Kacz­marek emp­fiehlt daher: „Das BAföG ist wieder eine echte Alter­na­tive zum Nebenjob und ermög­licht es den Geför­derten, sich voll auf ihre Aus­bil­dung zu kon­zen­trieren. Ich möchte es den Schü­le­rinnen, Schü­lern und Stu­die­renden des­halb ans Herz legen, den BAföG-Antrag zu stellen.“

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