Auch Winter-Edition des Streetfoodmarktes ein Publikumsmagnet

Die vier Musiker der Mobilband Sultans of Swing (SoS) sorgten bei der Winter-Edition des beliebten Streetfoodmarktes für gute Stimmung im beheizten Großzelt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Man könnte ja fast vermuten, dass die Veranstalter den heftigen Schneefall heute Morgen (12., Februar) eigens für ihre Winter-Edition des Streetfoodmarktes bestellt hatten. Gestört hätte der plötzliche Wintereinbruch die Veranstaltung nicht. „Der Schnee hätte nur liegen bleiben müssen“, hatte sich Vivo-Gastronom Jens Reckermann noch am Morgen gewünscht. Blieb er nicht.  Dafür klarte der Himmel am späten Nachmittag sogar etwas auf und das Blaue schimmerte zwischen den Wolken durch. „Einfach optimal das Wetter heute“, freute sich Reckermann.

Überhaupt scheinen alle mit der ersten Winter-Edition des beliebten Streetfoodmarktes heute zufrieden zu sein. Die Veranstaltung war erstaunlich gut besucht. Überall auf dem Marktplatz gab es Stände mit deftigen Spezialitäten wie Spanferkel am Spieß, Grünkohl, Flammlachs, Fleischspezialitäten aus dem Filet-Shop, frisches Brot aus dem Ofen, eine große Pilzpfanne und andere Leckereien. Das große beheizte Zelt mitten auf dem Marktplatz füllte sich ab 16 Uhr rasch und die Holzwickeder kamen rasch in Stimmung.

Lebenszeichen in der Winterpause

Was Jens Reckermann und seine Mitstreiter natürlich besonders freute: „Die Stimmung hier ist fast wie auf dem Weihnachtsmarkt. Nur das Angebot ist hier heute natürlich anders.“ Es sei einfach klasse, wie die Holzwickeder das Angebot des Streetfoodmarktes angenommen haben. „Das liegt natürlich auch daran, dass das Angebot neu ist und wir den Leuten etwas Besonderes bieten“, glaubt der Vivo-Gastronom den Grund zu kennen. Es gebe eben keine 08/15-Bratwurst und die Musik werde nicht auf einer Bühne, sondern live direkt zwischen den Leuten gespielt. „Das spüren die Leute und es kommt an.“

Genau in dieses Konzept passten die Musiker der Sultans of Swing Mobilband, die ab 18 Uhr mit ihrer Musik für gute Laune sorgten und bewiesen, dass auch bei rein akustischer Musik die Post richtig abgehen kann.

Mit der Winter-Edition wollten Jens Reckermann, Martin Hesterberg vom Filet-Shop Dortmund und Stefan Thiel, Wirtschaftsförderer der Gemeinde, in der Winterpause ein kleines Lebenszeichen geben: „Wir sind noch da!“

Die Holzwickeder haben es dankbar registriert und angenommen. Die eigentliche Saison der Streetfoodmärkte startet bei etwas wärmeren Temperaturen und mit neuen Attraktionen am gewohnten Wochentag, Donnerstag, 11. Mai. Danach gibt es jeweils am 2. Donnerstag eines Monats bis Oktober weitere Streetfoodmärkte.

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Streetfoodmarkt


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

Comments (4)

  • Winter-Streetfoodmarkt: Nein, danke!!!
    So etwas wie den Streetfood-Wintermarkt braucht wirklich niemand. Selbst wenn die Holzwickederinnen und Holzwickeder ihn (gut) angenommen haben, der ökologische Fußabdruck ist katastrophal: beheizte Zelte, das ist was für Flüchtlinge in Serbien und wohnungslose Menschen in unseren Großstädten, denn dort fehlen diese; zum Feiern ist das nicht akzeptabel. Wer im Winter gemeinsam feiern will, soll in eine Gaststätte oder eine Festhalle gehen, aber nicht auf den Marktplatz in beheizte Zelte.
    Wirtschaftsförderung, sehr geehrter Herr Thiel, ist etwas gänzlich anderes. Das hat mitten in der „Spaßgesellschaft“ eben auch etwas mit verantwortlichem Umgang mit Ressourcen zu tun.

    • Nun, wenn er denn angenommen wurde, scheint ja Bedarf zu bestehen. Somit ist die Aussage, dass ihn niemand braucht, schon reichlich platt. Mit so einem Totschlagargument kann man jedwede Veranstaltung negativ beurteilen.
      Vielleicht sollte man einfach nur mal gönnen können.

      • Es geht nicht um „gönnen können“, sondern um verantwortlichen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Außerdem ist es weder „platt“, noch ein „Totschlagargument“ einen kritischen Blick auf die Partygesellschaft zu werfen. Und wer aufmerksam gelesen hat, wird auch wahrgenommen haben, dass es nicht darum ging das Feiern zu kritisieren, sondern um die Art und Weise dieses Streetfoodmarktes im Winter im Freien in beheizten Zelten. Das Lebensmotto “ gönnen können“ ist im Übrigen mit verantwortlich für manche unserer ökologischen und sozialen Probleme. Nachdenken und Verantwortung übernehmen hilft.

  • Sicherlich ist es nicht platt, einen kritischen Blick auf die Partygesellschaft zu werfen. Aber es bleibt platt, wenn man in dem Zusammenhang zu Pauschalisierungen greift, denn nichts anderes ist in meinen Augen die Aussage:“So etwas wie den Streetfood-Wintermarkt braucht wirklich niemand.“
    Ich persönlich brauche ihn auch nicht, aber ich maße mir nicht an, für Alle zu sprechen.

    Wo liegt denn ein soziales Problem, wenn ich Jemandem etwas gönne? Das erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Da liegen soziale Probleme doch eher in der in unseren Breitengraden vorherrschenden Neidkultur begründet.

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