Anbau neues Rat- und Bürgerhaus: Auftrag an Architektenbüro vergeben

So soll der Anbau mit dem Rat- und Bür­ger­haus an das alte Rat­haus (li.) aus­se­hen: Die Archi­tek­ten Bez und Kock  sind jetzt mit der Rea­li­sie­rung des Ent­wurfs beauf­tragt wor­den. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Das neue Rat- und Bür­ger­haus wird die Optik der Gemein­de­mit­te ver­än­dern wie kein ande­res städ­te­bau­li­ches Pro­jekt bis­her: Wie der Anbau an das 101 Jah­re alte Rat­haus aus­se­hen soll, hat ein Archi­tek­ten­wett­be­werb im Janu­ar die­ses Jah­res gezeigt. Der Sie­ger­ent­wurf unter 13 Mit­be­wer­bern stammt vom Stutt­gar­ter Archi­tek­tur­bü­ro Bez und Kock. Jetzt hat die Gemein­de Holzwicke­de auch den Auf­trag zum Sie­ger­ent­wurf an das Stutt­gar­ter Archi­tek­tur­bü­ro ver­ge­ben, wie Uwe Nett­len­busch, Fach­be­reichs­lei­ter Tech­ni­sche Dien­ste bestä­tigt.

Damit ist ein ganz wich­ti­ger Schritt zur Rea­li­sie­rung des Rat­haus­an­baus getan. Aller­dings: Dass der Sie­ger­ent­wurf nun auch tat­säch­lich so rea­li­siert wird, wie er vor­ge­stellt und ein­stim­mig für gut befun­den wur­de, heißt das noch lan­ge nicht.

Die Freu­de in Stutt­gart war natür­lich groß“, berich­tet Uwe Nett­len­busch. „Wir wer­den uns nun Anfang Sep­tem­ber zu einer Auf­takt­ver­an­stal­tung zusam­men­set­zen. Als erstes wer­den wir zunächst wohl eine Ter­min­pla­nung erstel­len und eini­ge Ände­rungs­wün­sche dis­ku­tie­ren.“ Auch wenn der Sie­ger­ent­wurf ein­stim­mig Zustim­mung gefun­den hat. Was das Raum­pro­gramm, eine Dach­ver­gla­sung im hin­te­ren Bereich und eini­ge wei­te­re Details angeht, hat die Gemein­de noch Ände­rungs­wün­sche.

Als „sehr ange­nehm“ hat es Uwe Nett­len­busch des­halb emp­fun­den, dass die Archi­tek­ten Bez und Kock in den bis­he­ri­gen Gesprä­chen sol­chen Ände­rungs­wün­schen der Gemein­de durch­aus offen gegen­über stan­den und kei­nes­wegs dog­ma­tisch auf ihrem Sie­ger­ent­wurf bestan­den haben. „Die waren da sehr beweg­lich“, meint Nett­len­busch.

Kosten für den Anbau werden jetzt erst ermittelt

Soll soll sich der Neu­bau (Mit­te) ins Gesamt­en­sem­ble ein­fü­gen. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Mög­li­cher­wei­se müs­sen die Archi­tek­ten das auch noch in weit grö­ße­rem Umfang als bis­her sein. Denn über die Kosten ihres Ent­wurfs ist noch gar nicht kon­kret die Rede gewe­sen. Zwar waren neun Mil­lio­nen Euro als gro­ber Kosten­rah­men in dem Archi­tek­ten­wett­be­werb vor­ge­ge­ben wor­den. Wobei der Eigen­an­teil der Gemein­de letzt­lich deut­lich gerin­ger aus­fal­len dürf­te, da der Käm­me­rer auf rund 80 Pro­zent För­der­mit­teln aus dem ISEK-Pro­gramm hof­fen darf.

Ob der Ent­wurf des Archi­tek­tur­bü­ros Bez und Kock aber auch tat­säch­lich in die­sem Kosten­rah­men zu rea­li­sie­ren ist, muss sich erst noch zei­gen. „Der genaue Kosten­rah­men für den Ent­wurf muss jetzt erst noch für die ersten vier Lei­stungs­pha­sen ermit­telt wer­den“, bestä­tigt Chri­sti­an Grimm vom Fach­be­reich Finan­zen.

Kla­rer als die Kosten ist der Zeit­plan schon defi­niert: „Wir müs­sen bis spä­te­stens Ende 2020 fer­tig sein“, meint Uwe Nett­len­busch und fügt zuver­sicht­lich hin­zu. „Das ist ehr­gei­zig, aber auch durch­aus zu schaf­fen.“

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visage

Dipl.-Journalist

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