Adventsfenster im Ballhaus: : Das allererste Benfizspiel im deutschen Fußball 1919

Gerd Kolbe (Mitte) und Jenz Rother werden auch in diesem Jahr wieder Weihnachtsgeschichten beim Adventsfenster des Holzwickeder Sport Clubs im Ballhaus im Montanhydraulik-Stadion vortragen.

Gerd Kolbe (Mitte) und Jenz Rother werden auch in diesem Jahr wieder Weih­nachts­ge­schichten beim Advents­fen­ster des Holzwickeder Sport Clubs im Ball­haus im Mon­tan­hy­draulik-Sta­dion vor­tragen. (Foto: privat)

Es ist Holzwickedes sport­lich­stes Advents­fen­ster und zeigt, dass Besinn­lich­keit, Ruhe und Vor­freude auf die Weih­nachts­zeit auch im hei­mi­schen Wett­kampf­sport ein­ge­zogen sind. Der Holzwickeder Sport Club (HSC) öffnet am Samstag, 23. Dezember, um 19 Uhr im Ball­haus im Mon­tan­hy­draulik-Sta­dion das vor­letzte „Tör­chen“ des Jahres.

Damit es, wie in den ver­gan­genen fünf Jahren, wieder ein Voll­treffer wird, hat der HSC ein Pro­gramm mit einer gelun­genen Mischung aus Kultur und Sport vor­be­reitet. Auf­grund der bis­lang sehr guten Besu­cher­zahlen öffnet das Ball­haus am Samstag bereits um 18 Uhr.

Mit dem HSC-Auf­sichts­rats­mit­glied Gerd Kolbe liest ein Literat, der durch selbst ver­fasste, tief­grün­dige Texte, gewürzt mit einer guten Por­tion Humor, eine wun­der­bare Ver­knüp­fung zwi­schen Fuß­ball und der der Weih­nachts­zeit hin­be­kommt. So trug Kolbe 2013 jene wahre und dra­ma­ti­sche Geschichte vom Weih­nachts­frieden zwi­schen deut­schen und eng­li­schen Sol­daten vor, die Hei­lig­abend im Zweiten Welt­krieg die töd­li­chen Kämpfe ein­stellten und fried­lich gemeinsam Fuß­ball spielten – wenn auch nur für wenige Stunden, bis das sinn­lose Gemetzel auf dem Schlacht­feld wieder seinen Fort­gang fand. Oder 2014, als Gerd Kolbe mit dem „Kampf­hahn der Ver­söh­nung“ erläu­terte, wie der bri­ti­sche Top-Club Tot­tenham Hot­spurs sein Logo, den Hahn, durch den Dort­munder jüdi­schen Mit­bürger Benno Elkan bekam. Dieses wahre Ereignis lebt bis heute fort: Das Nach­bild des „Fighting Cock“ hat die Holzwickeder Künst­lerin Elke Strauch nach­ge­bildet und hat bis heute seinen Standort im Foyer des Dort­munder Orchest­er­zen­trums in der Brück­straße und steht dort zur Besich­ti­gung frei. Durch die jähr­lich dort statt­fin­denden inter­na­tio­nalen Schach­tage mit allen Welt­mei­stern ist das Kunst­werk aus Holzwickede über die Grenzen hinaus bekannt. 2015 war es die Geschichte vom „Eis­bre­cher des Kalten Krieges“ vor – das Fuß­ball­spiel zwi­schen Deutsch­land und Russ­land im Jahre 1955. Und 2016 waren es die Bege­ben­heiten rund um das Gast­spiel der bra­si­lia­ni­schen Natio­nal­mann­schaft gegen die Aus­wahl Haitis – 2004 der Wen­de­punkt im blu­tigen Bür­ger­krieg und frie­dens­stif­tend.

Und diese Geschichte gibt es 2017:

In diesem Jahr geht es um das erste Bene­fiz­spiel 1919 im deut­schen Fuß­ball. Titel: „Drei schwarz-gelbe Engel vom Bor­sig­platz“. Die Zuhörer dürfen gespannt sein – auch all die­je­nigen, deren Herzen nicht für Schwarz-Gelb schlagen.

Als wei­teren Vor­tra­genden konnte der HSC für den 23. Dezember Alt-Bür­ger­mei­ster Jenz Rother gewinnen. Rother wird das Stück „Wie Tiere über Weih­nachten denken“ vor­tragen. Natür­lich werden auch gemeinsam Weih­nachts­lieder ange­stimmt. Und viel­leicht trägt ja auch ein Über­ra­schungs­gast ein Stück vor – wie im letzten Jahr Doris Volke. Glüh­wein und Kin­der­punsch sind im Ball­haus an diesem Abend frei. Für einen Snack ist (gegen Bezah­lung) gesorgt. Es gibt leckere Bock­würst­chen und die tra­di­tio­nellen Ball­haus-Fri­ka­dellen.

  • Termin: Samstag (23. Dezember), 19 Uhr, Ball­haus im Mon­tan­hy­draulik-Sta­dion, Jahn­straße
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