Die UKBS hat mit dem Abriss des alten AWO-Kindergartens an der Dorfstraße begonnen. Dort sollen, Baubeginn noch dieses Jahr, altengerechte Wohnungen entstehen. Wie viele genau, ist allerdings noch offen. (Foto:P. Gräber - Emscherblog)

Abriss des alten AWO-Kindergartens in Opherdicke hat begonnen: UKBS baut altengerechte Wohnungen

Der Abriss des alten AWO-Kindergartens an der Dorfstraße hat begonnen. Die UKBS wird auf dem Grundstück altengerechte Wohnungen bauen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Der alte AWO-Kindergarten in Opherdicke ist bald Geschichte: Die Unnaer Kreis- Bau und Siedlungsgesellschaft (UKBS) hat diese Woche mit dem Abriss des Gebäudes an der Dorfstraße begonnen. Innerhalb weniger Stunden war heute bereits der Eingangsbereich dem Bagger zum Opfer gefallen.

Die Trauer über den Verlust des schönen, aber maroden Gebäudes im Bergdorf dürfte sich in Grenzen halten: Nicht wenige alteingesessene Opherdicker, die das Leben in ihrem Ortsteil sehr schätzen und auch ihren Lebensabend dort verbringen möchten, warten auf die altengerechten Wohnungen, die die UKBS dort neu bauen will.

Anzahl der Wohnungen noch offen

Denn genau darum hat die Gemeinde auch die Immobilie, die nach dem Umzug des AWO-Kindergartens in den Neubau im Emscherpark leer stand, im Sommer vorigen Jahres an die UKBS verkauft. „Zu einem angemessenen Preis“, wie Holzwickedes Beigeordneter Bernd Kasischke bestätigte (Emscherblog berichtete).

Ersten Plänen zufolge plante die UKBS auf dem Grundstück „etwa 30 bis 36 altengerechte Wohnungen in der Größenordnung von rund 50 Quadratmetern“, so UKBS-Aufsichtsratsvorsitzender Theo Rieke. Auch eine ambulante Betreuung sei vorgesehen.

„Wenn wir dort 25 Wohnungen schaffen wollen, müssten wir auch 25 Stellplätze auf dem Grundstück nachweisen. Das ist eine ganze Menge. Das bekommen wir nicht hin.“

– Matthias Fischer (UKBS-Geschäftsführer)

Wie viele Wohnungen in dem Neubau tatsächlich entstehen, ist allerdings noch offen, wie UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer heute im Gespräch mit dem Emscherblog erläuterte. „Es gibt bisher nur einen Entwurf und noch keine fertige Planung.“ Beim Abriss sei man stets etwas schneller, räumt Fischer ein. „Weil wir aus Erfahrung wissen, dass manche Leute auf dumme Gedanken kommen, wenn eine alte Immobilie zu lange leer steht.“

Die genaue Anzahl der altengerechten Wohnungen kann Fischer deshalb auch noch gar nicht nennen. „Da tasten wir uns gerade heran und prüfen noch, wie viele Wohnungen wir auf dem Grundstück unterbringen können. Das hängt nicht zuletzt von der Stellplatzfrage ab.“

Knackpunkt ist die Stellplatzfrage

Allerdings ist schon klar, dass die Anzahl von Wohnungen in dem zunächst angedachten Umfang nicht zu realisieren ist. „Das Problem sind die Stellplätze“, sagt der UKBS-Geschäftsführer. „Wenn wir dort 25 Wohnungen schaffen wollen, müssten wir auch 25 Stellplätze auf dem Grundstück nachweisen. Das ist eine ganze Menge. Das bekommen wir nicht hin.“

Dessen ungeachtet zeigt sich Matthias Fischer aber überzeugt: „Das wird sicher ein sehr schönes Projekt. Wenn die Entwürfe dazu in ein paar Wochen abgestimmt sind, werden wir die genau Planung auch noch vorstellen.“

Unter Zeitdruck steht die UKBS nicht bei diesem Projekt. Der Zeitplan sieht einen Baubeginn erst Ende dieses Jahres vor, so Fischer. „Mit der Fertigstellung des Neubaus ist dann irgendwann in 2024 zu rechnen.“ Genauer will sich der Geschäftsführer nicht festlegen. Denn auch die UKBS hat wie die gesamte Baubranche mit coronabedingten Problemen zu kämpfen.

Altenwohnungen, UKBS


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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