Abgestempelt“ zeigt das Schicksal ausgesonderter Holzwickeder im 3. Reich

Autor der Gedenkschrift: Ulrich Reitinger. (Foto: privat)
Autor der Gedenk­schrift: Ulrich Reit­inger. (Foto: privat)

Ulrich Reit­inger und die „HowiBib-Freunde“ laden zu einer ganz beson­deren Buch­vor­stel­lung in die Gemein­de­bi­blio­thek ein: Das erst vor kurzem erschie­nene Buch „Abge­stem­pelt“ soll einer breiten Öffent­lich­keit vor­ge­stellt werden. Eine Pre­miere ist die Buch­vor­stel­lung aller­dings nicht. Schon am Volks­trau­ertag wurde das Buch in der Senio­ren­be­geg­nungs­stätte vor­ge­stellt.

Doch um das wich­tige und mah­nende Thema des Buches nicht in Ver­ges­sen­heit geraten zu lassen, sind alle Inter­es­sierten zu einer wei­teren Prä­sen­ta­tion ein­ge­laden. Diese Ein­la­dung schließt nicht nur die ältere Genera­tion ein, son­dern soll auch gerade nach­fol­gende Genera­tionen anspre­chen. Zu den Opfern der NS-Regimes gehörten auch Men­schen mit Behin­de­rungen, die im Rahmen des Pro­grammes „Ver­nich­tung lebens­un­werten Lebens“ umge­bracht wurden.

Buchvorstellung und Diskussion

Das Cover der Denkschrift "Abgestempelt". (Foto: privat)
Das Cover der Gedenk­schrift von Ulrich Reit­inger. (Foto: privat)

Wil­helm Hoch­gräber und Ulrich Reit­inger sowie die Teil­nehmer der VHS-Gruppe „Spu­ren­suche NS-Opfer Holzwickede“ haben sich seit Jahren mit der The­matik beschäf­tigt. Sie haben den bis­he­rigen Recherche- und Sach­stand zusam­men­ge­tragen und her­aus­ge­ar­beitet, dass auch Holzwicke­derinnen und Holzwickeder zu den Betrof­fenen zählten.

Bei dem Vor­trag in der Gemein­de­bi­blio­thek wird zunächst Wil­helm Hoch­gräber den der­zei­tigen Stand der orts­ge­schicht­li­chen Lite­ratur zur NS-Zeit dar­stellen, auf das Thema Denk­male und Gedenk­ge­schichte ein­gehen und über die bis­he­rige Arbeit der VHS-Gruppe „Spu­ren­suche NS-Opfer Holzwickede“ berichten. Danach stellt Ulrich Reit­inger die Ergeb­nisse seiner Gedenk­schrift im Rahmen einer Prä­sen­ta­tion vor, für die er 2½ Jahre lang recher­chiert hat. Im dritten Teil der Ver­an­stal­tung wird es aus­rei­chend Gele­gen­heit zur Dis­kus­sion geben.

Der Ein­tritt bei diesem Vor­trags­abend ist frei. Alle Inter­es­sierten sind herz­lich will­kommen.

  • Termin: Freitag, 8. Februar, 19.30 Uhr, Gemein­de­bi­blio­thek, Opher­dicker Str. 44
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