Abfallgebühren neu kalkuliert: Mehr Geld fürs Altpapier

Vordem Feierwehrgerätehaus Opherdicke wurde der eingesammelte Müll in den großen Conbrainer umgeladen. (Foto: Peter Gräber)
Die mpllentsirgung wird nächstes Jahr teurer; Aufräumaktion in Opherdicke.  (Foto: Peter Gräber – Emscherblog)

(PK) Die Kreisverwaltung hat die Abfallgebühren für 2017 kalkuliert. Danach kommt es insbesondere bei der Restmüllentsorgung zu Mehrkosten für die Umladung des Abfalls aus dem Südkreis.

Hintergrund ist ein vor zehn Jahren mit sehr günstigen Konditionen abgeschlossener Kooperationsvertrag, mit dem die Umladekosten über Jahre weitgehend kompensiert werden konnten. Er läuft zum Jahresende aus und kann unter den derzeitigen Marktbedingungen so nicht verlängert werden.

Die im Ausschuss für Natur und Umwelt am 21. November vorgestellte und dem Kreistag am 13. Dezember zur Beschlussfassung empfohlene Kalkulation geht von Gesamtkosten in Höhe von 22,9 Millionen Euro im kommenden Jahr aus (2016 = 22,02 Millionen Euro).

Restmüllentsorgung teurer

Vorgesehen sind für die Restmüllentsorgung 271 Euro pro Tonne (2016: 253,66 Euro). Leicht steigen auch die Aufwendungen für die Kompostierung von Bioabfall. Sie sollen mit 103,21 Euro/Tonne zu Buche schlagen (2016: 98,67 Euro). Von 52,76 im Jahr 2016 um zwei Cent nach unten verändern werden sich die Kosten für die Kompostierung des Grünabfalls.

Die Sperrmüllgebühr setzt sich aus einer Leistungsgebühr und der einwohnerbezogenen Grundgebühr zusammen. Hier gibt es eine merkliche Entlastung. 2017 fallen geringere Entsorgungskosten für den Restmüll aus Sperrmüll an, da ein Teil dieser Reste in kostengünstige Drittanlagen gebracht werden kann. Die leistungsbezogene Gebühr liegt 2017 bei 83,90 Euro pro Tonne (2016: 88,34 Euro). Die einwohnerbezogene Gebühr beträgt 4,41 Euro (2016: 4,84 Euro) pro Einwohner.

Merkliche Entlastung beim Sperrmüll

Gute Nachrichten gibt es auch bei der Altpapierverwertung. Der kalkulierte Erlös pro Tonne steigt 2017 auf 85,57 Euro (2016: 56,03 Euro). Grund ist das gute Ergebnis der Neuausschreibung zum Verkauf des Altpapiers. Der so erzielte Mehrertrag von rund 650.000 Euro für 2017 kompensiert insbesondere die angesprochenen kalkulierten Mehrkosten für die Umladung des Restmülls weitgehend.

Damit bleibt das Altpapier weiter wichtig für die Gebührenrechnung des Kreises und für die Bürgerinnen und Bürger, an die der Gewinn letztlich zurückfließt. Denn die Entsorgungsgebühren des Kreises sind ein Baustein in der Gebührenrechnung der u. a. für das Einsammeln von Müll und Wertstoffen zuständigen Städte und Gemeinden.

Müllgebühren

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