27-Jähriger verweigert Verkehrskontrolle auf Oelpfad: Seine Sturheit kostet ihn 1.250 Euro

Einem 27 Jahre alten Unnaer kommt sein offenkundiges Problem mit staatlichen Autoritäten nun teuer zu stehen: Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurde der 27-Jährige vor dem Amtsgericht Unna in Abwesenheit zu 1.250 Euro Geldstrafe verurteilt.

Laut Anklage soll der Unnaer am Steuer seines Pkw am 7. Juni dieses Jahres gegen 16.25 Uhr in Holzwickede beim Einbiegen in den Oelpfad eine durchgezogene Linie überfahren haben. Einer Zivilstreife der Polizei fiel das auf und sie stoppte den Unnaer.

Obwohl einer der beiden Beamten dem 27-Jährigen seinen Dienstausweis zeigte, verweigerte der Unnaer die Herausgabe seiner Papiere und akzeptierte die Verkehrskontrolle nicht. Stattdessen schloss sich der Unnaer in seinem Fahrzeug ein.

Beamte filmen Vorfall mit Bodycam

Die Beamten drohten dem 27-Jährigen mehrfach Zwangsmaßnahmen an, doch der schaltete weiter auf stur. Schließlich setzte einer der Beamten einen EMS-A (Polizeiabkürzung für Einsatzmehrzweckstock – ausziehbar) und schlug damit die Seitenscheiben des Fahrzeuges ein.

Der Unnaer widersetzte sich anschließend und wollte sich seiner vorläufigen Festnahme entziehen, was ihm ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte einbrachte. Das gesamte Geschehen wurde von einem der beiden Beamten mit einer Bodycam gefilmt.

Zu seinem Verhandlungstermin vor dem Amtsgericht Unna erschien der 27-Jährige vorige Woche ebenfalls nicht. Da er bislang nicht vorbestraft war, kam er noch mit relativ milder Strafe davon: Richter Jörn Granseuer verurteilte den Unnaer in Abwesenheit zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen a‘ 25 Euro.

Verkehrskontrolle, Widerstand


Peter Gräber

Dipl.-Journalist

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