24-jähriger Junkie stiehlt Pullover und Wodka: zehn Monate Haft


Wegen beson­ders schweren Dieb­stahls in Unna und Holzwickede fand sich heute der 24-jäh­rige M. aus Dort­mund vor den Schranken des Unnaer Amts­ge­richtes wieder.

M. hatte am 19. August vorigen Jahres gegen 10.35 Uhr auf dem Rat­haus­platz in Unna drei Pull­over im Wert von 407,95 Euro ent­wendet. Gut eine Woche später, am 29. August, hatte er im Rewe-Markt an der Haupt­straße in Holzwickede vier Fla­schen Wodka im Gesamt­wert von 57,96 Euro gestohlen und schließ­lich am 13. Oktober nach­mit­tags bei Norma in Holzwickede noch einmal eine Fla­sche Wodka im Wert von 4,99 Euro unbe­zahlt mit­gehen lassen.

Das alles räumte M. heute auf der Ankla­ge­bank offen ein. „Stimmt“, so seine knappe Ant­wort auf die Frage von Richter Jörg Granseuer, ob er die Dieb­stähle begangen habe.

Die Pull­over und die vier Fla­schen Wodka habe er gegen Bares ein­tau­schen wollen. Er habe das Geld gebraucht, weil er hero­in­ab­hängig sei. Die bei Norma gestoh­lene Fla­sche Hoch­pro­zen­tiges habe er sich dagegen selbst zu Gemüte führen wollen.

Die Anklage geht davon aus, dass M., der lediger Vater eines drei­jäh­rigen Kindes ist, über sich seinen Lebens­un­ter­halt allein über Dieb­stähle finan­ziert – ohne andere Ein­nah­me­quellen zu haben.

Tat unter laufender Bewährungsstrafe

Auf Nach­frage des Rich­ters erklärte der ledige Vater von einem drei Jahre alten Kind, dass er seit 2013 abhängig sein und zur Tat­zeit täg­lich 0,4 Gramm Heroin benö­tigte. Vor 2013 habe keine Drogen genommen und auch nie andere als Heroin kon­su­miert.

Wäh­rend der Dieb­stähle n Unna und Holzwickede stand der 24-jäh­rige Ange­klagte, der ins­ge­samt sechs, teils ein­schlä­gige Vor­strafen auf dem Kerb­holz hat, bereits unter lau­fender Bewäh­rung.

Wäh­rend das Ver­fahren wegen der einen Fla­sche Wodka zum Eigen­konsum ein­ge­stellt wurde, for­derte die Ankla­ge­ver­tre­terin für die beiden anderen Dieb­stähle eine Haft­strafe von zehn Monaten ohne Bewäh­rung. Die Ver­tei­di­gung von M. plä­dierte auf eine gerin­gere Haft­strafe.

Richter Jörg Granseuer ver­ur­teilte M. schließ­lich zu einer Haft­strafe von zehn Monaten. Aller­dings hat M. die Chance bekommen, diese Haft­strafe um zwei Drittel zu ver­kürzen, wenn er erfolg­reich an einer Dro­gen­the­rapie teil­nimmt.

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