Monat: Januar 2020

Gemeinschaftsversammlung des DRK-Ortsvereins

Der DRK-Ortsverein Holzwickede lädt zur Gemeinschaftsversammlung am Samstag (1. Februar), um 18 Uhr ins DRK-Heim Im Hof 2 ein. In der Versammlung werden die Mitglieder nach den Berichten der Rotkreuzleitung über die Vorschläge zur Wahl der Rotkreuzleitung in den Vorstand beraten. Auch Ehrungen sind vorgesehen.

  • Termin: Samstag (1. Februar), 18 Uhr, DRK-Heim Im Hof 2

Kreiskämmerer übergibt geprüften Gemeindehaushalt 2020 frühzeitig

Kreisdirektor und -kämmerer Mike-Sebastian Janke (3.v.l.) und Sabine Schetter vom Steuerungsdienst des Kreises (2.v.l.) übergaben heute den geprüften Gemeindehaushalt 2020 an Bürgermeisterin Ulrike Drossel und den stv. Kämmerer Andreas Heinrich (r.) sowie Uwe Nettlenbusch (Leiter Technische Dienste) (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Kreisdirektor und Kreiskämmerer Mike-Sebastian Janke und Sabine Schetter vom Steuerungsdienst des Kreises übergaben den Holzwickeder Haushaltsplan 2020 nach eingehender Prüfung heute (30. Januar) an Bürgermeisterin Ulrike Drossel und den stellvertretenden Kämmerer der Gemeinde, Andreas Heinrich. „Eine haushaltsrechtliche Genehmigung ist nicht erforderlich“, stellt der Kreiskämmerer sichtlich zufrieden fest. „Es gibt keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Haushaltsführung“ der Gemeinde.

Wie denn auch: Um ihre finanzielle Situation dürften die Gemeinde viele andere Kommunen beneiden. Ist es der Gemeinde doch seit 2014 zum siebten Mal hintereinander gelungen, einen in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Wobei es dem Kreiskämmerer natürlich nicht entgangen ist, dass der erneute Ausgleich nur deshalb möglich war, weil die Kreisumlagen noch einmal etwas gesenkt wurden.

Haushaltsausgleich im siebten Jahr in Folge gelungen

Ein Extralob gab es für den Vertreter des erkrankten Kämmerers Christian Grimm: Andreas Heinrich und seine verbliebenen Leute haben trotz großer personeller Probleme „hervorragende Arbeit geleistet“, so Janke.

Bemerkenswert: Der Gemeindehaushalt ist nicht nur ausgeglichen, sondern weist auch recht hohe Investitionen von rd. 13,8 Mio. Euro aus, wobei der Löwenanteil davon auf den Rathaus-Neubau entfällt. Diese Investitionen sind zwar über Kredite finanziert. „Aber dafür tut sich ja auch etwas und es werden neue Werte geschaffen“, so der Kreiskämmerer. Außerdem hat die Gemeinde Holzwickede inzwischen alle Liquiditätskredite abgelöst und keine Altschulden mehr, die so viele Kommunen im Revier erdrücken.

Der Grund für diese gesunden Gemeindefinanzen sind die sehr guten Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde und die Gewerbegebiet direkt gegenüber dem Flughafen, mit denen die Gemeinde „gesegnet“ sei, so der Kreiskämmerer. Allerdings:  Die guten Gewerbesteuereinnahmen sind Segen und Fluch zugleich, wie er feststellt: Denn Schlüsselzuweisungen vom Land kann die Gemeinde Holzwickede bei derart guten Steuereinnahmen nicht mehr erwarten.

Frühzeitige Freigabe der Haushaltsmittel

Die Übergabe des geprüften Gemeindehaushaltes zu diesem frühen Zeitpunkt hat einen großen Vorteil: Die im Haushalt vorgesehenen Investitionen können auch frühzeitig umgesetzt werden. Für Uwe Nettlenbusch, den Leiter der Technischen Dienste, der Holzwickedes Beigeordneten Bernd Kasischke heute vertrat, ein ganz neues Gefühl, wie er einräumte: „Ich habe ja bisher nur in Kommunen mit unausgeglichenen Haushalten gearbeitet, wo die Haushaltsmittel oft erst im Sommer freigegeben wurden. Es ist wirklich sehr angenehm, schon so früh über alle Haushaltsmittel verfügen zu können.“  

Wie der stellvertretende Kämmerer Andres Heinrich erläutert, hat es auch bei den Jahresrechnungen eine Umstellung gegeben: „Den Jahresabschluss 2019 haben wir schon am 15. Januar gemacht und nicht erst im März. Darum können wir ihn auch schon im Juni beschließen und nicht erst im Dezember. Wir sind also ein halbes Jahr früher fertig als sonst damit.“

Susanne Werbinsky Bürgermeisterkandidatin – Dietmar Appel neuer Grünen-Vorsitzender

Klares Votum der Mitglieder: Susanne Werbinsky wurde zur Bürgermeisterkandidatin und Dietmar Appel zum neuen Vorsitzenden der Holzwickeder Grünen gewählt. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Die Holzwickeder Grünen haben in ihrer Mitgliederversammlung in der HSC-Geschäftsstelle heute (30. Januar) die personellen Weichen für den kommenden Wahlkampf und ihre künftige politische Arbeit gestellt: Einstimmig bei einer  Enthaltung wählten sie Susanne Werbinsky zu ihrer Kandidatin für das Bürgermeisteramt. Außerdem wurde Dietmar Appel zum neuen Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt.

Der alte Vorsitzende und Fraktionsgeschäftsführer, Dr. Andreas Dürholt, war im November vorigen Jahres ganz unerwartet verstorben. Ihm gedachten die Grünen zur Eröffnung ihrer versammlung heute mit einer Schweigeminute.

Ehemaliger CSG-Lehrer erfahrener Politiker

In Dietmar Appel haben die Grünen einen „alten Hasen“ im politischen Geschäft zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 66-jährige ehemalige CSG-Lehrer setzte sich mi 13:2 Stimmen gegen Rolf Rehling durch, der sich ebenfalls zur Wahl gestellt hatte. Appel war schon Kreissprecher der Grünen und Landtagskandidat seiner Partei. Seine politischen Schwerpunkte sind die Bildungs- und Umweltpolitik. „Ich möchte dazu beitragen, das Image der Grünen dahingehend zu ändern, dass wir als eine verantwortungsvolle Partei, die auch gestalten kann, wahrgenommen werden“, erklärte Dietmar Appel vor seiner Wahl. Wichtig sei ihm, so der 66-Jährige weiter, dass „die Integration“ von Menschen mit Migrationshintergrund und ein „soziales Präventionskonzept“ mehr in den Vordergrund der Politik rückt.  

Auch Susanne Werbinsky ist als Bürgermeisterkandidatin der Grünen nicht ganz unerfahren. Im Jahr 2009 hatte sie sich schon einmal für das Bürgermeisteramt zur Wahl gestellt, gegen Jenz Rother (SPD) jedoch keine Chance gehabt. „Ich lebe seit meiner Geburt in Holzwickede, das mir sehr, sehr am Herzen liegt“, erklärte die 57-Jährige. „Jeder, der mich kennt, wird bestätigen können, dass ich immer da bin, wenn man mich braucht.“  Als Bürgermeisterin würde sie diese Gemeinde von Herzen gerne weiter nach vorne bringen. „Es ist ja nicht alles schlecht in der Gemeinde“, räumt sie ein. „Aber es gibt auch noch sehr viel zu tun.“  

57-Jährige kandidierte schon einmal fürs höchste Amt

Eine ihrer Visionen sei es etwa, Holzwickede zu einer „Digital City“ zu entwickeln. Dazu gehöre ein offenes freies WLAN flächendeckend im ganzen Gemeindegebiet. „Dann müssten unsere Jugendlichen auch nicht mehr auf dem Marktplatz herumhängen, um Internetempfang zu haben.“ Dazu gehöre natürlich auch, die Digitalisierung der Schulen weiter zu entwickeln. „Es gibt noch viele weitere Bausteine, auch im umweltpolitischen Bereich.“ So gebe es etwa „immer noch sehr viele Brachflächen mit Rasen“, die durchaus noch umgewandelt werden könnten. „Ganz wichtig“, betont Werbinsky in diesem Zusammenhang: „Wir brauchen mehr bezahlbaren und sozialverträglichen Wohnraum.“

Ich bin bereit, die Gemeindeverwaltung zu führen und mitzugestalten.“

Susanne Werbinsky

Auch bei der Entwicklung erneuerbare Energien und den Gemeindewerken gebe es noch viele Möglichkeiten und Entwicklungspotenzial. „Es fehlt oft nur an Einsatz oder gutem Willen.“ Auch das Thema Klimaschutz und Friday for future könne „niemanden kalt lassen“, meint Werbinsky. „Es ist wichtig, die Jugendlichen mehr einzubinden und näher an die Politik zu bringen.“ Weshalb sich Werbinsky für die Gründung eines Jugendparlamentes ausspricht. Für die Jugendliche gilt, was auch für alle anderen Altersgruppen gilt, ist Werbinsky überzeugt: „Man muss nur auf die Leute zugehen, dann sind sie auch willig, sich einzusetzen.“

Auf die Menschen zu gehen – genau das ist ihre Stärke, meint die Kandidatin fürs höchste Amt der Gemeinde. In ihrem Hauptberuf als Geschäftsführerin der Abteilung Gesundheitssport im größten Holzwickeder Verein, dem HSC, hat sie viel mit Menschen zu tun. „Durch diese Tätigkeit habe ich auch gute Verwaltungskenntnisse. Ich bin bereit, die Gemeindeverwaltung zu führen und mitzugestalten.“

Als Bürgermeisterkandidatin und neuer Vorsitzender wollen Susanne Werbinsky und Dietmar Appel nun mit aller Kraft darauf hinarbeiten, dass gelingt, was sich die Grünen von der Kommunalwahl im Herbst erhoffen: das beste Wahlergebnis seit Bestehen zu erzielen. „Die Chancen dafür stehen so gut wie nie“, glauben die beiden.

Französischer Filmabend des Freundeskreises: „Lieber Antoine als gar keinen Ärger“

Beim Filmabend des Freundeskreises zu sehen: der Film „Lieber Antoine als gar keinen Ärger“. (Screen: Filmstarts.de)

Der Freundeskreis Holztwickede-Louviers lädt zu einem französischen Filmabend am Montag (3. Februar) ins evangelische Gemeindehaus an der Goethestraße ein. geziegt wird der für den César nominierte Film „Lieber Antoine als gar keinen Ärger“ (in deutscher Sprache). Der Film von Pierre Salvadori wurde im Oktober vorigen Jahres in Deutschland erstaufgeführt und ist schon in Holzwickede zu sehen.

Einlass ab 19.30 Uhr. Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Zum Inhalt: In einem kleinen Städtchen an der französischen Riviera lebt die junge Kommissarin Yvonne. Sie ist die Witwe des örtlichen Polizeichefs Santi, der in der Gegend als Inbegriff von Recht und Ordnung gilt. Nach seinem Tod erlebt Yvonne eine böse Überraschung, denn seine Tugendhaftigkeit war nicht so makellos wie sein monumentales Denkmal im Ortskern suggeriert.

Tatsächlich war Santi tief in der südfranzösischen Unterwelt verwurzelt und schickte einst an seiner Stelle den unschuldigen Antoine für acht Jahre ins Gefängnis. Als Antoine nach verbüßter Frist auf freien Fuß gesetzt wird, möchte Yvonne dem sichtlich ramponierten und verwirrten Mann helfen, neues Glück zu finden – natürlich ohne ihre Identität preiszugeben.

Leider ist sie damit so erfolgreich, dass sich Antoine auf der Stelle in sie verliebt. Und auch Yvonne stellt entsetzt fest, dass ihr Herz für diesen schrägen, zerknirschten und gleichzeitig so energiegeladenen Typen zu schlagen beginnt. Doch Antoines Rückkehr ins normale Leben verläuft nicht nach Resozialisierungsplan. Antoine will sich nämlich endlich nehmen, wofür er bisher nur ersatzweise gebüßt hat. Während er sich Hals über Kopf ins Verbrechervergnügen stürzt, versucht Yvonne, den jungen Kerl nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor ihren Kollegen von der Polizei zu retten.

Termin: Montag (3. Februar), 20 Uhr, ev. Gemeindehaus, Goethestr. 6

Photo by Chris Lawton on Unsplash

Deutsch-Britischer Club informiert über Kulturreise nach Wales

Der Deutsch-Britische Club (DBC) bietet eine Informationsveranstaltung zu der im Sommer geplanten Kulturreise nach Wales an. Interessierte sind dazu am Freitag (7. Februar) ab 19.30 Uhr ins Forum des Schulzentrums eingeladen.

Seine Rundreise durch Wales bietet der DBC in der Zeit vom 14. bis 22. Junian. Reiseveranstalter ist die Hülsmann Touristik aus Voltlage, ein renommiertes Reiseunternehmen, das für den Club schon viele interessante und erfolgreiche Fahrten nach Großbritannien durchgeführt hat.

In der Informationsveranstaltung am Freitag nächster Woche können die Teilnehmer den Reiseverlauf, die einzelnen Stationen und Hotels anhand eines Bildervortrags kennenlernen. Ferner wird es Hinweise zu Organisation und Anmeldeverfahren geben. Interessierte können einen Flyer zum Reiseverlauf plus Anmeldeformular gleich mitnehmen.

„Die Bilder werden Sie begeistern“, ist Kirsten Hausche, die 2. Vorsitzende des DBC sicher. „Vielleicht ist Wales ja genau der Teil der Britischen Inseln, den Sie noch nicht kennen und schon immer einmal bereisen wollten.“

  • Termin: Freitag (7. Februar) ab 19.30 Uhr, Forum Schulzentrum, Opherdicker Str. 44

Nachwuchsjudoka des JCH kämpfen bei Turnier in Lünen meisterlich

Die erfolgreichen Nachwuchsjudoka (U10) des JCH. (Foto: privat)

Für die Nachwuchsjudoka des Judo Clubs Holzwickede (JCH) stand das erste große Turnier im Jahr 2020 an. In Lünen fand ein Kreiseinzelturnier für die Altersklassen U10 und U13 und gleichzeitig auch die Kreiseinzelmeisterschaft für die Altersklassen U15 und U18, statt. Für die U15 und U18er ging es hier um die Qualifikation zur Bezirkseinzelmeisterschaft und um es vorweg zu nehmen, alle Kämpferinnen und Kämpfer qualifizierten sich hier für die nächste höhere Ebene. Insgesamt wurden acht erste Plätze, sechs Mal der zweite Platz, sieben Mal der dritter Platz und ein fünfter Platz erzielt.

Die erfolgreichen Nachwuchsjudoka des JCH (U13 bis U18). (Foto: privat)

Die Ergebnisse im einzelnen:

U10:
1. Luuk Athens -28,4kg; 3.Platz
2. Linus Johann Larm -24,5kg; 2.Platz
3. Jakob Paul -25,2kg; 1.Platz
4. Anton Schlenker -21,1kg; 1.Platz
5. Oskar Schlenker -21,5kg; 1.Platz
6. Elena Schmidt -23,4kg; 1.Platz
7. Navraj Singh -32,2kg; 3.Platz
8. Tristan Graff -27,7kg; 1.Platz
9. Anton Groo -21,5kg; 3.Platz
10. Daniel Smedinski; 2.Platz

U13 (m)
11. Arno Graff -34kg; 3.Platz

U13 (w)
12. Helene Knoche -48kg; 5.Platz
13. Melina Rüdiger -30kg; 2.Platz

U15 (m)
14. David Buschmann -46kg; 2.Platz
15. Mathis Graff -40kg; 1.Platz
16. Tobias Reinecke -55kg; 2.Platz
17. Jaron Schankat -43kg; 1.Platz

U15 (w)
18. Charlotte Paul -48kg; 3.Platz

U18 (m)
19. Jonas Böhnke -46kg; 1.Platz
20. Marius Böhnke -66kg; 3.Platz
21. Noel Hörholdt -55kg; 3.Platz

U18 (w)
22. Ann-Christin Pisarski -63kg; 2.Platz

(Foto: CDC on Unsplash)

Coronavirus: Verdachtsfall auch im Kreis Unna

Die Gesundheitsbehörde des Kreises Unna meldet in Sachen Coronavirus den ersten Verdachtsfall in ihrem Zuständigkeitsbereich. Es handelt sich um einen Mann aus Kamen (Jahrgang 1963). Er befindet sich seit heute Morgen (30. Januar) im Klinikum Lünen und ist dort isoliert. Sein Gesundheitszustand ist nach Mitteilung der Klinik nicht besorgniserregend.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Gesundheitsbehörde hielt sich der Betroffene mehrere Wochen lang beruflich in der Gegend Wuhan auf und kehrte am 10. Januar nach Deutschland zurück.

Er litt unter Reizhusten, maß dem aber erst wohl keine besondere Bedeutung bei. Nach einem Arztbesuch in Kamen wurde er am 30. Januar in das Lüner Krankenhaus eingewiesen. Dort wurden verschiedene Proben genommen und in Labore zur Untersuchung weitergeleitet. Konkrete Ergebnisse werden nicht vor dem Wochenende erwartet.

Informationen rund um das Coronavirus gibt es beim Robert-Koch-Institut: www.rki.de. PK | PKU

Die neuen Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße 11 und 11a weisen erhebliche Baumängel auf. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

SPD stellt klar: Vor Entscheidung über Flüchtlingsunterkünfte noch Klärungsbedarf

Die neuen Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße 11 und 11a weisen erhebliche Baumängel auf. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)
Die neuen Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße 11 und 11a weisen erhebliche Baumängel auf. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

In der vorigen Woche hat die SPD-Fraktion einen Antrag zur Grundstücksbevorratung gestellt sich vor diesem Hintergrund auch für den Abriss der Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße ausgesprochen. Heute (29. Januar) sieht sich SPD-Fraktionschef Michael Klimziak zu einer Klarstellung des Antrages seiner Fraktion veranlasst: „Es wurde mitunter der Anschein erweckt, dass die SPD so schnell wie möglich die Abrissbagger bestellen will, um die Flüchtlingsunterkünfte an der Bahnhofstraße abzureißen, um dort bezahlbaren Wohnraum zu errichten“, so Michael Klimziak. „Das ist natürlich nicht der Fall. Eine Sanierung muss aber auch wirtschaftlich vertretbar sein.“  

Fakt sei, dass die Verwaltungsspitze seine Fraktion während der Klausurtagung im Herbst darüber unterrichtet habe, dass bei den beiden Holzbauten bis zum damaligen Zeitpunkt schon Baumängel in Höhe von 200.000 Euro aufgetreten sind. „Außerdem wurde uns berichtet, dass die ausführende Firma, die anscheinende nur noch einen Briefkasten in Hamburg unterhält, auf keine Regressansprüche der Gemeinde eingegangen ist bzw. überhaupt nicht reagiert hat“, sagt Klimziak. „Die Erfolgschance, die Forderungen der Gemeinde durchzusetzen, sah die Verwaltungsspitze als äußerst gering an.“ Diese habe weiterhin erklärt, dass sich die Flüchtlingslage entspannt habe und man bequem auf einen Gebäudekörper verzichten könne.

Regressansprüche und Wirtschaftlichkeit prüfen

Vor einer Entscheidung über Abriss oder Sanierung der Flüchtlingsunterkünfte seien selbstverständlich noch einige Voraussetzungen zu schaffen, betont Klimziak: „Zunächst muss geklärt werden, ob das Bauunternehmen in Regress genommen werden kann.“ Dazu seien seien mit der Wahrnehmung der Interessen der Gemeinde beauftragt worden. „Hier ist der letzte Stand meiner Information, dass der von uns beauftragte Anwalt inzwischen Kontakt zum gegnerischen Anwalt hat.“

Das Ergebnis muss natürlich abgewartet werden, so Klimziak weiter. „Sollte es allerdings nicht zum Erfolg für die Gemeinde führen, wird man ernsthaft darüber nachdenken müssen, ob es zu rechtfertigen ist, 1/5 der Investitionssumme in die Instandhaltung zu investieren, wohl wissend, dass damit das Ende der Fahnenstange wohl nicht erreicht ist.“  

Für eine vernünftige Wirtschaftlichkeitsprüfung müsse „ganz genau feststehen, was eine Sanierung kostet und ob es bei den 200.000 Euro bleibt“, räumt der SPD-Chef ein. „Erst danach können wir uns die Errichtung von bezahlbarem Wohnraum auf diesem Grundstück sehr gut vorstellen und würden das auch favorisieren.“

In der Rahmenplanung des Bahnhofes und des Bahnhofumfeldes werde auch das Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs gesprochen. „Wir reden also hier von einer Mittelfrist-Planung, die von den genannten Faktoren abhängig ist, nicht von einem schnellen Abriss der Unterkünfte.“

Die Gemeinde Holzwickede wird das Parken auf den öffentlichen Parkplätzen (1. und 2. Reihe von links) an der Wilhelmstraße zeitlich begrenzen. Außerdem soll es strengere Kontrollen durch das Ordnungsamt in diesem Bereich geben. (Foto: (P. Gräber - Emscherblog.de)

Pendlerparkplatz an der Wilhelmstraße ausgewiesen

Die Gemeinde Holzwickede wird das Parken auf den öffentlichen Parkplätzen (1. und 2. Reihe von links) an der Wilhelmstraße zeitlich begrenzen. Außerdem soll es strengere Kontrollen durch das Ordnungsamt in diesem Bereich geben. (Foto: (P. Gräber - Emscherblog.de)
Auf dem Parkplatz an der Wilhelmstraße die Gemeinde neue Pendlerparkplätze angelegt (li. Reihe), die nur noch zeitlich begrenztes Parken erlauben. (Foto: (P. Gräber – Emscherblog)

Die Gemeindeverwaltung hat zur Verbesserung der Parksituation im Norden die Parkregelung am Pendlerparkplatz an der Wilhelmstraße, gegenüber Lidl und Reddy Küchen, geändert.

Beschlossen wurde diese Änderung im Verkehrsausschuss im November vorigen Jahres. Mit der neuen Beschilderung wird ab sofort nur noch eine zeitlich begrenzte Nutzung von bis zu zwölf Stunden zugelassen. Hiermit wird der Parkplatz seiner eigentlichen Bestimmung gerecht, sowohl für Pendler und Fahrgemeinschaften zur nahegelegenen Autobahn als auch den anliegenden Gewerbetreibenden sowie Kunden.

Da es sich um eine Neuregelung handelt, werden die Fahrzeuge, die widerrechtlich zu lange oder ohne Parkscheibe abgestellt werden, zunächst im Rahmen einer Übergangsfrist mit Hinweisen versehen, bevor dann nach Ablauf dieser Frist ordnungsrechtliche Maßnahmen ergriffen werden. Hierunter fallen kostenpflichtige Verwarnungen sowie Abschleppmaßnahmen.

Die Neuregelung ist zunächst für ein Jahr festgesetzt. Anschließend wird geprüft, ob sie sich bewährt hat.

Die Kreispolizei Unna bietet wieder Seminare zur Ausbildung als ehrenamtliche Seniorenberater an: Seniorenberater informieren darüber, wie man sich zum Schutz gegen Kriminalität richtig verhält. (Foto: H. Eckert - ShS)

Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz sucht noch Seniorenberater

Die Kreispolizei Unna bietet wieder Seminare zur Ausbildung als ehrenamtliche Seniorenberater an: Seniorenberater informieren darüber, wie man sich zum Schutz gegen Kriminalität richtig verhält. (Foto: H. Eckert - ShS)
Die Kreispolizei Unna bietet wieder Seminare zur Ausbildung als ehrenamtliche Seniorenberater an: Seniorenberater informieren darüber, wie man sich zum Schutz gegen Kriminalität richtig verhält. (Foto: H. Eckert – ShS)

Wie in jedem Jahr, so wird das Team der ehrenamtlich tätigen Seniorenberaterinnen und -berater der Kreispolizeibehörde Unna auch 2020 wieder aufgestockt und verstärkt. Das hierfür zuständige Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz bietet dazu in diesem Frühjahr wieder ein Seminar für alle, die an dem Projekt „Senioren helfen Senioren“ (ShS) interssiert sind, an. Die Teilnehmer können sich in diesem 25. Seminar, das über einen Zeitraum von fünf Tagen durchgeführt wird, zu Seniorenberatern ausbilden lassen.

Einwöchiges Seminar in Unna

Nach erfolgreicher Teilnahme an dem einwöchigen Seminar stocken die frischgebackenen Berater die bereits bestehenden, regional tätigen Seniorenberater-Teams auf und sind im Kampf gegen die Kleinkriminalität unterwegs. Sie informieren und geben Ratschläge, halten Vorträge und schauspielern sogar manchmal, um in Rollenspielen zu verdeutlichen, wie Mann/Frau sich gegen Diebe, Einbrecher, Rowdies in Bus und Bahn usw. schützen bzw. schon vorbeugend tätig sein kann und sich den Situationen angepasst richtig verhält: beispielsweise bei unerwünschten Anrufen, bei Belästigungen an der Haustür, bei Käufen im Internet und vielem mehr.

Das Seminar findet vom 9. März bis 13. März 2020 (Montag bis Freitag) im Kreishaus in Unna statt, täglich von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr.

Interessierte sollten eine E-Mailadresse haben. Anmeldungen werden beim Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz, Tel. 0 23 07 9 21 49 16 (Kriminalhauptkommissar Volker Timmerhoff) oder 0 23 07 9 21 49 14 (Kriminalhauptkommissarin Petra Landwehr) ab sofort entgegengenommen.

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