Zukunftsfähig im Verbund: Kreistag gibt grünes Licht für Förderschul-Konzept

Gutachter Dr. Heinfried Habeck. (Foto: B. Kalle – Kreis Unna)

Gut­ach­ter Dr. Hein­fried Habeck. (Foto: B. Kal­le – Kreis Unna)

(PK) Die För­der­schul­land­schaft aktiv umge­stal­ten. Das möch­te der Kreis­tag und gab grü­nes Licht für die Umset­zung eines Kon­zep­tes, das auf den Über­le­gun­gen des Gut­ach­ters Dr. Hein­fried Habeck fußt.

Danach sol­len Eltern von Kin­dern mit För­der­be­darf trotz sin­ken­der Schü­ler­zah­len ihr Wahl­recht behal­ten und durch wei­ter rela­tiv kur­ze Wege zu den För­der­schu­len auch künf­tig eine Alter­na­ti­ve zur Regel­schu­le haben.

Kreis­ver­wal­tung, Städ­te und Gemein­den pla­nen die Grün­dung von zwei För­der­schul-Zen­tren für die Sekun­dar­stu­fe I in Trä­ger­schaft des Krei­ses: eines in Unna und eines im Nor­den des Krei­ses mit zwei Teil­stand­or­ten in Lünen und Selm. Par­al­lel dazu sol­len die bestehen­den För­der­schu­len auf­ge­löst wer­den. Für die jün­ge­ren Schü­ler im Primar­be­reich mit den Schwer­punk­ten Spra­che und emo­tio­na­le und sozia­le Ent­wick­lung sind För­der­zen­tren in Fröndenberg/Ruhr und in Berg­ka­men-Rün­the vor­ge­se­hen. Auch hier soll der Kreis die Trä­ger­schaft über­neh­men.

Nir­gend­wo sonst ist es gelun­gen, im Kon­sens und inner­halb der zeit­li­chen Vor­ga­ben des Lan­des eine so weit­rei­chen­de bil­dungs­po­li­ti­sche Ent­schei­dung zu tref­fen.“

Land­rat Micha­el Makiol­la

Mit dem Kreis­tags­be­schluss sind erste Wei­chen für die Neu­ord­nung der För­der­schul­land­schaft im Kreis gestellt. Eben­falls gefragt sind die Räte in den kreis­an­ge­hö­ri­gen Städ­ten und Gemein­den. Auch sie müs­sen „Ja“ zu dem Kon­zept sagen. Land­rat Micha­el Makiol­la unter­strich die Bedeu­tung des Kreis­tags­be­schlus­ses als zukunfts­wei­send und lan­des­weit vor­bild­lich. „Nir­gend­wo sonst ist es gelun­gen, im Kon­sens und inner­halb der zeit­li­chen Vor­ga­ben des Lan­des eine so weit­rei­chen­de bil­dungs­po­li­ti­sche Ent­schei­dung zu tref­fen.“

Für den Land­rat zeigt die Ent­schei­dung auch, „dass wir es mit dem Rück­sicht­nah­me­ge­bot gegen­über den Kom­mu­nen ernst mei­nen“. Denn die Neu­ord­nung der För­der­schul­land­schaft rech­ne sich für die Städ­te und Gemein­den finan­zi­ell. Wäh­rend sie bis­lang Auf­wen­dun­gen von jähr­lich rund 3,2 Mil­lio­nen Euro haben, wer­den die neu­en, über die Kreis­um­la­ge finan­zier­ten För­der­schu­len rund 2,4 Mil­lio­nen Euro kosten, so dass die „kom­mu­na­le Fami­lie“ jähr­lich 800.000 Euro spa­ren kann.

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