Zahl der Straftaten nahm 2014 leicht ab: Trendwende bei Wohnungseinbrüchen

Gaben dioe Krim inalitässtatistik 2014 bekannt, v.l.: Hans-Dioeter Volkmann (Leitender Polizeidirektor), Landrat Michael Makiolla und Volker Kleisa (Direktionsleiter Kriminalität)

Gaben die Kri­mi­na­li­täs­sta­ti­stik 2014 für den Kreis Unna bekannt, v.l.: Hans-Dieter Volk­mann (Lei­tender Poli­zei­di­rektor), Landrat Michael Makiolla und Volker Kleisa (Direk­ti­ons­leiter Kri­mi­na­lität). (Foto: Peter Gräber)

Die Gesamt­zahl aller Straf­taten im Kreis Unna ist rück­läufig und liegt deut­lich unter der des nega­tiven Rekord­jahres 2009. Danach gab es im Vor­jahr ins­ge­samt 21.195 Straf­taten im Kreis Unna (2013: 21.638). Die Zahl der auf­ge­klärten Fälle stieg leicht auf 10.419 (2013: 10.403). Ledig­lich in Bönen, Kamen und Selm ist die Zahl der Straf­taten leicht gestiegen. In Holzwickede und allen anderen Kom­munen im Kreis wurden dagegen weniger Straf­taten verübt. Das geht aus der Kri­mi­nal­sta­ti­stik der Kreis­po­li­zei­be­hörde Unna für das Jahr 2014 hervor, heute (11. März) vor­ge­legt wurde.

Hinweise der Bürger wichtig für Polizeiarbeit

Beson­ders erfreu­lich: Die Zahl der Woh­nungs­ein­brüche ist mit 903 Fällen in 2014 erst­mals seit Jahren wieder rück­läufig (2013: 991 Fälle). Auch die gezielte Arbeit der Polizei in diesem Bereich zahlt sich offenbar aus. Denn auch die Auf­klä­rungs­quote ist von 128 geklärten Fällen in 2013 auf 153 Fälle im vorigen Jahr gestiegen. Mehr­mals konnten Täter auf fri­scher Tat erwischt und in der Folge auch noch wei­tere Straf­taten nach­ge­wiesen werden. „Ich bin zuver­sicht­lich, dass hier eine Trend­wende geschafft ist“, sagte Landrat Michael Makiolla dazu. Trotz dieser Erfolge will die Polizei die Kri­mi­na­lität im Bereich Woh­nungs­ein­brüche weiter schwer­punkt­mäßig bekämpfen. „Denn ins­ge­samt sind die Straf­taten in diesem Bereich immer noch zu hoch“, betont Makiolla. So soll die Ermitt­lungs­kom­mis­sion Woh­nung bei der Kreis­po­lizei nicht wie geplant in diesem Monat auf­ge­löst, son­dern fort­ge­setzt werden.

Diese Grafik zeigt die Altersstruktur der Täter. Der Anteil der Unter 21-Jährigen Straftäter ist leicht gesunken.

Diese Grafik zeigt die Alters­struktur der Täter. Der Anteil der Unter 21-Jäh­rigen Straf­täter ist leicht gesunken.

Beson­ders wichtig für den Erfolg der Polizei sei gewesen, so betont Makiolla, dass immer mehr Bürger die Augen offen halten und sich nicht scheuen, Ver­däch­tiges zu melden. „Dafür möchte ich den allen Bür­gern aus­drück­lich danken. Hier hat sich das Ver­halten der Men­schen positiv ver­än­dert. Ich kann nur appel­lieren, dass die Bürger auch wei­terhin Hin­weise geben“, so der Landrat. Die Polizei sei bei ihrer Ermitt­lungs­ar­beit auf die Mit­hilfe der Bevöl­ke­rung ange­wiesen.

Eben­falls wichtig in diesem Zusam­men­hang: Auch die Zahl der Ein­bruchs­ver­suche ist gestiegen. Wenn immer mehr Täter nicht zum Ziel kommen, zeige dies, dass Ein­brüche erfolg­reich mit tech­ni­schen Mittel ver­hin­dert werden können.

Am häufigsten sind Diebstahlsdelikte

Auf­ge­schlüs­selt nach Delikten sind die Dieb­stahls­de­likte mit 8.762 Fällen (2013: 9.002) die größte Gruppe dar, die fast die Hälfte aller Straf­taten aus­ma­chen, gefolgt von Ver­mö­gens- und Fäl­schungs­de­likten mit 4.451 Fällen (2014: 4.428). Die Roh­heits­de­likte, wozu Mord, Kör­per­ver­let­zung, Ver­ge­wal­ti­gung, Raub zählen, kommen mit 12 Pro­zent aller Fälle auf Platz vier der Sta­ti­stik.

Beson­ders negativ haben sich die Fahr­rad­dieb­stähle (253 Fälle) und die Dieb­stähle aus und an Fahr­zeugen (174 Fälle) in der Sta­ti­stik nie­der­ge­schlagen. Die Zahl der Wa5renkreditbetrüfge4rein ist dagegen um 197 Fälle beson­ders stark zurück­ge­gangen im Vor­jahr.

Die Zahl der Sexu­al­straf­taten im Kreis Unna ist im Jahr 2014 auf 142 gesunken (2013: 158), die Auf­klä­rungs­quote (78,17 Pro­zent) leider auch.

Leichter Anstieg der Gewaltkriminalität

Eben­falls weniger erfreu­lich: Im Jahr 2014 gab es mehr Gewalt­kri­mi­na­lität (629 Fälle) als noch in 2013 (617 Fälle). Zu den Kom­munen, in denen die Gewalt­kri­mi­na­lität gestiegen ist, zählt neben Berg­kamen auch die Gemeinde Holzwickede. Begründet wird dies wegen der geringen Fall­zahlen von der Polizei mit sta­ti­sti­schen Schwan­kungen. „Trotzdem schauen wir genau hin“, ver­si­chert Volker Kleisa, der zustän­dige Kri­mi­nal­oberrat.

Im Bereich der Raub­kri­mi­na­lität ist gibt es elf Straf­taten mehr (211) im, Vor­jahr zu ver­melden als im Jahr 2013. Aller­dings konnte die Polizei 55,45 Pro­zent aller Fälle in diesem Bereich auf­klären.

Diese Grafik zeigt, wie viele Täter mehr als eine Straftat verübt haben.

Diese Grafik zeigt, wie viele Täter mehr als eine Straftat verübt haben.

Im Bereich der Raub­kri­mi­na­lität ist die Zahl der Delikte ledig­lich in Holzwickede, Bönen und Unna gesunken, in allen anderen Kom­munen des Kreises dagegen gestiegen. Mit 12 Fällen mehr hast Berg­kamen hier den höch­sten Anstieg zu ver­zeichnen.

Auch die Zahl der Fälle von Stra­ßen­kri­mi­na­lität ist im Jahr 2014 auf 6.173 Fälle gestiegen (2013: 5.959 Fälle) Ins­ge­samt 19 Delikte fallen bei der Polizei in diesen Bereich: vom Hand­ta­schen­dieb­stahl über Kör­per­ver­let­zung oder Sach­be­schä­di­gung auf Straßen und Plätzen bis zum Dieb­stahl an oder aus Fahr­zeugen. Die Bekämp­fung der Stra­ßen­kri­mi­na­lität bleibt ein wei­terer Schwer­punkt der Poli­zei­ar­beit.

Die Zahl der Woh­nungs­ein­brüche ist wie dar­ge­stellt um ins­ge­samt 88 Fälle gesunken im Kreis. Auch in Holzwickede gab es folg­lich weniger Woh­nungs­ein­brüche. Gegen iesen Trend gab es nur in Schwerte (+46 Fälle) und Berg­kamen (+12 Fälle) mehr Woh­nungs­ein­brüche als im Vor­jahr 2013.

Diebstähle aus/​an Kraftfahrzeugen haben größten Zuwachs

Am deut­lich gestiegen sind die Fälle von Dieb­stahl an/​aus Kraft­fahr­zeugen: 1.600 Fällen in 2014 stehen hier nur 1.422 im Jahr 2013 gegen­über. Gegen den Trend gab es iun Holzwickede weniger Delikte dieser Art.

Auch mehr Fahr­rad­dieb­stähle (1.351) wurden im Vor­jahr gemeldet (2013: 1.099). Das sind immerhin ins­ge­samt 253 Fälle (+23 Pro­zent) mehr als im Vor­jahr.

Beschlagnahmtes Rauschgift

Ein leichter Zuwachs ist bei den Rausch­gift­de­likten zu ver­zeichnen: 763 Delikte in 2014 stehen hier 750 in 2013 gegen­über. Ins­ge­samt wurden 10.683 Gramm Mari­huana, 371 Gramm Haschisch, 16.042 Gramm Amphet­amine. 101 Gramm Kokain, 72 Gramm Heroin und 35 Stück Ecstasy-Pillen sowie 29.760 Euro Bar­geld im Zusam­men­hang mit diesen Delikten beschlag­nahmt.

Die Kri­mi­nal­sta­ti­stik für die Gemeinde Holzwickede im Detail finden Sie hier:

Kriminalstatistik_​Holzwickede_​2014

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