Wohnpark Emscherquelle: Parken auf Sölder Straße muss umorganisiert werden

Maximal 45 Sekunden Wartezeit sagt der Verkehrsgutachter auf der Sölder Straße / Hazuptstraße voraus, wennd er Wohnpark Emscherquelle voll belegt ist. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Maximal fünf Sekunden mehr Wartezeit sagt der Verkehrsgutachter an der Zufahrt von der Sölder Straßeauf die Hauptstraße voraus, wenn der Wohnpark Emscherquelle voll belegt ist. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die verkehrlichen Auswirkungen des Wohnparks Emscherquelle waren am Mittwochabend auch im Verkehrsausschuss ein Thema. Ein Vertreter des Ingenieurbüros Lindschulte und Kloppe aus Düsseldorf stellte die im Wesentlichen bereits bekannten Ergebnisse seiner Untersuchungen zum Thema vor.

Danach erwarten die Verkehrsgutachter keine unzumutbaren Mehrbelastungen durch das geplante Neubaugebiet. Änderungen an der Verkehrsinfrastruktur seien deshalb auch nicht erforderlich.

Im mutmaßlich neuralgischen Einmündungsbereich der Sölder Straße in die Hauptstraße zählten die Verkehrsgutachter innerhalb von 15 Minuten 63 Kraftfahrzeuge (Zufahrt). Die durchschnittliche Wartezeit betrug dabei zehn Sekunden pro Fahrzeug. Je nach Anzahl der Fahrzeuge betrug die Wartezeit bei der Zufahrt in die Hauptstraße 10 bis 29 Sekunden (vier bis sechs Fahrzeuge). Ab sieben Fahrzeugen betrug die durchschnittliche Wartezeit mehr als 30 Sekunden. Nach Besiedlung des Neubaugebietes werden sich diese Wartezeiten um durchschnittlich fünf Sekunden erhöhen. Dies halten die Verkehrsgutachter noch für akzeptabel.

In der Realität gemessen wurde der Verkehr allerdings nur an einem Werktag in der Zeit von 17.15 bis 17.30 Uhr. Alle anderen Verkehrslasten wurden hochgerechnet. Dies entspreche der allgemein üblichen Vorgehensweise.

Anlieger werden an Kosten beteiligt

Mit aktuell 2 200 Kraftfahrzeugen am Tag auf der Sölder Straße ist diese Straße auch für die zu erwartende Mehrbelastung ausreichend ausgelegt. Neuer Straßenraum ist nicht erforderlich, so die Gutachter. Allerdings müsste der Parkraum neu organisiert werden, damit es zu keinen unzumutbaren Belastungen kommen wird.

Genau das soll nun im Zuge der notwendigen Änderung des Bebauungsplanes passieren, wie die Verwaltung in der Sitzung deutlich machte. Ein Antrag der SPD, der in die gleiche Richtung zielte, wurde deshalb zurückgestellt und soll ebenfalls in die Planung einfließen. Im weiteren Verfahren wird es natürlich noch konkrete Planungen geben, wie die Parksituation auf der Sölder Straße umorganisiert werden soll und welche Kosten entstehen. Dazu wird es auch eine ausführliche Bürgerbeteiligung und -information geben. „Wir wollen die Bürgermeinung mit einfließen lassen“, verspricht die Verwaltung. Allerdings müssen sich die Anlieger schon einmal darauf einstellen, dass sie über das Kommunalabgabengesetz an den Kosten für einen möglichen Umbau beteiligt werden.

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Dipl.-Journalist

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