Wohnpark Emscherquelle: Grüne favorisieren „schlankes Verkehrskonzept“

Auf einen Kreisverkehr  im Bereich Sölder Straße/Breiter Weg zugunsten einer Ampel an der Einmündung zur Hauptstraße zu verzichten, haben auch Bürger schon im Fachausschuss vorgeschlagen.  (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Ob ein Kreis­ver­kehr in Höhe Breiter Weg (Foto) mehr Ver­kehrs­fluss schafft als eine Ampel an der Ein­mün­dung Haupt­straße wird noch einmal geprüft. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Der Wohn­park Emscher­quelle ist das nächste große Wohn­bau­ge­biet nach der Neuen Caro­line, bringt aber nach Ansicht der Grünen wesent­lich mehr Ver­kehrs­pro­bleme mit sich. Bei ihnen rennt die SPD des­halb mit ihrem Antrag, das Ver­kehrs­gut­achten zum Wohn­park Emscher­quelle noch einmal auf den Prüf­stand zu stellen, offene Türen ein.

Ins­be­son­dere der SPD-Vor­schlag, statt des geplanten Krei­sels am Breiten Weg zu prüfen, ob eine Ver­kehrs­ampel an der Sölder-/Ecke Haupt­straße den Ver­kehrs­fluss ver­bes­sern kann, sei ja auch schon von Bür­gern im Pla­nungs- und Bau­aus­schuss gemacht worden, erin­nert Frak­ti­ons­spre­cher Fried­helm Klemp: „Von daher halten wir es für ganz wichtig, dass die Ver­wal­tung kurz­fri­stig eine Bür­ger­infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung durch­führt, damit gemein­same Abstim­mungen erfolgen und ein gemein­sames Kon­zept erstellt werden kann.“

Nach Ansicht der Grünen muss „ein Kon­zept des schlanken Ver­kehrs mit begrenzter Ver­kehrs­be­la­stung und hoher Mobi­lität“ erstellt werden. Für die Grünen gehören auf dem Kaser­nen­ge­lände Son­der­park­plätze für Fahr­ge­mein­schaften, E-Car-Sharing, Sam­mel­taxen, Mit­fahr­bänke, Fahr­rad­sta­tionen, aber auch kleine Pen­del­busse für die An- und Abfahrt über die Schä­fer­kamp­straße oder auch eine Anbin­dung nach Sölde dazu. Klemp: „Der Krea­ti­vität sind hier keine Grenzen gesetzt.“

Siebenjährige Bauphase besondere Belastung

Eine beson­dere Her­aus­for­de­rung und Bela­stung für die Bürger wird die immerhin sieben Jahre dau­ernde Bau­phase sein, glaubt Fried­helm Klemp. „Eine Ent­la­stung über die Schä­fer­kamp­straße oder Rich­tung Sölde ist mit den großen Bau­fahr­zeugen schlecht mög­lich.“ Doch es gebe Bei­spiele dafür, wie in anderen Kom­munen bei ähn­li­chen Bela­stungen durch alter­na­tive Bau­straßen Ent­la­stung geschaffen worden ist. „Das könnte bei uns im Westen pas­sieren, um den Bau­stel­len­ver­kehr zu ver­teilen“, so Klemp weiter. „Wenn es sinn­voll geplant und öko­lo­gisch ver­tretbar ist, sollten wir auch dar­über nach­denken.“

Ein anderer durchaus ernst­ge­meinter Vor­schlag des Grünen-Spre­chers: „Der Schwer­last­ver­kehr könnte das gela­dene Mate­rial bis zur Bahn­schranke der Schä­fer­kamp­straße trans­por­tieren, wo es dann in den frü­heren Lager­flä­chen von VW/​Audi zwi­schen­ge­la­gert und anschlie­ßend mit klei­neren Trans­por­tern wei­ter­be­för­dert werden könnte. Auch das wurde andern­orts schon durch­ge­führt.“

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