Wirtschaftsförderungsausschuss bei den Urlaubsgurus zu Gast

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Der Wirtschaftsförderungsausschuss besichtigte am Dienstag die UNIQ GmbH, Herausgeber des Reiseschnäppchen-Blogs Urlaubsguru.de, und tagte öffentlich bei dem erfolgreichen Start up im Eco Port. (Foto: P. Gräber)

Der Wirtschaftsförderungsausschuss war am Dienstagnachmittag (15.3.) bei UNIQ im Eco Port zu Gast. Die beiden Gründer Daniel Krahn und Daniel Marx begrüßten die Ausschussmitglieder zum Auftakt und UNIQ-Sprecher Jens Krömer stellte das erfolgreiche Start up-Unternehmen, das unter anderen den Reiseschnäppchen-Blog Urlaubsgurus.de herausgibt, vor.

Urlaubsguru.de  beschäftigt inzwischen über 120 Mitarbeiter aus aller Welt und produziert in 13 Ländern. „Wir finden Reiseschnäppchen im weltweiten Internet und schreiben darüber“, beschreibt Jens Krömer das Geschäftsmodell der Urlaubsgurus. Selbst schließen die Urlaubsgurus keine Verträge ab, weshalb sie unabhängig beraten können. Urlaubgsuru.de profitiert lediglich von der Vermittlung an die jeweiligen Reiseveranstalter.

Das im Jahr 2012 ohne einen Cent Startkapital gegründete Unternehmen ist inzwischen mit einem vermittelten Reiseumsatzvolumen von 100 Millionen Euro Branchenprimus und hat allein  bei Facebook rund vier Millionen Follower. Unter der internationalen Marke Holidaygurus sind die Holzwickeder Reiseschnäppchen-Blogger inzwischen mit eigenen Filialen in Wien, in der Schweiz und in Brasilien extrem erfolgreich. In Dänemark ist gerade die jüngste Dependance eröffnet worden und das Unternehmen will sich weiter in Richtung Skandinavien entwickeln.

Längst gehören zu UNIQ weitere sehr erfolgreiche Blogs, darunter der erste Frauen-Blog (Schnäppchenfee.de), ein spezieller Blog für beratungsintensive Kreuzfahrten (Captain-Kreuzfahrt.de), Mein-Tier.de oder auch Prinz-Sportlich.de.  Weil es zum Geschäftsprinzip der beiden Gründern gehört, für die einzelnen Reiseländer jeweils bevorzugt Muttersprachler zu beschäftigen, leistet sich UNIQ neben ohnehin schon außergewöhnlich sozialen Arbeitsbedingungen einen eigenen Deutschlehrer, der den ausländischen Mitarbeitern auf Wunsch ganztägig zur Verfügung sowie eine Feelgood-Managerin, die rund um die Uhr dafür sorgt, dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen können. Außerdem hat das Unternehmen mehrere Wohnungen angemietet, in denen Mitarbeiter in Wohngemeinschaften leben.

Nach einem Rundgang durch die Betriebsräume von UNIQ im Eco Port, wo Kunden auch persönlich beraten werden,  eröffnete der Vorsitzende Jochen Hake die öffentliche Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses.

Erster Feierabendmarkt an einem Donnerstag geplant

Holzwickedes Wirtschaftsförderer Stefan Thiel gab darin einen Sachstandsbericht zum geplanten Feierabendmarkt. Danach wollen sich bislang insgesamt 16 Markthändler,  Gastro-Betriebe und lokale Unternehmen, darunter auch UNIQ, am Feierabendmarkt beteiligten. Die Idee zum Feierabendmarkt sei insbesondere in der lokalen Gastro-Szene, für die Jens Reckermann bei der Organisation sehr aktiv sei,  begeistert aufgenommen worden. „Der Feierabendmarkt soll kein normaler Wochenmarkt an einem Nachmittag sein“, erläutert Stefan Thiel. „Wir wollen damit vielmehr gezielt neue, vor allem junge Menschen ansprechen, die sonst nicht zum Wochenmarkt gehen.“ Die Überlegung dabei: Wenn es gelänge, von den rund 10.500 Menschen, die täglich in die Gemeinde zur Arbeit einpendeln,  nur ein Prozent  für einen Besuch auf dem Feierabendmarkt zu gewinnen, wäre das schon ein  großer Erfolg. Entsprechend  soll es auf dem Feierabendmarkt nicht nur Gemüse oder das übliche Wochenmarkt-Angebot geben, sondern auch Gastro-Stände, an denen gemütlich beim Bier verweilt werden kann.

Angedacht ist bisher in Abstimmung mit den bislang 16 Aktiven, dass der erste Feierabendmarkt an einem Donnerstag, und zwar am 19. Mai, zum ersten Mal von 16 bis 20 Uhr stattfinden soll. Nach den ersten Erfahrungen soll dann über die möglichen Wiederholungen nachgedacht werden.

Nette Toilette”: Verwaltung unter Druck

Auch die „Nette Toilette“  war Thema im Ausschuss. Wie Bürgermeisterin Ulrike Drossel informierte,  sei heute auch verwaltungsintern in der Fachbereichsleiterkonferenz über dieses Thema gesprochen worden. Bei der Umsetzung hakt es daran, dass bislang unklar sei, ob die weitere Initiative jetzt von den Händlern oder der Gemeinde ausgehen muss. Inzwischen hätten auch schon zwei Händler ihre Bereitschaft, Toiletten zur Verfügung zu stellen, wieder zurückgezogen.

Ich habe in dieser Woche in der Presse lesen müssen, dass der Ball in dieser Sache angeblich bei der Politik liegt“, wunderte sich daraufhin SPD-Sprecher Michael Klimziak. Dabei sei vielmehr die Verwaltung am Zuge und hier insbesondere die Bürgermeisterin. Die Politik habe längst alle Weichen für die „Nette Toilette“ gestellt und auch die nötigen Haushaltsmittel dafür bereitgestellt. „Sie müssen die Umsetzung ja nicht selbst vornehmen, sollten sie aber delegieren“,  forderte auch der Ausschussvorsitzender Jochen Hake Bürgermeisterin Ulrike Drossel auf.

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Dipl.-Journalist

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