Wilfried Brinkmann über Polit-Ränke der Grünen enttäuscht

Planungs-d und Bauausschuss-Vorsitzender: Wilfried Brinkmann (Bürgerblock). (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Planungs-d und Bauausschuss-Vorsitzender: Wilfried Brinkmann (Bürgerblock). (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Dass die Fraktion der Grünen sich in der Ratssitzung vorige Woche für die Aufhebung des Ratsbeschlusses zur Errichtung der Kita auf dem südlichen Festplatz ausgesprochen haben, hat Wilfried Brinkmann (Bürgerblock), den Vorsitzenden des Planungs- und Bauausschusses, schwer erschüttert. 

Der Grund: Brinkmann hatte vor den entscheidenden Sitzungen vorige Woche mehrere Ortstermine mit dem Grünen-Fraktionssprecher Friedhelm Klemp auf dem Festplatz. „Dabei habe ich ihm anhand von Plänen, sogar mit dem Messrad, aufgezeigt, dass der Standortvorschlag der Grünen nicht realisierbar ist.“ Der Fachausschussvorsitzende bat den Fraktionsvorsitzenden der Grünen daraufhin, doch ihren unsinnigen Standortvorschlag zurückzuziehen. „Das haben die Grünen aber nicht getan“, bedauert Brinkmann. „Jetzt weiß ich, dass es Taktik war. Denn ohne einen eigenen Standortvorschlag hätten die Grünen schlecht für die Aufhebung des alten Ratsbeschlusses stimmen können.“

Vollends überrascht war Wilfried Brinkmann dann im Gemeinderat, als die Grünen am Ende für den SPD-Standort im Emscherpark stimmten, nachdem ihr Sprecher noch im vorangegangen Planungs- und Bauausschuss betont hatte, dass „die Grünen ihre Identität verlieren“, wenn sie für den Standort im Emscherpark stimmen würden.

Die Hoffnung der Grünen, dass wenigstens ein Teil der versiegelten Fläche für die Kita genutzt werden kann, ist völlig illusorisch. Richtig sei, so Brinkmann, dass es zwar für die Kita im Emscherpark Baurecht gibt. „Aber auf keinen Fall kann dafür auch nur ein Meter versiegelter Fläche genutzt werden. Das zeigt der Bebauungsplan ganz eindeutig.“

Wilfried Brinkmann, der sichtlich enttäuscht über das Verhalten der Grünen ist, betont: „Natürlich kann jeder abstimmen wie er will im Rat. Ab diese Sache war von ganz langer Hand vorbereitet.“

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Dipl.-Journalist

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