Wasserspaß für Hunde zum Ausklang der Freibad-Saison

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Am Woch­enende klang die Freibad­sai­son in der Schö­nen Flöte mit einem Hun­de­schwim­men aus: Die zweitägige Ver­anstal­tung hat sich inzwis­chen zu einem echt­en Sai­son-High­light gemausert. (Foto: P. Gräber)

Als Ste­fan Peters­mann vor sieben Jahren die Idee zum Hun­de­schwim­men hat­te, war es nur ein Ver­such, der mit viel Skep­sis beäugt wurde. „Es war ja etwas ganz Neues. Wir waren in NRW, und soweit ich weiß auch darüber hin­aus, wirk­lich die Ersten, die Hun­de­schwim­men ange­boten haben“, meint der Holzwicked­er Bäderchef. Inzwis­chen hat sich die Idee, Hun­de­hal­ter mit ihren Vier­bein­ern zum Ausklang der Freibad­sai­son in die Schöne Flöte einzu­laden, zu einem echt­en Pub­likums­mag­neten gemausert und hat viele Nachah­mer im Umland gefun­den.

Auch an diesem Woch­enende war im Holzwicked­er Freibad wieder lautes Gebell und freudi­ges Gewin­sel zu vernehmen: Allein am Sam­stag hat­ten 349 Hunde und ihre Hal­ter den Weg in das Holzwicked­er Freibad gefun­den und am heuti­gen Son­ntag waren es noch erhe­blich mehr. Draußen vor dem Bad waren alle Park­plätze bis auf den let­zten Platz gefüllt.

Immer wieder erstaunlich: Trotz dieses Andrangs und einiger hun­dert freilaufend­er Hun­den gab es Hunde kaum Mis­stöne unter den Vier­bein­ern und auch unter den zweibeini­gen Besitzern nicht. Auch Hun­de­haufen waren kaum zu sehen, da die Hal­ter erstaunlich diszi­plin­iert die Hin­ter­lassen­schaften ihrer Lieblinge auf­sam­melten. Bei so viel Har­monie stand dem unbeschw­erten Vergnü­gen nichts im Wege.

Die Hunde aller Rassen und Mis­chun­gen hat­ten sichtlich Spaß und kon­nten gar nicht genug davon bekom­men, sich in die Fluten zu stürzen. Einige sprangen sog­ar vom Ein-Meter-Brett ins Beck­en. Wer weniger mutig war oder zu kurze Beine hat­te, tobte sich im oberen Plan­schbeck­en aus. Einige wenige waren allerd­ings auch wasser­scheu und woll­ten partout nicht ins Wass­er. Da half auch kein Lock­en, Bällchen oder Stöckchen – und Frauchen oder Her­rchen waren am Ende nass­er als ihre Lieblinge.

Nun ja, Übung macht den Meis­ter und das näch­ste Hun­de­schwim­men kommt bes­timmt. Und wer weiß. Vielle­icht wird der eine oder andere Vier­bein­er bis zum näch­sten Jahr noch zu einem echt­en See­hund.

An der Wasserqual­ität kann es jeden­falls nicht gele­gen haben. Das Holzwicked­er Freibad war zwar bis ver­gan­genen Mittwoch noch für Badegäste geöffnet. Doch die zwei Fol­ge­ta­gen hat­ten genügt, um den Chlorge­halt im Wass­er gegen Null zu reduzieren. Wenn Hund näm­lich eines nicht mögen, dann ist es Chlor­wass­er, wie Ste­fan Peters­mann aus Erfahrung weiß: „Da bekommt man keinen Hund hinein.“

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visage

Dipl.-Journalist

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