Vortrag der VHS: „Der Nationalsozialismus in der Ortsgeschichtsschreibung Holzwickedes“

In Gegensatz zu anderen Kommunen gibt es bisher nur wenige Informationen über Holzwickede in der NS-Zeit und den Opfern dieses Regimes. Weder die aus Holzwickede stammenden umgebrachten Juden noch die in dieser Zeit getöteten Behinderten werden genannt; das Badeverbot für Juden in der Schönen Flöte wird nicht erwähnt. Wilhelm Hochgräber hat sich schon vor mehreren Jahren bei seinen heimatgeschichtlichen Forschungen auf die Suche nach Spuren  gemacht, um Licht in das Dunkel zu bringen und den  Opfern ein Gedächtnis geben.

Im Rahmen eines VHS-Vortrages am Donnerstag, 7. April, 18 Uhr, in der Seniorenbegegnungsstätte, Berliner Allee 16 a, wird der Referent seine bisherigen Forschungsergebnisse vorstellen und mit den Teilnehmern/innen diskutieren. Der Vortrag basiert hierbei auf die Auswertung von über 50 ortsgeschichtlichen Schriften wie Schulchroniken, Biographien, Festschriften von Vereinen, Kirchen, Schulen, den vorliegenden Gesamtgeschichten von Holzwickede (z.B. Timm, Wilhelmy) sowie themenbezogener Schriften. Der Vortrag folgt der Fragestellung, was aus dem Nationalsozialismus in der Ortsgeschichtsschreibung thematisiert wird und was nicht, insbesondere der Frage nach Tätern und Opfern.

Der Teilnahmebeitrag beträgt für diesen Vortrag fünf Euro. Nähere Informationen erhalten Interessiere im Büro der Seniorenbegegnungsstätte, Berliner Allee 16a (Tel.-Nr. 44 66).

  • Termin: Donnerstag, 7. April, 18 Uhr, Senioren-Begegnungsstätte, Berliner Allee 16a
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Dipl.-Journalist

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