Verkehrsausschuss: Lkw-Verbot auf Rausinger Straße

Gleich eine gan­ze Rei­he von Anträ­gen zur Ver­kehrs­si­tua­ti­on in der Emscher­ge­mein­de stan­den auf der Tages­ord­nung des öffent­li­chen Ver­kehrs­aus­schus­ses am Mitt­woch­abend (18.3.) im Rat­haus.

So beschloss der Fach­aus­schuss gleich zu Beginn der Sit­zung auf Anre­gung eines Anwoh­ners die Ein­rich­tung eines ver­kehrs­be­ru­hig­ten Bereichs im Bau­ge­biet Am Holzwicke­der Bach. Da sich durch die Ein­rich­tung Ein­schrän­kun­gen beim Park­raum erge­ben wer­den, waren dazu vor­her die Anwoh­ner befragt wor­den, die sich mehr­heit­lich für die­se Lösung aus­ge­spro­chen haben.

Nächtliches Parkverbot für Lkw in Natorper Straße

Anschlie­ßend beschloss der Aus­schuss auf Anre­gung einer Anwoh­ne­rin auch ein Park­ver­bot für Lkw über 7,5 t in der Zeit von 22 bis 6 Uhr für einen Teil­be­reich der Nator­per Stra­ße. Auf dem Park­strei­fen  der nörd­li­chen Sei­te zwi­schen Haus 5 und 26 soll das nächt­li­che Park­ver­bot gel­ten, weil sich Anwoh­ner zum wie­der­hol­ten Male dar­über beschwert haben, weil dort abge­stell­te Lkw in den Nacht­stun­den erheb­li­chen Lärm ver­ur­sach­ten. Durch die lau­fen­den Moto­ren, Stand­hei­zun­gen usw. wer­de die Nacht­ru­he der Anwoh­ner erheb­lich gestört. Dabei han­delt es sich nach Beob­ach­tun­gen der Ver­wal­tung  nicht um Lie­fer­ver­kehr für orts­an­säs­si­ge Fir­men.  Viel­mehr wur­de die Ver­mu­tung geäu­ßert, dass es sich bei den par­ken­den Lkw nachts um Ver­drän­gungs­ver­kehr han­delt. Das eigent­li­che Pro­blem sei­en feh­len­de Auto­hö­fe oder Rast­plät­ze an den Auto­bah­nen und Bun­des­stra­ßen, auf denen die Lkw-Fah­rer ihre Ruhe­zei­ten ein­hal­ten könn­ten.

Tempo 50 auf einem Abschnitt der Sölder Straße

Nach Ansicht des Bürgerblocks stellt der Rad- und  Gehweg  an der Sölder Straße insbesondere bei Nässe eine gGefahrenquelle dar. (Foto: Peter Gräber)

Auf der Söl­der Stra­ße wird von Haus 47 bis 53 62 bis 109 Tem­po 50 ein­ge­führt, beschloss der Ver­kehrs­aus­schuss. (Foto: Peter Grä­ber)

Auf Emp­feh­lung des Ver­kehrs­aus­schus­ses soll auch die zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit auf  der Söl­der Stra­ße von 70 km/h auf Tem­po 50 redu­ziert wer­den, um die Gefah­ren­stel­len durch die abge­senk­ten Rad- und Geh­we­ge zu ent­schär­fen. Zunächst soll Tem­po 50 aller­dings nur in Höhe der Häu­ser 47 bis 53 62 bis 109 ein­ge­führt wer­den. Der Bür­ger­block konn­te sich mit sei­nem wei­ter­ge­hen­den Antrag, Tem­po 30 auch in Höhe der Häu­ser 109 bis 133 ein­zu­füh­ren, noch nicht durch­set­zen. Auf Vor­schlag von Harald Mei­bert (Stra­ßen­ver­kehrs­amt Kreis Unna)  sol­len jetzt zunächst Geschwin­dig­keits­mes­sun­gen auf der Söl­der Stra­ße durch­ge­führt wer­den, um zu über­prü­fen ob die Redu­zie­rung auf Tem­po 50 schon aus­rei­chend ist.

Län­ge­re Dis­kus­sio­nen gab es um den Antrag, Fahr­zeu­gen über zehn Meter Län­ge das Rechts­ab­bie­gen von der Nord­stra­ße in die  Rausin­ger Stra­ße zu ver­bie­ten. Das Pro­blem: Die aus der Gegen­rich­tung kom­men­den Lkw und auch Lkw aus der Steh­fen­stra­ße könn­ten dann wei­ter in die Rausin­ger Stra­ße ein­fah­ren. Eigent­li­ches Ziel ist es jedoch, die Rausin­ger Stra­ße, auf der gera­de erst in die­sem Abschnitt Tem­po 30 ein­ge­führt wur­de, ganz von  Schwer­last­ver­kehr  zu befrei­en. Auf Antrag des SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Micha­el Klim­ziak emp­fahl der Ver­kehrs­aus­schuss des­halb  ein kom­plet­tes Ver­bot für Lkw über 7,5 t  von der Nord­stra­ße bis in Höhe der Fir­ma Neu­mann. Anlie­ger­ver­kehr ist selbst­ver­ständ­lich davon aus­ge­nom­men.

Querungshilfe auf der Hauptstraße nicht unproblematisch

Die SPD möchte einen Fußgängerüberweg inm diesem Bereich zur Schulwegsicherung anlegen: der Einmündungsbereich Haupt-, Massener Straße und Landweg. (Foto: Peter Gräber)

Die von der SPD bean­trag­te Ein­rich­tung einer Que­rungs­hil­fe zur Schul­weg­si­che­rung in die­sem Bereich ist nicht unpro­ble­ma­tisch und soll nun geprüft wer­den:  der Ein­mün­dungs­be­reich Haupt-, Mas­se­ner Stra­ße und Land­weg. (Foto: Peter Grä­ber)

Geprüft wer­den soll zunächst der Antrag der SPD, eine Que­rungs­hil­fe auf der Haupt­stra­ße in Höhe Mas­se­ner Straße/Landweg ein­zu­rich­ten. „Das ist nicht so ohne wei­te­res mög­lich“, so Fach­be­reichs­lei­ter Jens-Uwe Schmied­gen. Für eine Mit­tel­in­sel oder ande­re Que­rungs­hil­fen sei­en umfang­rei­che bau­li­che Ände­run­gen nötig. Auch mit ihrem Antrag, auf der Buch­holz­stra­ße im Bereich Opher­dicker Stra­ße auf­ge­sat­tel­tes (halb­sei­ti­ges) Par­ken ein­zu­rich­ten, konn­te sich die SPD nicht durch­set­zen. Dafür sei der Geh­weg zu schmal. Und im Bereich von Bus­hal­te­stel­len ist ohne­hin das  Par­ken ver­bo­ten.

Schließ­lich wur­de auch ein Antrag der CDU,  öffent­li­che Park­plät­ze in Bro­schü­ren und Plä­nen offen­si­ver zu bewer­ben, abge­lehnt ange­nom­men. Danach soll ab sofort in den Image­bro­schü­ren und Stadt­plä­nen deut­li­cher auf die öffent­li­chen Park­plät­ze hin­ge­wie­sen wer­den. Damit sol­len vor allem Neu­bür­ger auf die guten Park­mög­lich­kei­ten in der Emscher­ge­mein­de hin­ge­wie­sen wer­den. Von wei­te­ren Wer­be­maß­nah­men wird abge­se­hen, um nicht wei­te­re „Flug­ha­fen­par­ker“ anzu­locken.

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visage

Dipl.-Journalist

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