Vereinfachter Jobeinstieg erleichtert Integration von Flüchtlingen

HAndgemaltes Plakat aus dem Eingangsbereich der Paul-Gerhardt-Schule in Hengsen. (Foto: Peter nGräber)

Hand­ge­mal­tes Pla­kat aus dem Ein­gangs­be­reich der Paul-Ger­hardt-Schu­le in Heng­sen. (Foto: Peter Grä­ber)

Die Grü­nen im Kreis Unna begrü­ßen eine neue Ver­ord­nung zum Inte­gra­ti­ons­ge­setz als einen wich­ti­gen Schritt zur Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen:

Möch­ten eine Asyl­be­wer­be­rin oder ein Asyl­be­wer­ber, die sich noch im lau­fen­den Asyl­ver­fah­ren befin­den, oder eine aus­län­di­sche Per­son mit einer Dul­dung eine Arbeit auf­neh­men, wird im Bezirk der Arbeits­agen­tur Hamm, zu dem der Kreis Unna gehört, ab jetzt auf die Vor­rang­prü­fung ver­zich­tet.

Für die Grü­nen im Kreis­tag Unna ist das ein wich­ti­ges Signal. „Es wird so wesent­lich ein­fa­cher, Flücht­lin­ge in den Arbeits­markt und somit in das Leben in ihrer neu­en Hei­mat zu inte­grie­ren“, sagt Jochen Nadol­ski-Voigt, arbeits­markt- und sozi­al­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grü­nen.

Bei der Vor­rang­prü­fung wur­de bis­her ermit­telt, ob sich für die betref­fen­de Stel­le nicht auch ein geeig­ne­ter Kan­di­dat oder Kan­di­da­tin mit deut­schem oder EU-Pass für die Stel­le fin­det. Dies erschwer­te in der Ver­gan­gen­heit die Arbeits­auf­nah­me der betrof­fe­nen Grup­pen. Mit der Ver­ord­nung zum Inte­gra­ti­ons­ge­setz des Bun­des­ar­beits­mi­ni­ste­ri­ums­fällt dies nun für einen Zeit­raum von drei Jah­ren für eine Beschäf­ti­gung in bestimm­ten Agen­tur­be­zir­ken der Bun­des­agen­tur für Arbeit (BA) weg. Hier­zu gehört auch der Arbeits­amts­be­zirk Hamm.

Die zusätz­lich zur Vor­rang­prü­fung im Rah­men der Arbeits­markt­prü­fung der BA erfol­gen­de Prü­fung der Beschäf­ti­gungs­be­din­gun­gen bleibt hier­von jedoch unbe­rührt. Für die Grü­nen ist die Ände­rung ein wich­ti­ger Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Denn wer in Deutsch­land nach der Flucht eine neue Hei­mat gefun­den hat, muss noch lan­ge nicht hei­misch gewor­den sein: „Zu einer gelun­ge­nen Inte­gra­ti­on gehört ein siche­rer Arbeits­platz und die Teil­ha­be am gesell­schaft­li­chen Leben“, so Nadol­ski-Voigt. Ent­spre­chend posi­tiv bewer­ten die Grü­nen die Ver­ord­nung.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.